ARS UNA

Connecting Arts, Religion and Sciences - Philosophy of Development

A modern Middle Way in Institutions and  Private Life  (in English and German)

4D-Anime


Ein Anime, aus der japanischen Manga-Welt stammende Bezeichnung für Animation, ist eine dynamische, also bewegliche und damit auch eher bewegende filmartige Bilderfolge. Der Ausdruck mag wenig gebräuchlich klingen. Auch was unter Bildern alles verstanden werden kann, wird nicht immer deutlich gesagt.   


Es den Menschen klar und akzeptabel zu machen, dass das öffentliche und das private Leben gleichsam Spiegelbilder zueinander sind, ist nicht immer leicht.  
Klar und akzeptabel bedeutet sowohl für die meisten Philosophen wie auch die Hirnforscher den rationalen Bereich zwischen Wahrnehmung und Vernunft (cognition and processing). Bilder könnten bei diesem Thema zwar eine durchaus erleuchtende Rolle spielen. Doch Fehlzündung! Denn wieder und wieder wird vergessen, dass Rationalität nicht ALLES erfasst. Alles?  Ein übles fundamentalistisches Wort, synonym mit Gott und/oder der Welt? Oder soll „nicht alles“ nur besagen, dass der Rabe als 4D-Anime wieder einmal auch Ober- und Unterleib und sogar die Extremitäten berücksichtigt haben möchte, obwohl es dort militärische Sperrgebiete gibt?  Auf den Schildern steht nicht einmal „Tabu“, so geheim scheinen diese zu sein! Nur nicht weiter erzählen, dass unser Körper als ein kleiner aber feiner fraktaler Teil von eben Allem bzw. Gott oder bezüglich DER Welt aufgefasst werden könnte! Und auffassen ist eben mehr als die dumme Rationalität. Dazu gehören u.a. auch die  Krallen. Leider bleiben dabei aber auch die so nicht-rationalen Esoteriker in aller Welt „außen vor“, weil sie die Worte cognition and processing nicht mögen und/oder nicht verdauen können. Rationalität spielt eben auch bei einem modernen Mittleren Weg mit. 

Privat und öffentlich
In Animen können Sequenzen aus dem Privatleben gern durch Märchenfiguren animiert dargestellt werden. Märchen überschreiten die Grenzen des Rationalen, doch besonders im westlichen Kulturbereich werden sexuelle Inhalte in Märchen nicht selten nur verschlüsselt dargestellt, wie zum Beispiel in „Dornröschen“ von den Gebrüdern Grimm. Märchen sind also ähnlich wie der Karneval oder Fasching oder Fastnacht über Jahrhunderte hinweg extraterritoriale Gebiete der Kanzeln von allen-möglichen Schattierungen. „1001 Nacht“ durfte deshalb bei uns lange nicht ungekürzt gedruckt werden und Casanova ebenso wenig. Dies ließ sich meist gut durchsetzen, weil Kirche und Machthaber meist „unter einer Decke steckten“ (Verzeihung für den sexuellen Ausdruck!).
Häufig wird über reale private sexuelle Verhältnisse genauso wie über solche öffentliche wie gedruckt gelogen. Der an dieser Stelle fällige Bericht unterliegt daher im Augenblick auch noch der Zensur, bei welcher allerdings in Randbereichen deutlich Auftauen beobachtet werden kann.
Die Oberschicht gerät jedoch wie eh und je und praktisch überall nicht nur leicht, sondern sogar heftig in Panik, weil an ihren Pfründen genagt werden könnte. Wer aber ohne allzu große Voreingenommenheit den gewiss nicht nur aus Propaganda bestehenden modernen Mittleren Weg entlang wandelt, kann das wohl zutreffender und zwar nicht nur rational auffassen.
Die Unterschicht ist in der heutigen Politik meist unterrepräsentiert. Gibt es etwa deutsche Politiker, die der Unterschicht angehören und sie repräsentieren, und welche nicht selber irgendeiner extremen Einstellung und damit einem Fundamentalismus anheim fallen? Zur Zeit fragen sich manche, ob Martin Schulz in dieser Hinsicht auch ein Versager ist.

Whistleblowing
Das aus Presse und Fernsehen geläufige Pfeife-blasen überschreitet nach Meinung der Unter- bzw. der Oberschicht verschieden weit Grenzen im öffentlichen Leben. Es dient damit nach Auffassung der hier vertretenen Philosophie der Entwicklung eben jener Entwicklung. Doch dabei wird zum Beispiel in den drei bekanntesten aller Fälle von Edward Snowden, Julian Assange und Chelsea Manning auch der evidente sexuelle Anteil der Story unter den Tisch gekehrt. Snowden‘s Partnerin folgte ihm freiwillig in das angeblich so düstere Russland und bildet den imaginären Anteil dieser gar nicht immer völlig öffentlichen 4D-Anime, Assange kann wegen einer angeblichen Vergewaltigung die ecuadorianische Botschaft nicht verlassen und der nicht-öffentliche Teil spielt sich hinter einer Balkontür und laut vielleicht böswilligen Gerüchten auch anderswo ab, und  Manning unterzog sich einer Geschlechtsumwandlung, die nach bislang meist in der menschlichen Kultur akzeptierter Meinung ebenfalls sakrosankt ist. Sind diese Menschen nun der Beweis dafür, dass für das Privatleben überhaupt nicht gilt, was sich im öffentlichen Teil herauszustellen scheint? Dafür gibt es nicht die geringsten Beweise. Wohl aber gibt es diese zum Beispiel in den drei erwähnten Fällen dafür, dass die Dinge im Privaten noch viel gefährlicher sind, weil nur die Oberschicht weitaus bevorzugt Polizei und Militär zur Verfügung hat. Sollten nicht auch deswegen Polizei und Militär möglichst weitgehend voneinander getrennt sein? In wie viel Ländern und auch bei uns kann man schließlich merken, und zwar nicht nur „cognitiv“, dass man Polizei und Militär mehr und mehr in einen Topf werfen möchte. Ach wie den Polizisten doch dickere Waffen und Machtzuwachs gefallen!  

© Copyright and all rights reserved, Hans J. Unsoeld, Berlin 2017
Updated  July 25, 2017