ARS UNA

Connecting Arts, Religion, Sciences - Alternative Philosophy of Development

  A modern Middle Way in Institutions and  Private Life  (in English and German)

Metaphilosophie
v 3.1

 Zusammenfassung:
Philosophie hat keine eindeutige oder klar bestimmbare Basis, sondern lässt sich nur rekursiv einkreisen. Doch analytische Philosophie sollte sich durch synthetische erweitern lassen. Dynamische Wechselwirkung gewinnt an Bedeutung gegenüber statischer Konfrontation u.a. für die Einordnung von singulären Vorgängen aller Art, für modernes Recht und Zusammenhänge zwischen Philosophie und Meditation, Theorie und Praxis.

Die Themen:

Rekursive Annäherung statt Eingrenzung
Versuch einer Definition von Philosophie
Methoden von Beschreibung
Zählung von Generationen
Kosten von Großprojekten
Evolution
Fraktale
Wachstum und Entwicklung
Beschreibung durch Potenzreihen
Gefährliche Extremismen
Modernität
Vier Kulturbereiche
Dualität
Systematik
Axiomatik
Regeln
Dimensionen
Von Statik zu Dynamik 
Über alternative Philosophie
Philosophie und Meditation 
Problem- und Konfliktlösung
Sein und Entwicklung
Spezialisierung und Vielseitigkeit
Modernes Recht
Erneute Säkularisierung
Besitz
Lernen und Konkurrenz
Komplexität
Gut und Böse
Statuten
Gesellschaftliche Bewegungen
Formen der Auseinandersetzung
Synthetische Philosophie
Bedeutung von Experimenten Bewusstsein
Identitätsbildung 
Komplexität 
Design Thinking und Hybrid Thinking
Philosophie als Gebäude
Animalische Philosophie
Die Zukunft leicht nehmen?
Dynamische Wechselwirkung Neue Deutung der französichen Revolution

Überlagerung von Basisphänomenen

Synthese als Zielsetzung

Strukturen des Lebens

Herrschaftsstrukturen

Strukturen der Verständigung

Interaktion zwischen Herschafts und Kommunikationsstrukturen



Probleme kann man niemals
mit derselben Denkweise lösen,
durch die sie entstanden sind.
(Albert Einstein)

Metaphilosophie
Rekursive Annäherung statt Eingrenzung
Die Metaphilosophie genannte Philosophie der Philosophie geschah in der anfänglichen, auch als klassisch bezeichneten Philosophie vorwiegend  nach den strengen Regeln der rationalen Logik. Klare Fallunterscheidungen wurden getroffen, was im Grunde eine Schwarz-Weiß-Malerei war. War es aber sicher, dass Philosophie nur vernünftiges Denken sei? Moderne fuzzy Logik lässt auch Zwischenwerte zwischen Eckpunkten (Gegenpolen) zu und vermittelt so ein viel weiteres Bild, welches in etwa der Hinzunahme von bunten Farben entspricht.
Der in den Naturwissenschaften übliche Übergang von drei auf vier Dimensionen (Raum und Zeit) beschränkt sich nicht nur auf die Naturbeschreibung, sondern muss auch für die weitere Ansprüche erhebende Philosophie als Ganzes große Bedeutung haben, denn niemand kann begründen, dass dort die Naturwisenschaften nicht gelten, auch wenn sie nicht täglich angewendet werden müssen. Sowohl die sprachgebundene klassische als auch die eventuell mit Symbolen oder Operatoren arbeitende neuere Naturphilosophie sind davon betroffen.
Eventuell benutzte Mathematik muss darin eingeschlossen sein. Die klassische Mathematik der Funktionen (Algebra) wird vor allem verwendet für naturwissenschaftliche Beschreibung von Veränderungen in Zeit und Raum, und zwar sowohl für analytische Untersuchungen, meist gekoppelt an Experimente, als auch für synthetische Kreativität insbesondere in technischer Form. Grenzen der Definitionsgebiete müssen dabei respektiert werden müssen. Dadurch beschränkte Entwicklung sollte eigentlich  vorzugsweise Wachstum genannt werden.
Die von Mandelbrot (1975) entwickelte Geometrie der Fraktale beschreibt dagegen auch Übergänge zwischen Generationen, welche von Grenzen unabhängig sind und in strengem, aber weiterem Sinn als Entwicklung bezeichnet werden sollten.
Dadurch notwendig erscheinende klare begriffliche Trennung von Wachstum und Entwicklung veranlasst, erneut eine einfache Definition des Begriffes Entwicklung im Rahmen von klassischer Ontologie zu suchen. Bereits bei einem früheren Ansatz für eine mit Vorsicht alternativ genannte Philosophie auf der Webseite ARS-UNA wurde dieser entsprechend der Einstein-Formel rekursiv axiomatisch folgendermaßen in vier Sätze gefasst, wobei Existenz und Entwicklung als duale Kategorien genommen werden:  

1. Existenz (Sein) entwickelt sich.
2. Entwicklung existiert (ist).
3. Wirkung verknüpft Existenz und Entwicklung.
4. Wirklichkeit ist eine zugehörige imaginäre Dimension.

Durch Funktionen kann Abhängigkeit von Zeit die so definierte und damit nicht näher bestimmbare Wirklichkeit weitgehend kontinuierlich beschreiben. Bei Fraktalen sind dagegen diskontinuierliche Generationsübergänge zwingend. An den Sprungstellen (vergleichbar mit Quantenübergängen) liegen Singularitäten ohne räumliche oder zeitliche Ausdehnung, jedoch mit integralem Wert.
Genauso wie die euklidische Geometrie zu Algebra und höheren Formen von Mathematik erweitert wurde, muss sich auch die fraktale Geometrie erweitern lassen, was tentativ Fraktomatik genannt wurde und de facto nach eigenem beschränkten Wissen noch nicht ausgearbeitet wurde.
Vier Dimensionen müssen generell gelten, also auch für die klar von der so definierten Entwicklung zu trennende Evolution der Arten, welche fixierte Entwicklungen und somit Zustände und deren Übergänge beinhaltet. Kulturelle und als humanistisch angesehene Bereiche müssen sich auch darin einschließen lassen. Die dort anstehenden Fragen verwenden  Begriffe von Kategorie, welche Strukturen von Erfahrung wiedergeben sollen. Um nicht „lost in translation“ zu sein, muss deutlich auch auf unterschiedliche Begriffe von Struktur hingewiesen werden. Ohne hier auf selbstverständlich trotzdem wichtige viele Einzelheiten einzugehen zu wollen oder zugegebenermaßen überhaupt zu können, sei diese Feststellung de facto als weithin gültiges Argument für rekursive Annäherungen an grundlegende Begriffe genommen. Nicht nur moderne Logik, sondern auch die Fassung von solchen Begriffen wie Struktur wird dadurch nur noch „fuzzy“ möglich, was aber andererseits neue Erweiterungen ermöglicht.
Im Rahmen der hier gemachten Überlegungen erscheint es sinnvoller, Kategorien zunächst als Extremwerte von Dmensionen zu konzipieren. Als Beispiele seien gut und schlecht als derartige Kategorien einer Dimension Moral oder richtig und falsch für eine Dimension Wahrheit genannt genannt. Letztere war Gegenstand der ersten derartigen erweiternden Fassung von Logik vor allem durch Lotfi A. Zadeh (1965, 1973). In erweiternder Form könnten dann auch die Naturkonstanten der modernen Physik als Kategorien bezeichnet werden, was hier vorläufig ausgeklammert bleibt.
Der zwischen entgegengesetzten Kategorien liegende Bereich wird dadurch im Wesentlichen dem naturwissenschaftlichen Begriff der Dimension gleichwertig. Somit werden solche Kategorien gleichsam Gegenpole einer damit möglichen dualen Betrachtungsweise.

Versuch einer Definition von Philosophie
Philosophie ist oder hat ein vages Wesen. Wenn wir uns nach Art der Journalisten fragen, wer oder was wie oder warum wo oder wann von ihrem Wesen tangiert wird oder in ihr Wesen eindringen könne, kommen wir auf schwankenden Boden und sind nicht unbedingt fähig, uns an diesem Punkt in die luftigen Höhen der Liebe zur Weisheit zu erheben, welche doch nach den griechischen sprachlichen Wurzeln möglicherweise besagtes Wesen ausmachen und in einem allerdings fraglichen Maße seine Definition liefern soll.
Hinter den sechs genannten Fragewörtern verbergen sich wohlbekannte philosophische Ausrichtungen. Wer oder was beinhaltet vor allem die Auseinandersetzungen zwischen idealistischen und materialistischen Positionen, wie oder warum diejenigen in moralischen Kategorien, und wo oder wann betrifft naturwissenschaftliche Bereiche.
Durchgängig können jeweils zwei Möglichkeiten geboten werden, zwischen denen eine möglicherweise schwierige Entscheidung getroffen werden müsste. Im täglichen Leben neigen wir dazu, grundlegende philosophische Fragen umgehen zu wollen, ohne uns über die tiefer liegenden Gründe klar zu sein. Theoretische Ansätze gehen auf fragliche Axiomatik zurück, und in der Praxis hat Philosophie zunehmend ein Dasein im Schatten anderer Disziplinen geführt. Je moderner deren Ausrichtung ist, umso deutlicher kommt dies zum Ausdruck, am meisten in den heutigen Naturwissenschaften, die sie im letzten Jahrhundert oft nur noch zum Umreißen der Basis der einzelnen Fachgebiete oder  in Vergangenheits- oder Zukunftsbetrachtungen duldeten, d.h. bei historischen Themen oder in Sciencefiction.
Das für paarweise Gegenüberstellungen von Positionen gebrauchte Wort "oder" provozierte mit seiner absoluten Logik die Frage, ob die Positionen diskret sind oder im Sinne von fuzzy Logik Eckpunkte eines dazwischen liegenden mehr oder weniger kontinuierlichen Überganges bilden. Vorwiegend wurden zunächst diskrete Wahlmöglichkeiten betrachtet, welche in neuerer Sicht jedoch auch einer Beschränkung auf Schwarz-Weiß-Malerei gleichkamen und entsprechend der Zulassung von Grautönen oder gar Farben durch detailliertere Darstellungen ersetzt wurden. Ohne dass eine strenge, nämlich logische Beweisführung möglich wäre, lässt sich gewiss mit genügender Näherung sagen, dass die zweite Möglichkeit umfassender den Sachverhalt in vielen Beispielen beschreibt. Anstelle von Eckpunkten charakterisiert der schärfere Ausdruck "Extrempunkte" das Ignorieren der Zwischenpunkte als Extremismus.
In der Auseinandersetzung zwischen Materialismus und Idealismus ist diese Polarisation durch die Konfrontation zwischen Kommunismus und Kapitalismus sehr evident geworden. Ähnliches gilt in moralischen Kategorien für Auseinandersetzungen zwischen Gläubigen und Darwinisten. Im naturwissenschaftlichen Bereich könnte ebenso nur nach „wo“ oder nur nach "wann" fragen als Extremismus genommen werden. Es muss ebenfalls Lösungen im Zwischenbereich geben, die in besserer Näherung akzeptabel und damit in einem erweiterten Bereich vorzuziehen sind.
Das sind aber nicht nur eine theoretische Behauptungen, sondern müsste auch in der Praxis große Bedeutung haben. In vielen menschlichen Auseinandersetzungen sowohl im individuellen privaten wie auch im politischen öffentlichen Bereich kommt die Gegenüberstellung der scheinbar unversöhnlichen Positionen eines nur räumlich gesehenen, also statischen Status-Quo mit einer historisch, also zeitbezogenen dynamischen Einstellung häufig vor (z.B. zwischen Palästina und Israel). Grimmige Konflikten werden so in neuer Sicht verständlich.

