ARS UNA

Connecting Arts, Religion and Sciences - Philosophy of Development

A modern Middle Way in Institutions and  Private Life  (in English and German)

Deutschland – nicht arm oder reich

Ungleiche Verteilung des bereits erreichten Wohlstands und nicht etwa fehlendes Wachstum der Wirtschaft ist in Deutschland genauso wie in den USA das aktuellste und damit für die Bundestagswahlen wichtigste Thema unserer Politik.   

Das typische SPD-Wahl-Volk ist restlos frustriert, weil der Lebensstandard in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich abgerutscht ist. Die Rente sei minimal und nichts mehr wert. Man müsse jetzt für vieles soviel Euro wie früher D-Mark bezahlen, ohne dass sich die Löhne entsprechend erhöht hätten.  
Das einfachste Mittel, den Statik genannten Anteil zu verändern, dürften vor allem die Grund- und auch die Erbschaftssteuer sein, wo kürzlich die Oberschicht auf fast stille und leise Art durchgesetzt hat, dass es nur bei der weniger wichtigen Erbschaftssteuer minimale Änderungen gab, welche aber in den Medien aufgeblasen wurden. Dynamik würde aber gefördert von Änderungen in der Privatisierungs- wie auch der Einkommenspolitik, welche enger miteinander zusammenhängen, als man es den Wählern bewusst macht. Ein Blick auf die sog. Steuerspirale zeigt sofort, dass die Umsatz- und die Lohnsteuer bei uns etwa je 30% des Gesamtaufkommens betragen, aber die Grundsteuer nur ca. 1,5% und die Erbschaftssteuer nur ca. 0,5%. Die Oberschicht wird jegliche Publizität für dieses Thema selbstverständlich vermeiden wollen. Die Unterschicht sollte dieses Thema umso mehr herausstellen, und zwar massiv, also die Taktiken der Medien bloßstellend, die zum weitaus größeren Teil von der Oberschicht beeinflusst werden.  
Das tun offensichtlich nur die Linken, während im Bonner Hintergrund die CDU bereits über eine Koalition mit den Grünen sinniert (The Guardian, Sept.12, 2017)  

© Copyright Hans J. Unsoeld, Berlin (Germany) 2017  
Updated Sept. 18, 2017  

Mittlerer Weg modern - drei Worte, drei Ziele