ARS UNA

Connecting Arts, Religion and Sciences - Philosophy of Development

A modern Middle Way in Institutions and  Private Life  (in English and German)

Kunst und Natur

Kreativität in der Kunst  bedeutet nicht nur einen kulturellen Bezug, sondern vor allem auch einen Einfluss direkt aus der Natur. Doch was meinen wir hier mit “der” Natur?  Zumindest gibt es zwei Anteile, nämlich einerseits die unmittelbare Verwendung von natürlichen Formen und Motiven, und andererseits den Anteil, dass wir selber Teil der Natur sind und dass dadurch alle Lebensprozesse auf die Kunst einwirken.


Die kulturellen Einflüsse in der Kunst waren früher vor allem durch die Religiosität der Menschen bestimmt. Hier hat ein entscheidender Wandel durch das Vordringen der Technik stattgefunden. Mehr und mehr treten an die Stelle von geistlicher Auseinandersetzung der von technischer Entwicklung ausge­löste vielschichtige Disput um künstlerische Verfahren und Motive, um Multimedia und technomorphe Kunst.

Eine entsprechende Entwicklung wurde auch durch die sich rasant entwickelnden Naturwissenschaften angestoßen. Während religiöse Kunst eher auf Traditionen beruhte und dabei die künstlerischen Arbeitsmethoden sich verständlicherweise ebenfalls in einem konservativen Rahmen bewegten, hat vor allem das letzte Jahrhundert auch hier unglaubliche Veränderungen mit sich gebracht. In dem Maße, wie Lebens- und Entwicklungsvorgänge tiefer verstanden wurden, hat sich auch die Kunst durch völlig neue Darstellungs- und Motivbereiche erweitert. Ganze Bereiche der Natur wurden in die künstlerische Gestaltung einbezogen und vor allem naturbezogene Motive,-  biomorphe Kunst.

Wie eh und je hat diese Entwicklung in Ost und West sehr verschiedene Wege genommen. In der Kunst ist damit in erster Linie die Auseinandersetzung zwischen Europa und Ostasien gemeint.  Während im Westen Verständnis und Analyse stärker im Vordergrund standen und dadurch vor allem auch zur hohen Bedeutung der künstlerischen Abstraktion geführt haben, ist die Kunst im Osten mehr auf zusammen­fassende Gemeinsamkeiten orientiert, was in stärkerem Maße zu vielschichtiger Kunst beitrug. Für beide Seiten war zu allen Zeiten das gegenseitige Verständnis nicht einfach.


© Hans J. Unsoeld, Berlin (Germany)  2012
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Created Oct. 30, 2012; last update Sept. 17,.2017