Methoden von Beschreibung
Dies ist in Übereinstimmung mit der Feststellung im Rahmen der Relativitätstheorie von Einstein, dass Raum und Zeit nicht getrennt betrachtet werden können, sondern zusammen eine vierdimensionale Einheit bilden mit drei räumlichen und einer zeitlichen Koordinate.
Der Übergang von drei auf vier Dimensionen beschränkt sich aber nicht nur auf die Naturbeschreibung, sondern muss auch für die weitere Ansprüche erhebende Philosophie als Ganzes große Bedeutung haben, zunächst für die zur Beschreibung benutzte Mathematik, aber im Grunde generell und damit auch für kulturelle und damit als humanistisch angesehene Fragen.
Als Gesetzmäßigkeit verstandene Zusammenhänge in Raum und Zeit werden durch die klassische Mathematik als Basis mit Funktionen beschrieben, welche aber im Allgemeinen einen eingeschränkten Gültigkeitsbereich haben. Die sogenannten Naturgesetze unterliegen nicht dieser Einschränkung, sondern sind generell, d.h. überall und jederzeit gültig, was im Grunde eine überaus erstaunliche Tatsache ist.
Dieselben Gesetze gelten sowohl für die winzigen Elementarteilchen als auch für die gewaltigen Galaxien und also auch für den gesamten Zwischenbereich, also insbesondere für Lebensvorgänge und speziell auch für das menschliche Leben in jeglicher Hinsicht, also zum Beispiel sowohl für das persönliche Leben als auch im öffentlichen Leben. Diese Vorgänge werden in der klassischen Mathematik generell durch Funktionen beschrieben, deren Koordinaten sich von Raum und Zeit ableiten lassen. Expansionsvorgänge oder ihr Gegenteil (Zersetzung, Kontraktion oder andere als negativ charakterisierbare derartige Vorgänge) werden beide in unserem Zusammenhang als (eventuell auch negatives) Wachstum bezeichnen.
Durch die Arbeiten von Benoît Mandelbrot (1975) wurde jedoch eine völlig neue Art von Mathematik bekannt, bei welcher ein neuer Zustand jeweils aus dem Zustand in der vorigen Generation hergeleitet wird. Diese mathematischen Beschreibungen werden in Gegenüberstellung zu den klassischen Funktionen insgesamt Fraktale genannt, eine Bezeichnung, die man anfangs nur für schön aussehende geometrische Darstellungen bestimmter Klassen von ihnen verwendete. Die Zählung der Generationen ersetzt den klassischen Zeitbegriff. Beim Vergleich von Funktionen und Fraktalen scheint es sinnvoll zu sein, einen bei den Fraktalen in jeder Generation neu hinzu kommenden Koeffizienten als Äquivalent zu den Koordinaten der klassischen räumlichen Dimensionen zu nehmen. Jeder Generation werden eigene Dimensionen zugeordnet. In einem weiteren zunächst nur intuitiven, aber keine Widersprüche ergebenden Schritt können wir diese Koeffizienten in Extremfällen sogar als Quantenzahlen verstehen. Bei einer Genese kann in jeder Generation eine neue Quantenzahl hinzukommen, wodurch die Zahl solcher Äquivalente von Dimensionen, im weiteren ebenfalls einfach als Dimensionen bezeichnet, immer weiter zunimmt. Das schaut auf den ersten Blick wie eine völlig willkürliche Hypothese aus, welche jedoch gute Chancen zu haben scheint, dass sie sich bewahrheiten lässt.
Eine nähere Erörterung könnte leicht als unzulässige Spekulation diskreditiert werden und soll an dieser Stelle nicht erfolgen. Doch für das sprachliche Verständnis von großer Wichtigkeit ist, dass der Begriff Dimension in der bereits zu einem gewissen Grade etablierten Mathematik der Geometrie der Fraktale zumeist in einem anderen Sinn gebraucht wird, welcher aber hier als eher irreführend erscheint. Denn Fraktale können zur Charakterisierung des Überganges von geordneten in chaotische Zustände benutzt werden. Häufig wird der Wert eines Exponenten, der den Komplexitätsgrad in einer bstimmten Generation dieses Übergangs beschreibt, in jener Geometrie als Dimension bezeichnet. Dieser gibt praktisch an, wie rauh oder glatt das Resultat ist, was besser wohl nicht Dimension genannt werden sollte.

Zählung von Generationen
Zur Erzeugung von neuen Quantenzahlen zum Beispiel bei einer quantenmechanischen Beschreibung (und damit automatisch in Raum und Zeit) muss eine Mindest- oder Schwellenenergie aufgebracht werden, die nach vielen Entwicklungsschritten in den zahllosen Generationen immer kleiner wird. Im Bereich des Lebens können jedoch bei der DNA-Transskription wegen zu geringen zur Verfügung stehenden Energien keine zusätzlichen Quantenzahlen mehr auftreten. Der Ausweg, den die Natur aus diesem Dilemma im Zuge der Entwicklung gefunden zu haben scheint, ist der genetische Code als molekularbiologische vorübergehende Fixierung von Zuständen lebendiger Entwicklung, welcher entsprechend in jeder Generation mit vergleichsweise niedrigerem Energieaufwand neue Kodierungen erfährt, die der Einführung von neuen Quantenzahlen weitgehend gleichkommen dürften.
Entwicklung ist also der wichtigste Gesichtspunkt dieser neuartigen fraktalen Beschreibung, während Wachstum entsprechend von der nunmehr als klassisch bezeichneten Funktionsmathematik erfasst wird. So gesehen unterliegt die fraktale Beschreibung nicht einer Beschränkung ihres Gültigkeitsbereichs in Raum und Zeit, während diese Schranken in einer Darstellung durch Funktionen unbedingt beachtet werden müssen. Diese Einschränkung ist bislang wohl nur vereinzelt sehr ernst genommen worden und betrifft aber entscheidend die Grundlagen und den Geltungsbereich aller derartigen Beschreibungen. Im wirtschaftlichen Bereich fand dies Niederschlag bei den Empfehlungen des „Klubs von Rom“, ohne damals zwischen Entwicklung und Wachstum klar zu differenzieren.

Kosten von Großprojekten
Zweifel an der weitgehend kritiklos angenommenen Ausbreitung von naturwissenschaftlicher Beschreibung sind zwar immer wieder geäußert worden, zum Beispiel von Fritjof Capra, haben aber keine ungeteilte Anerkennung gefunden. Die relevanten Positionen detailliert zu diskutieren würde hier den Rahmen sprengen. Ein einfacherer Zugang erscheint durch die zuvor aufgeführten Überlegungen möglich. Wir können uns fragen, wo denn der Bereich von Raum und Zeit als Grundlage der klassischen Algebra nicht mehr definiert sein mag, und was man machen könnte, um jenseits solcher Grenzen doch noch zu Erkenntnissen zu kommen. Diese könnten nicht nur sinnvoll sein für abstrakte und für unser Leben ziemlich irrelevante Bereiche, sondern völlig neue praktische und über den menschlichen Bereich hinausgehende Gesichtspunkte deutlich machen.
Die heutigen naturwissenschaftlichen Forschungen streben in für unsere Gesellschaft besonders wichtig erachteten und mit großem Aufwand betriebenen Zweigen immer mehr in Extrembereiche von Raum und Zeit. Das betrifft gleichermaßen die extrem kleinen Elementarteilchen, deren winziges Inneres unserem Verständnis immer weniger zugänglich erscheint, wie auch die extrem großen Galaxien, für deren gewaltige Räume jedoch ähnliches gilt. Ebenso gilt dies für die immer kürzeren Zeiten von noch erfassbaren Energie-Umsetzungen im Bereich der Teilchen, wie auch für die enorm langen Zeiten von mit unvorstellbaren Energieumsetzungen verbundenen Abläufen im Universum. Dabei ergeben sich auch völlig unwahrscheinliche Resultate, wie zum Beispiel, dass die gesamte Welt angeblich in einem relativ winzig kurzen Zeitraum entstanden sein soll oder dass manche Elementarteilchen eine unglaublich lange Lebensdauer haben können. Aus „was“ alles entstanden sein mag oder ob es ein „wann“ vorher gab, sind ebenso im Grunde tabuisierte Fragen wie die anders gerichteten entsprechenden Überlegungen, „was“ am Ende daraus wird und ob man danach noch von einem „wann“ reden könnte. Sie lassen sich nicht beantworten.
Diese Forschungen strapazieren aber die menschliche Gesellschaft im sozialen Bereich in höchst bedenklicher Weise, was meist nur finanziell gemessen wird, aber auch andere Bereiche stark betrifft. Während an manchen Stellen auf unserer Erde grimmige Not und erbitterte Auseinandersetzungen herrschen, werden dort den meisten Menschen gar nicht bewusste Geldmengen verwendet, die im Prinzip höchstgradige Bedenken hervorrufen könnten. Das mag veranlassen, die Akzeptanz solcher nur noch international zu finanzierender Projekte stärker zu hinterfragen, wie zum Beispiel die gigantischen Teilchenbeschleuniger des CERN in Genf oder extrem teure Weltraumunternehmen (Raumfahrt-Stationen und immer größere extraterrestrische Teleskope wie z.B. Hubble).
Über die Rechtfertigung solcher Projekte wäre außerdem ein langer Exkurs möglich, der zum Beispiel den Vergleich mit ebenso fragwürdigen Militärausgaben oder den Sekundärnutzen durch praktisch verwertbare beiläufige Erfindungen einbezieht. Hier soll nur konstatiert werden, dass auch die Naturwissenschaften sicher ihre Grenzen haben, sowohl in Theorie wie auch in der Praxis, so dass die Frage zumindest gestattet und vielleicht sogar sehr wichtig sein sollte, durch was oder wie wir denn zum Erschließen von Bereichen kommen könnten, die möglicherweise jenseits dieser Grenzen liegen.

Evolution 
Das beinhaltet den Fortgang unserer kulturellen Evolution, die im Prinzip mit unserer biologischen Evolution durchaus vergleichbar sein sollte. Der japanische Nobelpreisträger des Jahres 2012, Shinya Yamanaka, hat mit sog. induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS cells) gezeigt, dass Entwicklung auch rückwärts verlaufen kann, womit gemeint ist, dass frühere im Verborgen liegende Entwicklungsschritte ein sinnvoller Ausgangspunkt sein können. In der Natur werden solche Entwicklungen entweder durch zufällige Ereignisse oder unter dem Druck momentaner veränderter Bedingungen eingeleitet. Manch eine mag nur kurzfristig sinnvoll sein und muss unter anderen Verhältnissen zurückgenommen werden. Diese Erkenntnis hat also offensichtlich allgemeinere oder vielleicht sogar völlig allgemeine Bedeutung. Klingt es nicht bekannt, dass wir uns auch selber "manchmal zurücknehmen müssen"?
Als wichtige Vorläufer der Naturwissenschaften, welche bei solch einem als taktisch konzipierbarem Rückgriff infrage kämen, können Religionen und Künste angesehen werden. Diese verschiedenen Disziplinen unterscheiden sich grundsätzlich durch ihre Kategorien der Bewertung. Die von diesen aufgespannten Bereiche könnten wir wohl auch  als humanistische Dimensionen ansehen. Religionen urteilen entsprechend vorzugsweise im moralischen Sinn nach "gut" oder "schlecht". Künste entscheiden entsprechend vorzugsweise im ästhetischen Sinn nach "authentisch" oder "fake" (engl.: nachgemacht; beinhaltet weitgehend, aber nicht völlig die Frage nach "schön" oder "hässlich"). Naturwissenschaften basieren entsprechend vorzugsweise auf logischen Entscheidungen nach "wahr" oder "falsch", was mit dem Begriff der Konsistenz (gesamten Stimmigkeit) zusammenhängt.
Diese Aussagen, insbesondere die auffällige Verwendung des Wortes "vorzugsweise", wurden anfänglich nicht weiter hinterfragt. Nehmen wir als Beispiel "gut" oder "schlecht". Eine Person oder eine Angelegenheit war im früheren Verständnis entweder völlig gut oder völlig schlecht, was mit der groben Symbolisierung durch Engel und Teufel verdeutlicht wurde. Heute sehen wir das als Schwarz-Weiß-Malerei an. Genauso wie es zwischen weiß und schwarz Grautöne und sogar bunte Farben geben kann, akzeptieren wir ähnliche moralische Zwischentöne. Heute gängige Redewendungen wie „Niemand ist perfekt“ oder „In jedem steckt ein kleiner Engel und ein kleiner Teufel“ illustrieren das. Damit verliert aber auch das logische Zwischenwort „oder“ seinen absoluten Charakter und kann im Sinne moderner fuzzy logics mehrwertig sein, womit man sich zu höherer Komplexität hin bewegt.

Fraktale
Wenn wir dieses im Rahmen von Raum und Zeit verstehen wollen, müssen Grenzen unseren Bereich des Verstehens einschränken,- es liegt also buchstäblich ein Rahmen vor. Das bedeutet, dass nur endlich viele und damit diskrete Werte vorliegen können, auch wenn diese vielleicht ununterscheidbar dicht beieinander liegen. Doch diese Werte bilden ein Kontinuum. Akzeptieren wir dagegen eine fraktale Sicht, so liegen die Verhältnisse ganz anders. Es können unendlich viele Werte vorhanden sein. Doch an den Generationsübergängen liegen jeweils als positiv oder negativ verstehbare Singularitäten (zum Beispiel: Geburt und Tod; Schöpfung und Apokalypse; Big Bang und Schwarzes Loch). Es gibt also keine Kontinuität.
Fraktale Darstellung ermöglicht einen nahtlosen Übergang zwischen geordneten und chaotischen Zuständen, ohne dass damit eine Wertung verbunden ist, während rein logische und rein statistische Beschreibungen quasi getrennte Welten sind, in welchen es zum Beispiel zwischen einer Konstruktion und einem Fluss keinen gleitenden Übergang gibt, obwohl in der Natur die Ausgestaltung von Ufern doch offensichtlich wichtig ist. Dieser Übergang zwischen Ordnung und Chaos hat im menschlichen Bereich den Charakter einer Dimension zwischen Kategorien im selben Sinn wie der Übergang von "gut" zu "schlecht?"im moralischen bzw. religiösen Empfinden, ebenso wie zwischen "authentisch" und "fake" in ästhetischer bzw. künstlerischer Auffassung, und wie zwischen "wahr" und "falsch" im analytischen bzw. naturwissenschaftlichen Denken.
Während letzteres in vier dort ebenfalls Dimensionen genannten Raum-Zeit-Koordinaten operiert, können wir entsprechend im geistig-humanistischen Bereich die vier genannten Bereiche zwischen hier bewusst dual genannten Kategorien als Basis akzeptieren mit den ihnen zugeschriebenen positiv verstandenen Qualitäten Güte, Schönheit, Konsistenz und Ordnung bzw. den jeweiligen negativ verstandenen gegenteiligen Qualitäten Übel, Hässlichkeit, Zerfall und Chaos.

