ARS UNA

Connecting Arts, Religion and Sciences - Philosophy of Development

A modern Middle Way in Institutions and  Private Life  (in English and German)

Das Tier in uns

Das eigene Leben wird auf jeden Fall tödlich enden. Das ist ganz normal. Die Normalität ihrerseits wurde auch von anderen Menschen schon genügend hinterfragt und für höchst fragwürdig erklärt. Solche Fragen drehen sich bereits innerhalb eines ersten Satzes im Kreise einer nie völlig erreichbaren Annäherung an etwas Unerreichbares. Das nennen die Liebhaber von Fremdworten „rekursiv“ und wird von den meisten für sinnlos gehalten, obwohl Zweifel angebracht sein dürfte. Mit dieser Feststellung wird aber das Problemchen zunächst auf die Sinngebung verlagert, und jeder kann machen, wie er/sie/es will. Bringt vielleicht Seelenfrieden. Dieses letztere Wort verlagert das scheinbare Miniminiproblemchen auf die Frage nach der Existenz einer Seele, wo sich zwischen humanistisch gesonnenen Geistern und den von vornherein für zu dumm erklärten Naturgewissenschaftlern immer noch tiefe, aber langsam überbrückbare Gräben auftun.

Besteht bei vielen heutigen Menschen mit maßloser Selbstüberschätzung in dieser Hinsicht noch eine sehr fragwürdige Einstellung? Eigene Erlebnisse haben den Autor überzeugt, dass zu einem nicht unwesentlichen Teil die überhöhte Selbsteinschätzung zunächst wenigstens auf zwanghafter und offensichtlich tabuisierter Distanzierung von auch bei Tieren vorhandenen Eigenschaften beruhen mag, vor allem im sexuellen Bereich.