ARS UNA

Connecting Arts, Religion, Sciences - Alternative Philosophy of Development

  A modern Middle Way in Institutions and  Private Life  (in English and German)

Die Verteilung des Vermögens in Deutschland
ist die wichtigste Aufgabe der nächsten Generation

Das lähmend lange Feilschen um eine von den Wählern nicht gewünschte erneute große  Koalition ist schließlich am Feilschen um Posten gescheitert, während die wohl großen thematischen Streitfragen umso mehr im Hintergrund blieben, je wichtiger und auch schwieriger zu packen sie waren.  

Foto R.Habeck  M.Schwesig  Kevin Kühnert  ((eigene Montage)


Das aus der Sicht eines modernen Mittleren Wegs allerwichtigste Thema, die laufend weiter zunehmende Kluft in der Verteilung von Vermögen zwischen Arm und Reich, tauchte kaum noch in den Verhandlungen auf. Dabei war in der Analyse der von der SPD haushoch verlorenen Landtagswahl von Nordrhein-Westfalen bereits sehr deutlich geworden, dass dies der Punkt war, welcher die größte Zahl von Wählern am meisten beunruhigte.
Offensichtlich bedarf es eines Generationswechsels, welcher nach den auf ARS-UNA vertretenen Ideen immer eine unstetige Entwicklung bedeutet. Es erscheint hoch erfreulich, dass die Jungsozialisten unter Kevin Kühnert eben diese angeblich unlösbaren Probleme an die Spitze der Themen stellen, mit welchen selbstverständlich auch andere Länder und andere Parteien konfrontiert sind, insbesondere die Grünen unter dem neu gewählten Robert Habeck.
Zu diesen zwei Politikern besteht in beiden Fällen ein persönlicher Bezug als Autor. Die eigene Mutter trug den Geburtsnamen Kühnert. Ihr Vater stammte aus Wittenberge und beschwichtigte zusammen mit Noske nach dem Ersten Weltkrieg den drohenden Matrosenaufstand in Kiel. Ihr Großvater war als Ingenieur maßgeblich am Bau der historischen Elbbrücke Wittenberge beteiligt, während weitere Teile der Familie aus Torgau stammten. Robert Habeck ist dagegen in der eigenen Heimatstadt Kiel Minister in der Landesregierung und vetritt sowohl als Schriftsteller und Philosoph als auch in seiner Politik weitgehend ähnliche Positionen wie die eigenen. Manuela Schwesig aus Frakfurt/Oder bzw. jetzt Schwerin wäre übrigens keine schlechte Wahl in deren Bund. Alle drei stellen jedoch thematische Argumente vor die Fragen der Postenverteilung.  

© Copyright Hans J. Unsoeld, Berlin 2018  
Updated April 16, 2018