Wachstum und Entwicklung
Wachstum entspringt also dem klassischen Denken und beinhaltet Kontinuität und Grenzeinhaltung, während Entwicklung den fraktalen Vorstellungen zugeordnet werden kann und durch Singularitäten und Grenzüberschreitung charakterisiert ist. Die fraktalen Singularitäten kommen den klassisch gesehenen Grenzen gleich, wogegen die fraktale Grenzüberschreitung in der kontinuierlichen, aber durchaus kontrollierten Permeabilität zum Beispiel von biologischen Membranen und von Haut eine Entsprechung findet. Die fraktale Denkweise eröffnet völlig neue Möglichkeiten, die sich wohl noch gar nicht sehr entfaltet haben, aber gewiss bei der jetzigen Diskussion über politische Grenzen berücksichtigt werden sollten.
Wachstum wird in klassischer Algebra durch sogenannte Reihenentwicklungen dargestellt, welche eine Summe von Funktionen mit steigenden Potenzen sind und damit höhere Funktionen wie zum Beispiel die Exponentialfunktion ergeben. Letztere nimmt eine zentrale Rolle bei der Beschreibung von natürlichem Wachstum ein.
Entsprechend können wir uns fragen, welche Entsprechung diese Reihenentwicklungen in fraktaler Beschreibung haben. Die linearen Formeln von Julia (1925) zeigen die Bedeutung von Verzweigungen für Entwicklung. Mandelbrot (1975) hat in die mathematischen Ausdrücke zur Beschreibung der Fraktale quadratische Terme eingeführt. Mit der einfachsten derartigen Formel ergeben sich geometrische Darstellungen, die zweidimensional knospenförmig verzweigt sind, zum Beispiel die bekannten Apfelmännchen, welche man heute problemlos im Internet statisch und in ihrer dynamischen Entwicklung von Generation zu Generation betrachten kann.
Die Grundfunktion dieser Apfelmännchen ist die sogenannte Kardoide, eine herzförmige Figur, deren Inneres mathematisch unzugänglich bleibt, sowohl in statischer Darstellung, der sogenannten Startfunktion, als auch in der dynamischen Weiterentwicklung von Generation zu Generation. Das Innere wird meist schwarz dargestellt und erinnert dabei an ein Schwarzes Loch in der Astronomie oder an das unzugängliche Innere von Elementarteilchen,- möglicherweise nicht ganz zufällig. Es sei besser nicht an mittelalterliche Vorstellungen von einer oft schwarz dargestellten Hölle erinnert.
Durch die Einführung des quadratischen Terms ist es möglich geworden, mit jenen Fraktalen natürliche Oberflächen mit einer erstaunlich niedrigen Zahl von Koeffizienten zu beschreiben, gemessen an der Zahl von Pixeln, welche sonst zur Erfassung von Bildern zum Beispiel auf dem Bildschirm eines heutigen  elektronischen Gerätes benötigt wird. Mit natürlichen Oberflächen sind zum Beispiel Landschaften oder Wolken, aber auch Gesichter gemeint. Doch einzelne Pixel fallen bei der fraktalen Darstellung fort.
Der Übergang zu dieser von fraktaler Darstellung ausgehend beinhaltet also den Verzicht auf für westliche Kultur typische strenge Logik zugunsten der weitaus schnelleren Erfassung von komplexen Zuständen, welche tendenziell fernöstliche Kultur charakterisiert. Indien und Iran sind in dieser Sicht Grenzgebiete. Die oben gemachte begrifflich klare und mathematisch begründbare Trennung zeigt, dass Entwicklung und Wachstum als duale, also verschiedene, jedoch zusammen gehörige Vorgänge verstanden werden können.

Beschreibung durch Potenzreihen
Nicht nur zweidimensionale Oberflächen, sondern auch dreidimensionale Gebilde sollten sich ebenfalls erfassen lassen, wozu es außer der Einführung von quadratischen auch von Termen der dritten Potenz in die fraktalen Formeln bedarf. Die Entwicklung von kugel- oder ellipsenförmigen Körpern erfordert die Hinzunahme eines solchen Terms. Gleichermaßen kommt dabei der Gedanke an Sterne und an Elementarteilchen auf. Im Prinzip könnten unbegrenzt viele höhere Potenzen einbezogen werden. Der Term einer Potenz vierter Ordnung wurde bereits mit einem superfluiden Zustand etwa im Inneren jener Schwarzen Löcher in Zusammenhang gebracht.
Da im Moment keine mathematische Beweisführung möglich ist, scheint ein Spielen mit Hypothesen heuristisch durchaus sinnvoll und sollte nicht als üble Spekulation abgetan werden. Der Zustand einer natürlichen Entwicklung in der jeweils kommenden Generation soll eine solche mathematische Reihenentwicklung des Zustandes in der vorliegenden Generation sein. Diese wäre also eine Summe von Ausdrücken mit steigenden Potenzen, beginnend mit einem konstanten Glied. Letzteres könnte die essentiellen Naturkonstanten und Wirkungen enthalten und damit die Allgegenwart der Naturgesetze erklären oder zumindest beschreiben.
Das Glied erster Ordnung muss einfache Verzweigungen und damit Energie-Dissipation wiedergeben, ein sicher wichtiger typischer Teil in jeder Entwicklung.
Die sich anschließend stellende Frage nach möglicher Selektion in jeder Entwicklung kann nur mit einem Glied zweiter Ordnung geklärt werden, welches zur Teilung fähige Oberflächen beschreibt. Angemerkt sei, dass auch Energie immer durch einen quadratischen Ausdruck wiedergegeben wird, wobei die Maxwellschen Gleichungen im Auge behalten werden sollten.
Gerichtete Selektion und erst damit Lebewesen lassen sich mit einem mindest erforderlichen Glied dritter Ordnung darstellen, womit zum Beispiel als wichtige Grundvoraussetzung Rezeptoren auf gekrümmten Oberflächen beschrieben werden können. Die Entstehung einerseits von Raum und Zeit, andererseits von zunächst als masselos angesehenen Teilchen (Photonen, Neutrinos) und Strahlungen würde als Erweiterung ein Glied mindestens der vierten Ordnung erfordern.
Bei der bislang vom Standardmodell der Theorie der Elementarteilchen in guter Näherung mit Raum und Zeit beschriebenen Entstehung von Kräften ist die Hinzunahme von Gliedern noch höherer Ordnung ausführlich diskutiert worden, welche aber noch spekulativ sind und mit dem Zusammenhang von Elementarteilchen und Schwarzen Löchern zu tun haben könnten.
Entwicklung würde sich im Prinzip also auch durch Potenzreihen  beschreiben lassen, gleichsam invers wie jedes Wachstum. Dieses Verständnis beinhaltet aber ganz wesentlich, dass im Grunde nur rekursive Methoden zur Verfügung stehen, wodurch alles rationale Verständnis der Welt letztendlich eingeschränkt ist.
Interessant erscheint im Moment die Idee, von einer über viele Generationen entwickelten fraktalen Darstellung ausgehend sich auf die Suche nach der bislang unbekannten Startfunktion zu machen. Das bedeutet eine Beschränkung auf rekursive Verfahren und damit die Akzeptanz einer prinzipiellen Einschränkung der Möglichkeiten zur Erkenntnis zumindest auf diesem Weg. Denn das Innere der Startfunktion bleibt so auf jeden Fall unzugänglich. Dieses Innere steht aber in überbrachter Sprache für Geburt und Tod, für Schöpfung und Apokalypse, und für Big Bangs und Schwarze Löcher, welche damit innerhalb des jeweiligen Systems alle unerforschbar bleiben. Im Prinzip handelt es sich immer um ein Henne-Ei-Problem, welches sich nur von außerhalb untersuchen lässt.
Im Bereich des Lebens und speziell besonders im humanistischen Bereich erscheint es höchst sinnvoll, sich vorrangig mit einer klaren begrifflichen Abgrenzung von Entwicklung und Wachstum zu befassen. Diese Fragestellung ist eng verknüpft, aber nicht identisch mit derjenigen nach Evolution und Strukturbildung. Der Vergleich beider Untersuchungswege mag uns zu vereinfachenden neuen Erkenntnissen führen, welche uns vor allem auch Zusammenhänge zwischen den völlig verschieden erscheinenden Betrachtungsweisen von Religion, Kunst sowie Geistes- und Naturwissenschaften leichter verständlich machen könnten.  

Gefährliche Extremismen  
Wichtig erscheint ein Weltbild ohne Extremismen. Generell geht es um Werte zwischen extremen Positionen. Humanistische Aufklärung bedeutet eine nicht unbedingt ungefährliche bewusste Suche nach diesen. Dabei haben sich im menschlichen Leben ebenso wie auch in der gesamten Natur vier durch jeweils zwei als extrem positioniert angesehene Kategorien bestimmte Dimensionen als grundlegend herausgestellt, die den Haupt-Körperteilen zugeordnet werden können, nämlich gut und schlecht als Basis aller Religionen (Moral), authentisch und fake als Basis künstlerischer Betätigung (Schönheit), sowie wahr und falsch im modernen naturwissenschaftlichen Denken (Konsistenz). Die Denkanstöße der neuen fraktalen Begriffsvorstellungen weisen zusätzlich auf die im praktischen Leben völlig ersichtliche Bedeutung des Bereichs zwischen Ordnung und Chaos hin, wo zum Beispiel bei Gesellschaftsformen „law and order“ auf der einen extremen Seite und Anarchie auf der anderen Seite extreme Positionen beschreiben.
Die individuelle und gemeinschaftliche Aufgabe im Leben ist damit eine optimierende Suche nach Positionen zwischen den genannten acht Extremen, die an entsprechende Vorstellungen im traditionellen Buddhismus erinnert oder ihnen mit dem empfohlenen Weg der Mitte sogar nahe kommt, aber nicht einfach mit diesem identisch ist, da auch letzterer nicht von Extremalforderungen völlig frei ist. Extremalforderungen heißen aber im üblichen Sprachgebrauch Fundamentalismus und scheinen in allen etablierten Religionen sehr fragwürdig zu sein.
Wieder und wieder betont werden sollte die Gleichwertigkeit der von den verschiedenen menschlichen Körperteilen Kopf, Oberleib, Unterleib und Extremitäten erfassten Sphären, sprich: Intelligenz und Wahrnehmung, Gefühle und Sympathie, Sex und Macht, sowie Aktivitäten und Erfahrung. Überall scheinen die Dualismen herum zu geistern, welche man durchaus auch wie etwa Hegel als Dialektik verstehen kann. Dualismen scheinen einer dialektischen Sicht zu entsprechen, und Dialektik findet nun ihr Gegenstück in Dualismen. Der wichtigste Punkt aber ist die Einsicht, dass wir an den entscheidenden Punkten unserer Suche nach Verständnis nur mit rekursiven Verfahren weiterkommen, hinter deren Grenzen prinzipiell unerkennbare Bereiche unzugänglich bleiben. Doch sollte diese Methode es erleichtern, in völlig neue und vielleicht sehr nützliche Bereiche jenseits von bisher meist analytisch betriebener Philosophie vorzustoßen, nämlich vor allem ihrem offensichtlichen Gegenstück, einer synthetischen Philosophie mit stärkerer Fokusierung auf praktische Anwendbarkeit und Akzeptanz von nicht rationalen Begriffen. 

Modernität  
Glauben und Religionen sind fragwürdig geworden, weil unsere veränderliche Welt schnelle eigene Anpassung erfordert. Es bleibt aber die Überzeugung, dass die Prinzipien der Natur im wesentlichen einfach sind. Als ein Weg, der uns eben einfach, auf schöne Weise und mit vollem Respekt für unser inneres und äußeres Leben weiterführt, käme Philosophie wohl infrage, scheint jedoch den meisten Menschen eine vielleicht nicht ohne Grund eine zu komplizierte Fachwissenschaft geworden zu sein. Eine populistische, unerlaubt vereinfachende Philosophie wäre aber genauso suspekt. Die Lösung könnte jetzt ein moderner Weg bringen, der sich vor allem auf einem neuen Sinn von Modernität bezieht. Letzterer Begriff muss sich nicht einfach nur auf statiche Zustände aus der kürzlichen Zeit beziehen, sondern kann auch dynamische Prozesse in Entscheidungen widerspiegeln, die damit nicht auf Fixpunkte beschränkt sind.
Wir lassen uns also weniger von großen Glaubenszentralen versorgen, sondern nützen eigene Dynamik nicht nur im Kopf, sondern vielleicht sogar überall in unserem Körper und können damit sowohl fitter als auch genügsamer leben, oder drastischer gesagt weniger ausbeutbar und sicherer in geringerer Abhängigkeit. Das Zusammenwirken von eher statischer Logik und besser ganzheitlich erfassbarer Dynamik kann uns ein viel weiteres Feld von Zusammenhängen zeigen, sowohl im Naturverständnis als auch im menschlichen Bereich.
Wenn wir die beiden bedeutendsten Ergebnisse der Physik vor etwa einem Jahrhundert nehmen und sie jetzt als Basis einer solchen Philosophie nutzen, lässt sich wesentlich vereinfachte Darstellung erreichen. Insbesondere wissen wir einerseits heute, dass Masse und Energie nach der Einstein-Formel (1905) ineinander umgewandelt werden können. Teilchen und Wellen haben andererseits ein duales Wesen, wie von de Broglie (1925) gezeigt wurde. Masse und Energie und auch Teilchen und Wellen bedeuten jedoch praktisch das gleiche, denn Masse besteht aus Teilchen und Energie steckt in Wellen.  Wenn wir also auch duale Existenz von Masse und Energie als axiomatische Basis in Naturphilosophie akzeptieren,  vermeiden wir einerseits das Thema der Schöpfung und müssen andererseits nicht sofort auf Raum und Zeit Bezug nehmen, die nicht ohne Masse und Energie definiert werden können.
Wir können also die Einstein-Formel nicht nur wie bisher als Ergebnis theoretischer Rechnungen akzeptieren, sondern sie auch als Ausgangspunkt für sich neu bildende natur-philosophische Vorstellungen nehmen.  Damit sollten sich erhebliche Vereinfachungen in der Darstellung erreichen lassen, was bereits im Schulunterricht durchaus nützlich  sein kann.

Vier Kulturbereiche
Religion, Kunst, Geistes- und Naturwissenschaften können wir als die vier wichtigsten Bereiche ansehen, in welchen sich der Übergang von der vorgegebenen Natur zu unserem beeinflussbaren Leben in Form von sogenannter Kultur widerspiegelt.
Heute sind wir an einem Punkt angekommen, dass wir scheinbar besser wissen und verstehen, was diese vier einigermaßen klar umgrenzten Bereiche beinhalten, als wir das in allgemeinerer Form über Natur, Leben und Kultur sagen können. Um aber letztere zu umreißen, reicht es gewiss nicht aus, uns auf einzelne dieser vier Bereiche zu beziehen, sondern wir müssen sie gemeinsam und damit auch die Abhängigkeiten und Wechselwirkungen zwischen ihnen betrachten. Das kann weder eine nur fachgebundene noch eine rein statische Aufgabe sein, was durchaus rechtfertigt, insbesondere dynamisch verstandener Philosophie eine größere Rolle zuzubilligen, nachdem diese in einem längeren Zeitabschnitt von den Naturwissenschaften vor allem wegen fehlenden Experimenten eher zurück gedrängt worden war.
Da jeder der vier genannten Kulturbereiche eine Vielzahl von Aspekten beinhaltet, schien es lange unrealistisch, Gemeinsamkeiten für diese in Philosophie finden zu wollen. Zusätzlich wurde das dadurch erschwert, dass die übliche Philosophie sich zumeist auf ein rein rationales Vorgehen beschränkte, während dergleichen in jenen vier Bereichen ursprünglich nicht der Fall war, aber in den heutigen Wissenschaften immer mehr durchgesetzt wurde, zum Beispiel durch Geringschätzung von dynamisch zustande kommender Intuition und Verdammung auch von heuristish motivierter Spekulation. Es scheint also, dass nicht nur das Verhältnis von Natur, Leben und Kultur weiter hinterfragt werden muss, sondern möglichst im Zusammenhang damit auch das Wesen der Philosophie selber vor allem in dynamischer Hinsicht. Das mag uns auch zu einem besseren Verständnis dessen führen, was Dynamik im menschlichen Bereich bewirkt.
Mehrjähriges eigenes Leben in Thailand führte überaus deutlich vor Augen, wie sehr wir als Europäer uns auf den rationalen und damit eher statischen Teil des Lebens beschränken. Logisch zu denken hat bei uns einen viel höheren Stellenwert, so dass wir uns oft völlig unbewusst aus ganzheitlichen Bereichen fernhalten und damit nach subjektivem Eindruck wichtigen Erfahrungen aus dem Weg gehen, welche durchaus den Charakter von naturgemäß dynamischen  Experimenten haben. Gleichzeitig kann man in fernöstlichen Ländern an vielen für Europäer oft unerwarteten Punkten auf philosophische Fragen stoßen, muss aber erstaunt feststellen, dass es in jenen Sprachen überhaupt kein Wort in unserem Sinn für Philosophie und Kultur gibt. Die Europäer beschäftigen sich viel stärker mit statischen Zuständen, während Asiaten ihr Gefühl für dynamische Zusammenhänge schulen. Das wird dort etwa als Tempeldienst umschrieben, während ein Naturwissenschaftler darin Wechselwirkungen sieht. Sollen wir solche Unterschiede nur einfach zur Kenntnis nehmen oder besser unsere eigene Position infrage stellen?
Die Entscheidung für letzteres bildete dieVeranlassung, nicht nur wie in der europäischen Tradition dem Wortsinn entsprechend in Philosophie die Liebe zur Weisheit im Sinne einer Lehre zu sehen, sondern zu fragen, ob etwas weiteres dazu kommen muss, um in neue Bereiche vorstoßen zu können. Etwas anderes hervorbringen,- ist das aber nicht der wörtliche Sinn des Wortes „alternativ“? Damit war zunächst eine als alternativ verstandene Philosophie auf den Plan gerufen worden, welche vollständiger als traditionell möglichst alle Bereiche des Lebens erfassen sollte, ohne jedoch in Esoterik, Glaubensbekenntnisse, Fantastik oder Populismus zu verfallen. Als wesentlicher Punkt wurde mehr und mehr die stärkere Berücksichtigung von Dynamik zusätzlich zur wohl akzeptierten Statik und der damit verbundenen Logik gesehen.
In jedem der weiter oben genannten vier Bereiche kann man einen vorrangig betonten menschlichen dynamischen Aspekt feststellen. Religiosität hebt Moral hervor, also sehr wesentlich die Auseinandersetzung zwischen Rechtschaffenheit und Durchsetzung. Kunst sucht in wohl ähnlichem Maße vor allem Balance (Harmonie) zwischen Echtheit und Fake, Geisteswissenschaften konfrontieren sich stark mit der Deutung der materiellen Welt zwischen Sein (Ontologie) und Entwicklung, und Naturwissenschaften begegnen zunehmend der Komplexität im Konflikt zwischen logischer exakter Wahrheitssuche und statistischer unscharfer Ganzheitlichkeit.   
Vier prominente Kategorien lassen sich also konstatieren, ohne dabei Eindeutigkeit zu verlangen. Die Frage entsteht, ob sich aus diesen vier teilweise gewiss mit einiger Willkür gewählten Kategorien andere möglicherweise wählbare im Prinzip ableiten lassen. Aus den Naturwissenschaften, insbesondere der Mechanik, ist die Beschreibung in vier Dimensionen wohlbekannt, nämlich mit imaginärer Zeit und drei räumlichen Dimensionen. Der Mensch ist aber Teil der Natur und müsste somit ebenfalls im Prinzip mit vier Dimensionen beschreibbar sein.
Die vier eingangs genannten Bereiche, welche in groben Zügen das umreißen, was wir unter Kultur verstehen könnten, haben alle sehr wesentlich die Aufgabe, Beziehungen zwischen der ursprünglich als unveränderlich (statisch) verstandenen Natur und dem jetzt zunehmend stark veränderlichen (dynamischen) menschlichen Leben herzustellen. Diese Trennung zwischen zunächst nur statisch gesehener Natur und mehr dynamisch interpretiertem Leben ist jedoch durch unser heutiges besseres Verständnis der Bedeutung von Komplexität relativiert.    
Geringe Komplexität ist eine Voraussetzung für Logik. Diese ist wiederum eng mit Rationalität verknüpft. Die grundlegenden Verknüpfungen in ihr lassen sich mathematisch auf vier logische Operatoren reduzieren. Hohe Komplexität ist dagegen weitgehend praktisch synonym mit Lebensvorgängen. In diesem Rahmen wird aber Leben nicht nur verstanden als das menschliche Leben oder allenfalls auch noch dasjenige von eher höheren Tieren, sondern umspannt einen viel weiteren und vermutlich unbegrenzten Bereich. Wir dürfen heute auch von Leben fernab vom menschlichen Bereich sprechen, zum Beispiel bei molekularen oder stellaren Abläufen, welche sich ebenfalls regenerativ fortsetzen. Diese Sicht veranlasst uns mehr als zuvor zu Fragen nach dem speziell Menschlichen. 

Dualität  
Mythen haben diese Auseinandersetzung wohl eingeleitet und können geisteswissenschaftlich vor allem als frühe menschliche Auseinandersetzung zwischen materieller und geistiger Welt gesehen werden. In den letzten vergangenen Jahrhunderten mündete diese schließlich in Dialektik zwischen Materialismus und Idealismus. Naturwissenschaftlich ausgedrückt können sie im Wesentlichen als eine Beschreibung dessen verstanden werden, was Leben genannt wird, ohne sogleich definieren zu können, was das eigentlich ist. Die Auseinandersetzung oder Wechselwirkung zwischen äußerer und innerer Welt (Natur und Psyche), die von Homer als Janusköpfigkeit der göttlichen Weisheit bezeichnet wurde, kann in dem modernen Begriff Dualität eine Entsprechung finden. Zwischen den Ausdrücken Dualität und Dialektik lässt sich ein Bezug sehen, wenn man sagt, dass Wechselwirkung zwischen dualen Zuständen stattfindet wie entsprechend Auseinandersetzung zwischen dialektischen Positionen.  
Klassische  Philosophie beschränkt sich in dieser Hinsicht weitgehend auf die rationale Auseinandersetzung zwischen Wahrnehmung und Verarbeitung (cognition and processing), welche ebenfalls dialektisch oder dual verstanden werden kann. Der Begriff der Auseinandersetzung findet in dem naturwissnschaftlichen Ausdruck Wechselwirkung eine Parallele. Die Rationalität lässt sich dabei durchaus weitgehend als ein Kind von archaischen Mythen verstehen und wurde zunehmend gleichsam selbstverständlich dem Kopf zugeordnet.
Zu den anderen menschlichen Körperteilen Oberleib, Unterleib und Extremitäten lassen sich aber ebenfalls in gut vertretbarer Näherung jeweils duale Begriffspaare assoziieren, nämlich Gefühl und Vitalität, Sexualität und Macht, sowie Fortbewegung und Aktivitäten.
In rationaler Philosophie werden meist die als animalisch empfundenen Anteile des Lebens fortgelassen. Durch die damit verbundene Tabuisierung wird eine deutliche Trennbarkeit von statischen und dynamischen Anteilen (Zustände und Prozesse) einfacher bzw. möglich.
Dualität lässt sich hier also zweimal in verschiedener Form konstatieren, zunächst innerhalb der einzelnen dominanten Kulturbereiche und außerdem bezüglich unserer Körperteile, was beide Male insgesamt Vier-Dimensionalität bedeuten kann. Da nur drei Dimensionen real sein können, kam Platon wohl genialerweise bereits zur Empfindung des Imaginären als Schattenwelt.
Dualitäten werden wie in Dialektik aus einem Paar von gegensätzlichen, aber in Beziehung  stehenden Annahmen einer Analysis gebildet, zu welchen aber zusätzliche, zunächst als sekundär akzeptierte weitere Annahmen dazu kommen.
Beispiele können sehr verschieden sein. So lassen sich links und rechts mit einem Maßstab, Null und Eins mit Rechenregeln, Energie und Masse mit der Einstein-Formel, Existenz und Entwicklung mit Wirkungen und vieles mehr als derartige Dualitäten sehen.
Im Prinzip könnte jede der beiden Annahmen durch Aufspaltung in zwei oder mehrere Unterklassen zerlegt werden. Daraus leitet sich eine allgemeine, insbesondere zuerst in der Biologie beobachtete Kladistik ab. Die Äste sind zunächst gleichwertig, und es entsteht ein näherungsweiser, aber nicht streng symmetrischer “Stammbaum”.
In der Quantenphysik zeigte sich jedoch, dass es zum Beispiel durchaus sein kann, dass sich nur ein Ast der jeweiligen Argumente in drei Gabelungen aufspalten kann, während der andere Ast inert bleibt. Letzterer könnte als das Urargument angesehen werden, und er wird sprachlich in manchen Fällen als imaginär bezeichnet.
Die zuerst mit diesem rationalen sprachlichen Konzept bekannt gewordene Annahme war die Vorstellung einer hier bewusst zuerst genannten imaginären Zeit und eines sich drei-dimensional aufspaltenden realen Raums. Dieses erlaubte nicht nur statische Zustände der anfänglichen Mechanik zu beschreiben, sondern darüber hinaus auch daraus folgende Vorstellungen über stetige dynamische Prozesse wie etwa Schwingungen.
In der Spektralanalyse der Atomphysik zeigte sich dann, dass eine Spektrallinie bei zusätzlichen Einflüssen (Spin) in drei Linien aufspalten kann. Die Zusatzannahme wurde in systematischer Beschreibung durch eine weitere Quantenzahl gegeben, eben für den Spin, welche, wie sich bald zeigte und hier nur angemerkt werden soll, auch halbzahlig sein konnte. Mit der Hinzunahme weiterer Quantenzahlen konnten auch weitergehende beobachtete Aufspaltungen von Spektrallinien erfasst werden, und die Verbreiterung dieser Linien erlaubte Rückschlüsse auf zusätzliche Eigenschaften, insbesondere die Geschwindigkeit. Nicht alle Linien waren also scharf, sondern manche verbreitert (fuzzy). Dass dies eine allgemeine Eigenschaft von Theorien über duale Argumente mit Nebeneinflüssen sein könnte, wurde erst in jüngerer Zeit klar und ist wohl konsistent mit Annahmen für fuzzy Logik. 

Systematik 
Eine Systematik entsteht also im Prinzip durch Aufspaltungen von Anfangs-Elementen, welche sowohl kommunikative Argumente als auch physische Einheiten sein können, also in geisteswissenschaftlicher Sprechweise von ideeller oder materieller Art. Zuerst wurde diese Art der Systematik in der biologischen Evolution als leitende Idee benutzt. Alle Pflanzen sollten sich demnach von einer Urpflanze ableiten lassen und alle Tiere, nur zögernd den Menschen einschließend, von einem Urtier. Danach wurde sofort weiter geforscht nach einem Urwesen, von welchem alle Pflanzen und Tiere gemeinsam abstammen, dann nach molekularen Einheiten, welche überhaupt zur Bildung von etwas Lebendigem führten, und schließlich weiter nach organischen Grundsubstanzen, welche als Ausgangsstoffe für diese gedient haben konnten, etwa in der Art von Enzymen.
Berechnungen der Geschwindigkeit, mit welcher solche Entwicklungen statistisch zu erwarten sind, zeigten bald, dass diese nicht in den Zeiträumen stattgefunden haben konnten, welche dafür auf der Erde zur Verfügung standen. Heute verdichten sich die Anzeichen dafür, dass wichtige Grundbausteine mit Meteoriten oder Meteoren aus dem Weltraum auf die Erde gekommen sein müssen.
Systematik hat also im Allgemeinen die Form einer hierarchischen Pyramide, an deren Spitze die leitenden Elemente stehen, also wiederum entweder Einwirkungen oder physische Einheiten. Diese Elemente sollten eine Axiomatik darstellen, von welcher ausgegangen werden kann oder muss. Diese können oder müssen aber nicht bewiesen werden, sondern stellen quasi ein fundamentalistisches Ensemble dar, das so oder auch anders gewählt werden kann und sich sowohl theoretisch als auch praktisch bewähren muss.
Theorie und Praxis können aber auch selber als ein duales Paar verstanden werden und unterliegen denselben Kriterien. Wichtig ist, was die Ausgangselemente sind und welche als Zusatzelemente dazu kommen, um in die anfängliche Statik bei höherer Komplexität schließlich die notwendige Dynamik einzuführen. Geisteswissenschaftlich gesprochen entstehen dadurch aus Zuständen Prozesse.
Nicht nur die biologische Evolution, sondern auch die Entwicklung des Rechts und in jüngster Zeit die Suchmaschinen des Internets sind weitere Beispiele für derartige hierarchische Entwicklungen, für welche eine Axiomatik erwünscht ist. Auch bereits die Einteilung der Ordner in einem Computer oder die Anordnung von Lesezeichen für das Internet in Gruppen und Untergruppen mit weiteren Verzweigungen geben Beispiele für das quasi ubiquitäre Wunsch für solche Kladistiken mit einer derartigen Axiomatik an der Spitze.
In der Naturbeschreibung hat sich jedoch herausgestellt, dass eine vierdimensionale Beschreibung mit einer imaginären und drei realen Dimensionen weitgehend anwendbar und auch ausreichend ist, nämlich zunächst durch das Raum-Zeit-System der modernen Physik.
Da die Lebewesen und insbesondere die Menschen aber Teil der Natur sind, muss aus Gründen der Konsistenz angenommen werden, dass auch menschliche Bereiche, insbesondere solche der Kultur, ebenfalls aus einer als imaginär zu betrachtenden und drei als real anzusehenden Kategorien bestehen müssen, welche Dimensionen “aufspannen”. Der imaginär genannte Anteil wäre dabei als anfänglich allein vorhanden zu  konzipieren, also etwa archaische und vielleicht schon bei Tieren vorhandene Konzepte von Zuständen, welche noch ein statisches Verständnis beinhalten. Daraus entstanden durch Aufspaltung prozessuale Gebiete, die starke eigene Entwicklung beinhalten, also etwa konkret Kunst, Geistes- und Naturwissenschaften. Das klingt zunächst wieder sehr spekulativ, dürfte sich aber schnell und in vielerlei Hinsicht durch Prüfungen der Konsistenz und konsistente Folgerungen erhärten lassen.
Darüber hinaus scheint aber auch der menschliche Körper, der aus der biologischen Evolution hervorgegangen ist, eine entsprechende Einteilung in einen ursprünglichen “imaginären” Teil in Form des Unterleibes aufzuweisen, welcher bei niedrigen Tieren bereits einen Lebenszyklus mit Stoffwechsel und Vermehrung aufrecht erhalten kann, im Prinzip wie bei Einzellern. Nacheinander sind dann erst Extremitäten (bei Einzellern etwa Geißeln), dann ein Kopf und schlussendlich ein Oberkörper mit einem getrennten Bereich für Energieversorgung entstanden (Herz und Lunge). 

Axiomatik 
Vierdimemsionalität scheint also generell ein wichtiger Moment in aller in der Natur vorkommender Systematik zu sein. Dazu muss auch vierdimensionale Axiomatik an der Spitze dieser Kladistik gehören.
Die Einführung von Axiomatik bedeutet zunächst einen rein rationalen Ansatz. Mathematische Axiomatik zur Naturbeschreibung formalisiert duale Wechselwirkung zwischen Operatoren (Quantoren und Verknüpfungen). Axiomatik kann jedoch allgemeiner als ein Kind alternativer Philosophie verstanden werden, wenn zunächst keine Eingrenzung auf Denken und Wahrnehmen erfolgt. Bei Eingrenzung auf Logik sind vier Quantoren (messbare Größen) und vier logische Verknüpfungen erforderlich. Da auch hier nur drei real sein können (z.B. drei räumliche Dimensionen), ist der vierte Operator als imaginär zu betrachten. Als imaginärer Quantor kommt logisch, also bei geringer Komplexität, nur die Generationenfolge infrage, während holistisch, also bei hoher Komplexität, das wahlweise Zeit, Entstehung oder Entwicklung sein können. Während logisch als alleiniger imaginärer Operator die Negation fungiert, kann holistisch der zweite Hauptsatz der Thermodynamik diese Rolle übernehmen.
Alternativ lässt sich sagen, dass das Sein sich entwickelt, oder stattdessen, dass Entwicklung ist (ein Sein hat). Die Beziehung zwischen Sein und Entwicklung erscheint zunächst als dualer Mythos. Modern gesehen kann damit jedoch die Wechselwirkung zwischen Materie und Feldern, also Masse und Energie verstanden werden (Einstein-Formel).  
Zwischen Logik und Holistik muss es im Prinzip einen Übergang in Art einer Dimension geben, welcher kontinuierlich sein kann. Bei höherer Komplexität bricht die Logik zusammen, was sich u.a. in Unschärfe zeigt. Folglich ist man angewiesen auf schrittweise Annäherung an Grenzwerte am Rand des Bereichs, also an etwas Unbekanntes, wie z.B. eine höhere (anfangs noch nicht definierte) Ordnung. Der einfachste Fall ist das Verlassen von linearen Systemen bei Einführung von quadratischen Termen. Wenn die Erde nicht mehr als flache Scheibe verstanden wird, müssen quadratische Terme hinzukommen, also zunächst einmal Kreise.
Rekursion als zyklische Annäherung muss sich jedoch nicht, einem häufigen Missverständnis folgend, in einem Kreis bewegen, sondern kann sich auch als Spirale oder wandernde Ellipse an etwas Unbekanntes annähern (entsprechend den Bahnen von Planeten eines Sterns). Verursachende Störungen können aber dann und nur dann möglich sein, falls es sich um ein nicht abgeschlossenes (zumindest in Teilen offenes) System handelt. Derartige Rekursion geht über Logik hinaus, welche somit allgemeiner als ein nicht abgeschlossenes System  gesehen werden kann, als dessen Außenbereich Holistik einbezogen wird. Logik und Holistik lassen sich demnach dual verstehen. Im Rahmen alternativer Philosophie, jedoch nicht logisch begründbar, sollte es erlaubt sein, Weisheit als Oberbegriff für Logik und Holistik zusammen zu verstehen.

Regeln 
Ist das gesamte Leben nur ein Spiel? Dieser Satz scheint höchst philosophisch zu sein, denn jedes einzelne Wort in ihm kann in vielerlei Hinsicht hinterfragt werden und führt außerdem und innerdem noch zu weiteren Möglichkeiten, in Geheimnisse einzudringen, welche neugierige Lebensforscher in ähnlich vielerlei Hinsicht reizen mögen. Sollten wir vielleicht zuerst das Vokabular klären, dann nach den Regeln schauen und uns schlussendlich nach dem orientieren, was dahinter steckt oder vielleicht auch daraus folgt? Oder geht es nur um hier und jetzt?
Die Mehrzahl der Menschen kümmert sich wenig um das, was hinter den Regeln eines Spiels oder schlicht und einfach auch des Lebens steckt. Die Regeln scheinen vorgegeben zu sein, also sowieso nicht veränderbar, und somit dürfte es wie unnötiger Zeitvertreib ausschauen, sich darum zu kümmern. Die Regeln scheinen äußerst kompliziert zu sein und werden deshalb der Kaste der Priester und Professoren als Futter überlassen.
Doch die Annahme, dass es dabei ausschließlich um Köpfchen geht, hat sich zum Beispiel bei Raben noch nicht durchgesetzt. Diese halten sich arroganterweise für die intelligentesten aller Vögel, fühlen sich gleichermaßen den großen Kondoren und den kleinen Kolibris überlegen, und ganz besonders auch den Menschen, die überhaupt nicht fliegen können.
Die Regeln haben also etwas mit Intelligenz zu tun, aber nicht nur mit Köpfchen. Geht es vor allem um Schnelligkeit? Gewiss haben die Raben großes Tempo vorzuweisen. Doch kaum ein Mensch denkt oder fühlt mit, was jene des Nachts tun. Sie verkriechen sich, sind faul und vögeln eben, was sehr wesentlich sein dürfte. Doch sie sind auch Künstler, ja, Flugkünstler.
Geht es bei den Raben wie bei Buddha einfach um einen Mittleren Weg zwischen höchst beweglich oder faul etwa in der Mitte, und zwischen Künstler oder vögeln? Ähnlich suchen sie aber auch kommunikative Kompromisse zwischen näheren und ferneren Orten für ihren Lebensunterhalt, und materielle zwischen leckerer Nahrung und notfalls auch demjenigen, was die Menschen abfällig als Aas bezeichnen. Ob diese anderen Zweibeiner auch ein vergleichbar gutes Gedächtnis- und Antikörpersystem haben?
Anpassungsfähigkeit ist also von größter Wichtigkeit. Widerspricht das aber nicht fixierten Regeln in einem Spiel? Es bleibt eigentlich nur die Folgerung, dass es um die Entwicklung von Regeln für Regeln geht, also wieder einmal um ein Metasystem, ein System, das sich selber entwickelt.
Fixierte Regeln wie in einem Schachspiel werden folglich als wenig lebenstauglich angesehen. Computerspiele können dagegen laufend weiter entwickelt werden. Sie passen sich dem Markt an. Ist der Markt so etwas wie das Leben?
Programmierer wissen genau, dass zunächst eine Umgebung definiert werden muss und sodann die eigentlichen Regeln folgen. Sie treffen damit Sprachregelungen, ohne welche keine Regeln aufgestellt werden können. Philosophen haben aber oft bereits festgelegte Sprachregelungen, reden von Ontologie, vom Sein, von Zuständen, von Statik, und kümmern sich relativ wenig um ihre Umgebung. Erst in jüngster Zeit wird die Abhängigkeit von der Sprache weiter deutlich, und auch die andere Seite des Lebens, der Welt, von Gott und den Menschen wird wirklich bewusst, dass nämlich alles fließt, sich entwickelt, ein Prozess ist und damit Dynamik.
Entsprechende Sprachregelungen tauchen nun auch wie Phoenix aus der Asche für die Regeln selber auf und könnten aufschlussreich sein,- Begriffe wie Instinkt, Tabu, Gesetz, Axiomatik. Alle werden für interessant erklärt, doch die eigentliche spannende Frage ist diejenige nach dem nächsten Schritt. Ist das Selbstorganisation, das Wesen von sofort auf den Plan gerufener Metaaxiomatik? Kommen wir damit wieder bei den angeblichen Anfängen der Natur an und gleichzeitig an ihrem Ende? Der Rabe bittet um Entschuldigung für den Gebrauch des Wortes “gleichzeitig”, welcher natürlich imaginär ist.

Dimensionen 
Vier-Dimensionalität 
Menschliches Verstehen, sowohl das nach außen gerichtete als auch dessen, was der Mensch selber ist, scheint sich also unter Beschränkung auf vier Katagorien verstehen lassen, welche zwischen Dualitäten als Extrempositionen vier Dimensionen aufspannen. Damit sich aus Dualität nicht einfach wieder Dualität ergibt, muss Asymmetrie ins Spiel kommen. Als einfachste asymmetrische Annahme könnte eine erste Dimension noch ohne die Eigenschaft der Dualität angenommen werden, die unumkehrbar sein muss, was gleichbedeutend wie die Bezeichnung “imaginär” wäre. Logisch könnte sie, wie bereits gesagt, als die Negation interpretiert werden, holistisch dagegen als  der Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik, welcher als reiner Erfahrungssatz nicht bewiesen werden kann. Die anderen drei Kategorien bzw. die von ihnen aufgespannten Dimensionen müssen dann notwendigerweise umkehrbar sein  und werden real genannt.
Vier-Dimensionalität beinhaltet also in klassischer mathematischer Beschreibung, vor allem der Physik der Mechanik, imaginär die Zeit (Entstehen und Vergehen), real dagegen drei räumliche Koordinaten (jeweils positiv und negativ). In der sich entwickelnden Natur können darunter entsprechend imaginär die Energie, real dagegen drei teilweise immer noch nicht gesicherte Formen von Masse (“normale” Materie, dunkle Materie und dunkle Energie) verstanden werden. Im Leben können imaginär anstelle der physikalischen Zeit Generationen (Geburt und Tod) und real anstelle des physikalischen Raumes drei Lebensbereiche (tägliches Leben, Introvertiertheit und Extrovertiertheit) zunächst allgemein konzipiert werden. In der Kultur ließen sich darunter imaginär Durchsetzung und real die drei Bereiche Unternehmen (Ökonomie), Lebenserhalt (Ökologie) und Kontrolle (Rationalität) subsummieren.
Zunächst als Illustration gemeint lassen sich auch in wesentlichen Grundbestandteilen unseres Lebens jeweils ein imaginärer und drei reale Bereiche konstatieren. Wasser beinhaltet Superfluidität, welche vielleicht einen Beitrag zum Begriff des “Imaginären” liefern könnte, und die drei durchaus real verständlichen Phasen fest, flüssig und gasförmig. Der menschliche Körper beinhaltet den imaginären Bereich im Unterleib (Liebe bzw. Anziehung und Sex bzw. Vermehrung) und drei reale Bereiche, nämlich in evolutionärerv Reihenfolge die Extremitäten (Bewegung und Aktivitäten), den Kopf (Wahrnehmung und Verarbeitung) und den Oberleib (Gefühl und Fitness). Dies mag zunächst einen unwissenschaftlichen Eindruck machen, enthält aber mit einiger Wahrscheinlichkeit doch bedenkenswerte und begründbare Ideen. 

Wechselwirkung und Rekursion 
(Wahrheit und Dichtung) 

Leben entsteht,
die Zeit vergeht,
der Tod tut not,
Not ist auch Leben. 

Von Statik zu Dynamik 
Rekursion scheint generell noch ein weithin unterschätztes Verfahren nicht nur in manchen mathematischen Bereichen, sondern auch dafür zu sein, um zu tieferem Verständnis von gemeinhin eher als selbstverständlich gehaltenen Begriffen wie etwa Leben zu kommen. Dies wird deutlich, wenn wir fragen, ob wir von Leben reden können in der Makrowelt (bezogen auf die Erde oder das Sonnensystem oder eine Galaxie) oder ebenso in der Mikrowelt (bewegliche Moleküle, Atome oder Elementarteilchen, welche quantenmechanisch bereits als Wechselwirkung zwischen Partikeln und Feldern verstanden werden).  Dies kommt auch in historischen Kontroversen zum Ausdruck, ob „das“ Leben entstanden sei oder sich entwickelt habe. So wird der Ontologie eine Philosophie der Entwicklung entgegen gesetzt, was de facto dem Begriff der Rekursion eine zentrale Bedeutung gibt. Entstehung und Entwicklung können so auch als zueinander duale Begriffe verstanden werden. Dies mag ähnlich auch für andere derartige oft unreflektiert akzeptierte Begriffe wie z.B. Freiheit gelten.
In der klassischen Wissenschaftstheorie sagt man, eine Ursache bewirke ein Ergebnis, welches als Wirkung genommen wird.. Als wesentlicher Mangel der klassischen Formulierung erscheinen die meist unzureichenden Definitionen der verwendeten Ausdrücke. Insbesondere durch die neue Theorie der Fraktale setzt sich stattdessen die mit der Mathematik konsistente Formulierung immer mehr durch, dass man sagt, ein Zustand in einer Generation n+1 sei eine Funktion eines Zustandes in einer Generation n. Damit ergibt sich eine zwar nur scheinbar einfache funktionale Verknüpfung von Prozessen mit Zuständen, welche aber zwingend eine Singularität enthält (z.B. Geburt und Tod) und damit entscheidend über die klassische Funktionsmathematik hinausgeht:
       f(n+1) = a + b * f (n)
welche zwar auch Singularitäten beschreiben kann, jedoch ihre eigentliche Bedeutung nicht zu erfassen scheint.
Der Begriff der Wirkung schließt also zwingend den Übergang von einer Generation auf die folgende ein, wie auch immer eine derartige Generation verstanden sei. Im einfachsten und alltäglichen Fall wird dabei von der Zeit ausgegangen, was jedoch fälschlich Kontinuität suggerieren kann.
Wegen besagter Singularität ist der Übergang von statischer Zustandsbeschreibung zu dynamischer Prozessbeschreibung zwangsläufig Bewusstseins-erweiternd, wie z.B. der Übergang vom Bild einer flachen Erde zur Vorstellung der Erde als Kugel. Allgemeiner lassen sich die Quadratur des Kreises und ähnlich z.B. auch die Frage, ob zuerst das Huhn oder das Ei entstanden sei, nur durch die Hinzunahme eines Außenbereichs erfassen, d.h. in einem nicht abgeschlossenen System, welches Störungen von außen beinhaltet.
Solche Singularitäten und zuvor unbewusste Einflüsse von außen einschließende Übergänge werden im Prinzip von dem 1962 von Thomas S. Kuhn geprägten Ausdruck Paradigmawechsel erfasst.

Alternative Philosophie
ist auf den ersten Blick vage definiert und primitiv und hat nichts zum Lernen anzubieten. Es besteht die Gefahr, dass Hochschul-Philosophen damit verhungern. In dieser Hinsicht und nicht zufällig ähnelt sie minimaler Musik. Vielleicht gefällt das nicht, obwohl es keine Verachtung für irgendeine Art von so genannter klassischer Musik einschließlich gregorianischem Gesang bedeutet, welcher sogar kreativ verwendet wird. Dasselbe gilt für alternative Philosophie, die auch bereits als Minimal-Philosophie bezeichnet wurde. Doch dadurch wird es noch schwieriger sein, ihre einfache Art als Schönheit deutlich zu machen für zumeist hochspezialisierte Fachleute von fragwürdig weithin akzeptierter Peer-Review.
Das neue geliebte Kind liebt seinerseits Homer genauso, wie Minimal Music jenen Gregorius gerne annimmt. Beide waren irgendwie Mönche, aber beide nur zu etwa fünfzig Prozent, denn sie hielten sich auch an einen damals schon heimlich akzeptierten Mittleren Weg, der in der Glaubensdoktrin nicht vorgesehen war.
Aber wir sollten einen wesentlichen oben erwähnten Punkt nicht übersehen. Sie können nicht oder besser gesagt, es ist wohl überhaupt nicht möglich, eine derartige Mini-Philosophie zu lernen. Der Grund ist regelmäßigen Hörern von Minimal-Musik völlig klar. Sie haben wohl bemerkt, dass in jenen Kreationen scheinbar wenig passiert. Aber in einem zweiten Durchlauf kann man bemerken, dass es in einer solchen Musik von anerkannt guter Qualität fast nie zwei gleiche Takte gibt.
Kontinuierliche Variation macht ein Lernen praktisch unmöglich. Hier bekommt Lernen eine andere Bedeutung, die viel mehr als nur rationale Wahrnehmung und Verarbeitung umfasst. Es ist Musik, die vom ganzen Körper und für den ganzen Körper gemacht wird, also zumindest zum Tanzen und zum Ausdrücken von Gefühlen und sicherlich auch zum Liebe machen gut geeignet ist, wobei Denken, Verdauung, Bewegung und sogar Arbeit nicht ausgeschlossen sind. Vorsicht! Solche Arbeit könnte Spaß und Freude machen. Wichtig ist in jedem Fall die langsame, aber zugegebenermaßen nie vollständig mögliche Annäherung an etwas Unbekanntes mit eben jener Rekursion.

Philosophie und Meditation
Diese andere Bedeutung von Lernen wird offensichtlich mehr von Meditation als von Philosophie erfasst, welche ihrerseits vor allem Verstehen sucht. Das stellt erneut die bis heute ungelöste Frage nach der Möglichkeit von universellen Definitionen für diese beiden Begriffe, welche sehr von lokalen Kulturen abhängen. Die betonte Rationalität der westlichen Philosophien und andererseits das weitgehende Fehlen von Rationalität in den meist aus östlichen Kulturen stammenden Meditationen machen dies sofort deutlich.
Es lässt sich jeweils eine nicht unerhebliche, aber doch klar begrenzte Anzahl sowohl von Philosophien und auch von Meditationen feststellen. In den vorhergehenden Abschnitten wurden die vierdimensionale Struktur und die dualen Extremwerte der einzelnen Dimensionen bzw. die vermutlich notwendigen und aber auch ausreichenden vier Kategorien mit der ihnen je eigenen Dialektik hervorgehoben. Das bedeutet insgesamt jeweils acht Bereiche und zwar durchaus ebenfalls sowohl bei den Arten von Philosophie als auch von Meditation.
Der entscheidende Unterschied von Philosophie und Meditation deckt sich dabei in fast erstaunlichem, aber bislang wenig zur Kenntnis genommenen Maß mit dem Unterschied zwischen Theorie und Praxis, was de facto viel einfachere Definitionen für diese Begriffe quasi mitliefert, auf welche sich zu einigen durchaus unabhängig von einzelnen Kulturen möglich ist. Bemerkenswert bleibt die Tatsache, dass bereits der historische Buddhismus mit seinem Achtfachen Weg ein solches Gespür zu haben schien.
Zunächst lässt sich so gleichsam auflisten, dass man sowohl jeweils eine Art von Philosophie als auch eine Art von Meditation konzipieren kann für die sowohl dual wie auch dialektisch verständlichen Paare Wahrnehmung (cognition) und Prozessdenken (processing), für Fühlen und Körperenergie (fitness), für Sex (Tantra) und Moral (Macht), und schließlich für Aktivitäten (Beruf etc.) und Fortbewegung (Forschung und Reisen). Diese acht Arten lassen sich einerseits vier nicht unbedingt eindeutig festgelegten Kulturbereichen zuordnen und andererseits den menschlichen Körperteilen. 
Philosophie und Meditation können demnach auch als ein duales bzw. dialektisch verständliches Paar gesehen werden, was ganz neue Möglichkeiten zur Einsicht vermittelt. Ebenso lassen sich entsprechend Theorie und Praxis als ein zusammen gehöriges duales oder cum granu salis dialektisches Paar verstehen. Nicht eventueller Streit über die Definitionen dieser Begriffe ist dabei wichtig, sondern vor allem die damit involvierte Behauptung, welche sogar den Charakter einer kaum widerlegbaren Feststellung hat, dass es generell nicht auf einseitige extreme Positionen ankommt, sondern der Zwischenbereich sondiert werden muss. Das bedeutet, dass weder ausschließliche Philosophie noch ausschließliche Meditation uns weiterführen mögen, sondern eben ein immer neu zu bestimmender und in diesem Sinn als dynamisch und modern verstandener mittlerer Weg zwischen beiden.

Problem- und Konfliktlösung
Konflikte im Leben lassen sich demnach im allgemeinen besser nicht nur durch Philosophie oder nur durch Meditation lösen, sondern bedürfen, locker gesagt, einer Mischung von beidem. Genauso bringen einseitige Theorie ebenso wie ausschließliche Praxis keine Konfliktlösung. Derartige Unausgewogenheit dürfte vielmehr Ursache von Gewalttätigkeit bis hin zu kriegerischen Auseinandersetzungen sein. Wir müssen lernen, uns in den Zwischenbereichen zu orientieren. Das kann die klassische Philiosophie alleine nicht, sondern nur eine vor allem durch Meditation erweiterte modernere alternative Philosophie, womit also nicht einfach eine vage neue Form von Philosophie gemeint ist, sondern die voll im Leben stehenden Zwischenbereiche.
Immer wieder wurde der klassischen Philosophie vor allem von naturwissenschaftlicher Seite das Fehlen von Experimenten vorgeworfen. Meditation kann tatsächlich den Charakter von derartigen Experimenten haben. Reproduzierbarkeit ist jedoch bei der hohen im Leben existierenden Komplexität nur näherungsweise möglich. Doch auch die Naturwissenschaften selbst haben sich inzwischen mit dem Vorkommen von Unschärfe abfinden müssen. Nur in abgeschlossenen Systemen mit einer beschränkten Zahl von Komponenten gilt strenge Logik und damit völlige Reproduzierbarkeit. Das schließt nicht aus, dass auch statistische Ergebnise reproduzierbar sein können, aber eben nicht beliebig streng. Kleinste Störungen können bereits neue Entwicklung ingang setzen.
Für das Verhältnis von Theorie und Praxis gelten ähnliche Betrachtungen, nur dass es hier im Allgemeinen nicht einfach um aufgabenartige Probleme im individuellen Leben handelt, sondern darüber hinausgehend vor allem um potenziell gefährliche gesellschaftliche Konflikte. Statt um begrenzte persönliche Probleme geht es hier um massive Macht und Gewalt. Die Verhinderung und Verhütung von jeglicher lebensbedrohender Gewalt ist das Kernanliegen aller modernen und damit auch hier dynamisch verstandenen Gesellschaftsformen. Ideologien sind reine Theorie und Diktatur ist reine Praxis. Beide führen nicht zum Ziel, sondern nur ein derartiger ausgewogener Mittlerer Weg. Die im ersten Moment wie eine Mantra klingende Wiederholung dieses Begriffs soll jedoch nicht abschrecken, sondern die Wichtigkeit eigenen Abwägens zwischen Theorie und Praxis betonen, aus welchem sich schlussendlich auch die Kompromissfähigkeit einer ganzen  Gesellschaft ergibt. Wir müssen also vor allem diese Bereiche zwischen Theorie und Praxis fördern, wo praktisch überall große Defizite bestehen, sowohl im eigenen persönlichen Leben wie auch in jeglichen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen. Hier zu investieren dürfte die bestmögliche Verhinderung von schlimmer Gewalt und damit die beste Förderung von Konfliktlösung sein. Miteinander abzuwägen und Kompromisse zu finden mag dabei weitgehend dasselbe bedeuten. 

Sein und Entwicklung
Bekannte Schlagworte der klassischen Philosophie können in der vorgeschlagenen alternativen Philosophie als einseitige Positionen genommen werden, zwischen welchen wir ebenfalls abwägend Stellung beziehen möchten. Mit diesen philosophischen Grundbegriffen wird versucht, sowohl Situationen als auch Kenntnisse möglichst einfach und auch allgemein-gültig zu erfassen.
Situationen können wir weitgehend als einen umgangssprachlichen Ausdruck für das Sein verstehen. Sie betreffen zunächst vorwiegend die Praxis, welche tendenziell synthetisch ausgerichtet ist. Kenntnisse beschreiben entsprechend umgangssprachlich in stärkerem Maße Entwicklung. Diese lassen sich entsprechend zunächst vorwiegend der Theorie zuordnen und sind tendenziell analytisch ausgerichtet.
Struktur ist in allen eben genannten Bereichen der wohl am meisten verwendete allgemeine bzw. übergreifende Grundbegriff für Zusammenhänge. Der Begriff lässt sich anwenden sowohl für Situationen als auch für Kenntnisse und somit in philosophisch erweiterter  Sprechweise für Sein und Entwicklung. Er lässt sich sowohl für praktische Synthese als auch für theoretische Analyse verwenden, hat jedoch gegenüber den definierbaren Begriffen Situation und Kenntnis eine zusätzliche Dimension. Es liegt nahe, unter Situation und Kenntnis drei-dimensionale reale Begriffe zu verstehen und besagte zusätzliche Dimension von Strukturen als imaginär einzuordnen. Situationen werden drei-dimensional durch die euklidische (Vektor-)Geometrie dargestellt und Kenntnisse werden entsprechend klassisch durch funktionale (algebraische) Abhängigkeiten beschrieben. Strukturen,- man denke an natürliche Strukturen wie Gesichter, Wolken oder Flüsse,- umfassen jedoch mehr und lassen sich nur näherungsweise bzw. ausschnittsweise durch Situationen oder Kenntnisse erfassen. Die zusätzliche vierte Dimension charakterisiert also Strukturen und macht sie aber undefinierbar. Strukturen lassen sich in allgemeiner Form nur rekursiv erfassen, haben zwangsläufig dynamischen Charakter und können in diesem Sinn als modern verstanden werden.
Militär- und Business-Strategen haben sich für Strukturen interessiert, und insbesondere John A. Warden gliederte diesen Begriff in fünf Teile,- Führung, Prozess, Infrastruktur, Elemente und Wirkung, welche in der hier verwendeten Sprechweise als fünf Dimensionen (bzw. Kategorien) verstanden werden müssten.
Generelle Vier-Dimensionalität wurde aber auf zwei völlig verschiedene Arten sehr wahrscheinlich gemacht, nämlich sowohl durch Zuordnung zu den aus der biologischen Evolution folgenden menschlichen Körperteilen als auch zu den aus der geistigen Evolution folgenden Kulturbereichen. Daher ist mit ebenso hoher Wahrscheinlichkeit zu vermuten, dass der Begriff der Struktur ebenfalls vier-dimensional sein muss. Die Zahl der Anteile kann jedoch einfach auf vier reduziert werden durch Annahme eines Leitprozesses, also indem wir für Führung und Prozess keine Trennung annehmen. Damit werden Aussagen über einen Gott oder Führer vermieden.
Strukturen liegen sowohl kultartigen als auch innovativen Konzepten zugrunde, also gleichermaßen vielen ganz verschiedenen Bereichen wie u.a. etwa Religion, Philosophie, Business oder gar Kampf. Für jeden Bereich erfolgt eine eigene Zuordnung, was im betreffenden aktuellen Fall unter Leitprozess, Infrastruktur, Elementen und Wirkungen verstanden wird. Das kann und soll hier nicht im Einzelnen ausgeführt werden. Insbesondere haben kultartige Konzepte statischen Charakter und entsprechen einem Zustandsdenken, während innovative Konzepte Dynamik meinen und von Prozessdenken ausgehen. Wichtig scheint jedoch, dass mit besagtem Denken nicht nur lineare, sondern auch netzwerkartige Prozesse gemeint sind und außerdem auch Vorgänge, welche über ausschließliches Denken im eigentlichen Sinn hinausgehen, also Einflüsse aus gefühlsmäßigen, animalischen und aus Aktivitäten folgenden Bereichen. Nur wirklich rein theoretische Systeme können dabei im strengen Sinn als geschlossen angenommen werden, für alle übrigen kann das nicht gezeigt werden. Dynamische Prozesse (und damit alle innovativen Prozesse) sind in einfachen Fällen stetig und kommen statischen Beschreibungen noch nahe, können jedoch auch mögliche Sprungstellen einschließen (Diskontinuitäten, Singularitäten, Unterbrechungen), was immense Bedeutung im politischen Bereich haben kann. 

Spezialisierung und Vielseitigkeit 
Statische Situationen sind ihrem Wesen nach festgelegt auf einen Leitprozess und haben damit kultartigen Charakter. Diese Festlegung kann im Prinzip auf nahezu Beliebiges erfolgen, und zwar sowohl auf Bereiche der Natur als auch auf menschliche Bereiche (teilweise bereits bei höheren Tieren). Im Falle der Natur leiten sich daraus gleichermaßen bei Menschen wie bei Tieren räumliche, also Territorialansprüche her. In den menschlichen Bereichen lassen sich entsprechende Ansprüche feststellen sowohl in allen Teilen, die sich den vier verschiedenen Körperteilen und ebenso auch den erwähnten verschiedenen Kulturbereichen zuordnen lassen.
Territorialansprüche lassen sich besser durch Zusammenschlüsse durchsetzen, was zu Herden oder Gesellschaftsbildungen führt. Die damit verbundene Spezialisierung entstand aber in den anfänglichen Naturbedingungen und kann sich unter jenen statischen Verhältnissen nicht schnell an Veränderungen anpassen. Bei letzteren haben jedoch ungebundene Lebewesen, zu welchen Raubtiere, Jäger und auch moderne Notebook-Nomaden gehören, größere Chancen. Diese haben instinktiv oder durch Einsicht einen stärkeren oder sogar nahezu vollständigen dynamischen Anteil, der im Gruppen- oder gesellschaftlichem Zusammenhalt aber eher von zweifelhaftem Wert ist. Fragwürdig erscheinen insbesondere Extremfälle, also rein statisch oder rein dynamisch zu verstehende Fälle. Solche Individuen sind entweder fest eingefügt bzw. unfrei und im Wesentlichen einem einzigen Ziel untergeordnet, oder anderenfalls völlig ungebunden und damit verantwortungslos. Ist es an dieser Stelle wieder angebracht, einen modernen Mittleren Weg zu verlangen, welcher dauernde eigene kleine Kurskorrekturen und Bereitschaft für Kompromisse erfordert?
In dynamischen Verhältnissen sind jedoch immer mögliche Singularitäten der kritische Punkt. In statischen Verhältnissen wird niemand von solchen Problemen geplagt, weil sie dort zwangsläufig nicht vorgesehen sein können. Doch was können Individuen in dynamischen Verhältnissen tun, um damit klar zu kommen?
Im Leben kommen laufend Singularitäten vor in Form von Geburt und Tod, von Neugründungen und Pleiten, voo neu entstehenden Territorien und anderen, welche verschwinden. Damit müssen wir umgehen lernen, was zugegebenermaßen nie vollständig möglich sein wird. Darf aber noch einmal das ungern gesehene Wort Rekursion erwähnt werden? 

Modernes Recht
Festzulegen, was in einem Bereich als Recht gilt, scheint heute ein Grundrecht jedes Landes zu sein. Das wird militärisch und strafrechtlich auf oft nicht gerade zimperliche Weise abgesichert, und wer damit nicht einverstanden ist oder dagegen verstößt, wird abgeurteilt und „aus dem Spiel gebracht“, sei es wiederum mit militärischen oder mit strafrechtlichen Methoden.
Dieses Verfahren ist absolut menschlich in dem Sinne, dass es im Grunde gegen Naturrecht verstößt, indem z.B. die Tiere praktisch ignoriert werden. Es geht auf archaische, nach modernen Gesichtspunkten wenig zu rechtfertigende Grundsätze zurück, in der westlichen Welt vor allem auf römisches Recht. Das Naturrecht beruht dagegen nach heutigen Gesichtspunkten vor allem auf einer Mischung von Darwinismus mit Elementen, die wir grob als Moral bezeichnen können und aber in gewisser Form auch schon in Tierpopulationen existieren, z.B. Schutz der Verwandtschaft und Unterstützung von für wichtig erachteten Lebensbereichen.
Diese als höchst fragwürdig anzusehenden rechtlichen Zustände zu ändern könnte und sollte durchaus Aufgabe einer vereinfachten modernen und in diesem Sinne alternativen Philosophie sein, die einerseits als allgemein verständlich und andererseits als Grundlage für die oben erwähnten derartigen Festlegungen anerkannt werden kann.
Als wichtigste Basise einer solchen Philosophie wird also die Dualität von Sein und Entwicklung herausgestellt. Es handelt sich nicht wie früher um Glaubensgrundsätze, sondern Ergebnisse von Erkenntnissen, welche allgemein und nicht nur im Rahmen von religiösen Identifikationen als verbindlich angesehen werden können. Will man daraus eine neue Rechtsgrundlage schaffen, so muss auf jeden Fall sowohl von einem Recht auf Sein und einem Recht auf Entwicklung ausgegangen werden. Diese beiden Rechte müssten als gleichwertige Pfeiler einer neuen Rechtsprechung anerkannt werden, was einschließt, dass  die gegenseitige Anpassung der  beiden Arten von derart verstandenem Grundrecht ein primärer und absolut Vorrang habender Grundsatz moderner Rechtssprechung sein müsste.


Erneute Säkularisierung  
An der Ursache der weitaus größten Zahl der aktuell die Weltpolitik und auch das private Zusammenleben von Bevölkerungen erschütternden Ereignisse des aktuellen Geschehens, wie es sich in den grimmigen täglichen Nachrichten spiegelt, sind maßgeblich religiöse Gemeinschaften aller Schattierungen beteiligt. Sie dienen im Wesentlichen lokalen Identifikationen und unternehmen praktisch nichts gegen die fast unsichtbar bleibenden gewaltigen Waffenproduktionen und den damit verbundenen Handel, sondern stehen an vielen Stellen sogar dahinter. Dies sollte endlich zur durchgängigen Erkenntnis beitragen, dass sämtliche etablierte Religionen als Teilhaber in der Machtpolitik ausgedient haben und so schnell wie möglich aus dem poltischen Geschäft ausgeschaltet werden sollten.
Das befürchtete Vakuum an ihrer Stelle könnte übernommen werden von modernisierter Philosophie, welche nicht auf rationale Denkvereine beschränkt werden bleibt, obwohl gegen eine rationale Philosophie nichts einzuwenden ist. Doch sie reicht nicht aus und muss dringend durch weitere Anteile erweitert werden, welche im Grunde z.B. in der unsprünglichen griechischen Philosophie vorhanden waren und dann aber Stück für Stück auf oft sehr undurchsichtige und sogar hinterhältige Weise ausgeschaltet wurden. Insbesondere die Sexfeindlichkeit, welche Religionen zur Unterstützung ihrer eigenen Machtansprüche fast regelmäßig entfalteten, spielt dabei eine wichtige Rolle, ebenso die meist sehr rücksichtslose Tierhaltung, welche quasi nie vom Respekt vor dem Leben anderer Lebewesen geleitet ist.
Eine frische Welle von Säkularisierung, durchaus im Stile von Lessings Zeiten und Ideen, aber grundlegend erneuert und modernisiert, erscheint zwingend notwendig. Religiösität ist gewiss nichts schädliches und sollte heute genauso wie etwa von Lessings „Nathan dem Weisen“ gefördert werden. Doch wo gibt es eine solche von Machtansprüchen getrennte Religiösität? Man kann sie wie Stecknadelköpfe suchen. Überall treten sofort religiöse Vertreter in Machtpositionen auf und stellen diese oder jene Forderungen, ohne dass das Bewuisstsein gefördert wird, welches Unheil damit angerichtet wird. Das gilt auch für deren eigene Reihen, also etwa die Macht, die scheinbar unverzichtbar in Mediengremien ausgeübt wird und welche der Mehrheit der Bevölkrung sogar noch als segensbringend vorkommt. Sie setzt sich fort auf jeweils beiden Seiten aller großen Parteien in den momentanen schrecklichen Konflikten im Orient und auch im fernen scheinbar so friedliebenden Asien, wo religiöse Gruppierungen schamlos mit Diktaturen zusammenarbeiten und eben solches Unheil anrichten.

Besitz
Am Anfang aller religiösen Organisationen steht die Errichtung von sogenannten Sakralbauten, welche aber vor allem die Schaffung von Besitz und Macht in den Händen der diesen Organisationen vorstehenden Leute schaffen, also anfangs im Allgemeinen einer Priesterkaste. Während bis dahin in frühen Gesellschaftsformen nur Bauten zu Schutzzwecken errichtet wurden, welche keinen entscheidenden persönlichen Besitz begründeten, änderte sich das mit der Schaffung von Sakralbauten grundlegend. Dadurch bekam da Volk vor allem einen Sinn für die Bedeutung von Besitz und lernte von Anfang an davor zu kuschen. Das zieht sich wie ein roter Faden durch alle folgende historische Entwicklung und wird im Laufe der Zeit zu einem tiefsitzenden, weitverbreiteten und auch heute sich noch übel fortpflanzenden Krieg zwischen Anhängern verschiedener Farben, am prominentesten durch Rot und Schwarz vertreten. Besitz ist der Auslöser von praktisch allen modernen Konflikten und so tiefsitzend, dass es den meisten Leuten einfach sinnlos erscheint, überhaupt darauf einzugehen.
Unter sich mit diesem Themenkomplex beschäftigen Menschen hat die Entdeckung des völlig verschiedenen Sozialverhaltens der ansonsten praktisch identischen Affenpopulationen auf beiden Seiten des Kongo große Aufmerksamkeit gefunden. Der Fluss hat während etwa der letzten einen Million Jahre so an Breite zugenommen, dass er für die Tiere uinüberwindbar wurde, so dass sich ganz verschiedene Verhaltensweisen herausbilden konnten. Auf der nördlichen Seite waren Ressourcen knapp und führrten zu einem aggresiven Verhalten der sich dort herausbildenden Schimpansen, welche regelrechte Kriege führen. Auf der Südseite hatten die sich dort getrennt entwickelnden Bonobos reichlich Nahrung und lernten, die dort auftretenden Konflikte durch häufigen Geschlechtsverkehr zu befriedigen. Dies scheint auch rein biologisch das sinnvollere Verfahren zu sein, weil so immer die am schnellsten reagierenden Partner zum Zuge kommen, was dem Grundprinzip der Darwinschen Selektion entspricht, dass nämlich schnelle Reaktion ein besonders wichtiges Element im Überlebenskampf ist.
Heutzutage wird dieses Element aber systematisch durch Verteufelung von solch direkter Sexualität seitens quasi aller religiöser Organisationen ausgeschaltet.
Besitz ist inzwischen zum hauptsächlich definierenden Objekt aller modernen Produktions-Organisationen geworden. Er wurde anfänglich einfach mit Gewalt insbesondere durch Landnahme in Beschlag genommen, vor allem unter Mitwirkung der damals führenden Eliten in historischen Gesellschaften, welche dann meist mehr oder weniger nahtlos in adlige und monarchistische und später andere öffentliche Strukturen übergingen.
Hier heute noch oder wieder ansetzen zu wollen, scheint nahezu aussichtslos, aber dennoch unbedingt notwendig zu sein. Das kann genau wie bei der Säkularisierung nicht plötzlich, sondern nur vorsichtig ansetzend geschehen, z.B. durch langsames Andrehen von Steuerschrauben und sich in infinitesimalen Schritten immer weiter realisierender Rückführung von Besitz in Gemeineigentum. Diese Erkenntnis deckt sich völlig mit der besorgnis erregenden Feststellung einer immer größeren Kluft zwischen Arm und Reich, welche ebenfalls vielen einsichtigen Menschen als dringendst zu reduzieren notwendig erscheint, und auch damit, dass ein wirklicher Ausgleich zwischen Kommunismus und Kapitalismus immer nioch nicht stattgefunden hat, sondern weiterhin von beiden Seiten als Sieg für sich entschieden werden sollte.
Solche Bewegung zu motivieren und vorsichtig in Gang zu setzen kann als Anliegen von alternativer Philosophie verstanden werden. Politik könnte also durchaus wie im platonischen Sinn  wieder ein Spross einer allerdings in ihrem Bewusstsein zu verändernden Philosophie sein. Diese liefert jetzt mit der einfach verständlichen und zu vermittelnden Vorstellung eines modernen Mittleren Wegs im Grunde klare Anleitung, wie mögliche damit verbundene und auch andere Konflikte vermieden werden können. Dies kann nur in laufender, sich vorsichtig erweiternder Wechselwirkung zwischen dem privaten und öffentlichen Sektor geschehen, muss aber ebenso vorsichtig zunehmend die zuvor genannten Bereiche umfassen, ohne dabei missverständlich als Guru, Missionar oder Prediger auftreten zu wollen.

Lernen und Konkurrenz
Emergenz in kleinen Schritten
Rationale Konzepte, vor allem logische Angaben über Zustände haben insbesondere durch ihre Genauigkeit durchaus Vorteile gegenüber zumeist rekursivem Approximieren. Das gilt weitgehend unabhängig von ihrer Art. Die Beschreibung eines Bildes mit Pixeln ermöglicht z.B. die exakte Wiedergabe jedes einzelnen Punktes, dessen Größe nur durch die Zahl der Pixel bestimmt ist. Doch wird eine sehr viel höhere Zahl von Pixeln bzw. Koeffizienten benötigt als bei einer fraktalen Beschreibung, welche sich aus der Verbesserung einer anfänglichen Annahme von Generation zu Generation ergibt, aber nicht in der Lage ist, einzelne Pixel exakt wiederzugeben.
Zustände können rational bestimmt werden. Philosophisch ausgedrückt bedeutet es die Untersuchung von Sein, was im Rahmen von Statik unter Verzicht auf Dynamik mit höchster Genauigkeit erfolgen kann. Die Hinzunahme von Dynamik führt zwangsläufig zu einem Verzicht auf höchste Genauigkeit, ermöglicht aber die Entwicklung von Prozessen zu erfassen, was das eigentliche Wesen von Dynamik, Modernität und Lernen ausmacht. Bestimmen und lernen sind also grundlegend verschiedene Kategorien, wie Geisteswissenschaftler sagen, oder verschiedene Dimensionen in naturwissenschaftlicher Ausdrucksweise.
Diesen Unterschied klar zu konzipieren ist von größter Wichtigkeit in allen Bereichen zwischen Theorie und Praxis. Pixel-Bilder stellen Zustände dar, und Dynamik kann nur als Illusion durch schnelle Abfolge solcher Bilder erzeugt werden, was die Basis des Fernsehens ausmacht. Fraktale Bilder können sich dagegen jederzeit weiter entwickeln, was Lernvorgängen entspricht. Jedes einzelne Bild lässt sich im Prinzip durch Veränderung oder zusätzliche Angabe eines einzigen Koeffizienten aus dem vorherigen Bild mit minimalem Zeitverlust herleiten. Diese Überlegung gilt aber nicht nur für Bilder, sondern für alle dynamischen Prozesse und ihre Beschreibung. Lernen ist also generell die Hinzunahme von einer „zusätzlichen Kleinigkeit“ in einem folgenden Schritt und müsste somit theoretisch umso effektiver sein, je schneller diese Schritte erfolgen. Das stimmt jedoch deshalb nur begrenzt, weil jeder Schritt auch einen Energieaufwand bedeutet und Energie nicht unbegrenzt zur Verfügung steht.
Das Leben geht nach naturwissenschaftlichen Vorstellungen aus Automaten bzw. unbeweglichen Einzellern hervor. Diese springen zunächst von einem Zustand in den jeweils nächsten unter Energieänderung über, was sich durch Quantenzahlen bzw. bei niedrigen Energien durch genetischen Code kodieren bzw. beschreiben lässt. Diese Zustände können im Prinzip rational erfasst werden. Der Übergang von Statik zu Dynamik als entscheidender Schritt der biologischen Evolution in der Natur wird durch den Übergang von unbeweglichen Kristallen zu beweglichen Enzymen bewirkt, was Lernvorgänge und damit effektive Entwicklung ermöglicht. Dies ist die Basis der Ausbildung von Extremitäten, im einfachsten Fall von Geißeln bei Bakterien.
Der Unterleib von höheren Lebewesen geht aus Einzellern hervor. Der erste folgende Schritt in der Evolution sind also die Extremitäten. Dann folgt die Ausbildung eines Kopfes und zuletzt die klare Unterscheidung eines Oberkörpers. Diese weiteren Entwicklungen der biologischen Evolution können als Folgen von Lernprozessen im Sinne des Darwinismus verstanden werden. Die Annahme eines statistischen Entstehens von neuen Zuständen nur etwa durch Mutationen könnte dabei nicht die tatsächliche Geschwindigkeit der Evolution erklären. Schnellere Lernprozesse durch Übergang von Generation zu Generation sind also entscheidend wichtig.
Der Trick eines als modern im Sinne von dynamisch zu verstehenden Lernens besteht nun in der Verringerung der Generationszeit, welche nicht mehr mit der Lebensdauer identisch ist, sondern nur noch von der Energiezufuhr abhängt. Jeder einzelne Lernschritt stellt also „einfach“ eine Verbesserung gegenüber der vorherigen „Generation“ beim Lernen dar, welche nicht mehr zwangsläufig mit Geburt und Tod zu tun hat und damit das Problem von völlig destruktiven Singularitäten vermeidet. Lernen wird damit zu einem praktisch kontinuierlichen Vorgang, obwohl es schrittweise vor sich geht. Die einzelnen Schritte müssen nur möglichst schnell und mit möglichst geringem Energieverbrauch vor sich gehen, was die entscheidende Basis aller Konkurrenz ist.
Jeder einzelne Schritt stellt eine zunächst infinitesimal kleine Emergenz dar. Je höher die Dichte der beteiligten Komponenten ist, desto mehr kommt dies tatsächlicher Emergenz nahe. Dies gilt generell, also gleichermaßen für Elementatteilchen, menschliche Kreativität und astronomische Super- oder Kilonovae. 
Von besonderem Interesse im menschlichen Bereich ist Lernen als biologischer Vorgang. Dieser lässt sich anfänglich zurückführen auf genetische Rekombination, von welcher wir heute wissen, dass sie auch die Mitwirkung von proteinartigen Komponenten einbeziehen kann, welche sich an die eigentliche Erbsubstanz anlagern. Höhere Evolution hat dann zur Entwicklung eines speziellen Typs von Neuronen für diesen Zweck geführt, der sog. Spiegelneuronen. Auf Einzelheiten soll an dieser Stelle nicht weiter  eingegangen werden.
Durchschnittliche Menschen in modernen Gesellschaften haben sehr wohl ein Gefühl, dass es im Kampf um Durchsetzung dort sehr wesentlich darauf ankommt, zu schnellen Entscheidungen fähig zu sein. Das zeigt sich an dem vielen Beobachtern unverständlich hohen Interesse von Handy-Benutzern, sich bei jeder nur möglichen Gelegenheit mit „Gaming“ zu beschäftigen. Diese Spiele auf den meist nicht besonders großen Displays haben ein wichtiges, allerdings meist nicht hervorgehobenes oder sogar völlig unbewusstes Ziel, nämlich schnelle Entscheidungsfähigkeit zu trainieren, was eben am besten in unzähligen winzigen Einzelschritten möglich ist.

Komplexität  
Der praktische Umgang mit komplexen Situationen mag uns dabei zunächst als das wesentlichste Problem in schwierigen Lebenssituationen und ebenso in Spielen erscheinen, die diese simulieren. Doch es dürfte sinnvoll sein, mit Fragen nach der Komplexität selbst im jeweiligen Umfeld zu beginnen. Im religiösen Bereich mag es um das weite Feld zwischen innerer Stille undäußerer Unendlichkeit gehen, in der Kunst zwischen einem einzelnen Punkt und ausgefüllter Weite, in Geisteswissenschaften zwischen dem eigenen inneren Mittelpunkt und der Welt, und in Naturwissenschaften zwischen scharfer Logik bei der Behandlung einfacher mechanischer Probleme und unscharfer Ganzheitlichkeit in quantenmechanischer Feldtheorie.
Generell scheint es um Erfassbarkeit zu gehen, welche in den Naturwissenschaften schließlich in Messbarkeit mündet. Doch was ist erfassbar oder messbar? Es geht nicht nur um die möglicherweise sehr hohe Zahl von beteiligten Elementen, sondern vor allem auch um die Beziehung, dort meist Wechselwirkung genannt, jedes einzelnen Elements mit jedem anderen. So verstanden wird umfassender die Bedeutung von Komplexität deutlich, welche eng mit der Vorstellung von Fernwirkung in einem Netzwerk verknüpft ist.
Jedes einzelne Element hat aber im Prinzip sowohl materielles wie auch ideelles Wesen bzw. Punkt- und Feldeigenschaften und wirkt auf „Einstein’s Spielwiese“ mit. Es kann zumindest theoretisch Materie und Energie wechselseitig ineinander umwandeln, wobei sofort an den untrennbaren Zusammenhang zwischen Theorie und Praxis hingewiesen werden muss. Es existiert nicht nur, sondern nimmt auch an Entwicklung teil.
Komplexität ist also noch viel komplexer, als wir zu erfassen fähig zu sein scheinen. In jedem der oben genannten Gebiete, welche durchaus auch anders abgegrenzt werden könnten, scheint sich zudem menschlicher Konsens herauszubilden, wie wir damit umgehen. Die religiöse Antwort mag Demut sein, die künstlerische Antwort vielleicht Kreativität, die geistige Position das Herstellen von Bezügen, und das  naturwissenschaftliche Verhalten kann von Überprüfbarkeit geprägt sein. Überall ist ein weiter Spielraum vorhanden, der sich als Spielraum der Moral, Entfaltung oder Humanität oder eben als Einstein’s Spielwiese verstehen lässt.
Der wichtigste menschliche “Sachverhalt” sind vielleicht Beziehungen. Auch hier dürfte gelten, dass das Verhältnis von zwei Personen noch eher von Logik beherrscht wird als dasjenige von drei oder noch mehr Individuen oder auch Gruppen. Unsere Gesellschaft ist im Vergleich mit früheren Zeiten und weniger entwickelten Ländern verhältnismäßig logisch orientiert und insistiert entsprechend stark auf Monogamie, also wohl für sie vorteilhaften Beziehungen zwischen jeweils nur zwei Personen. Ein kaum zu leugnender höherer Anteil von Menschen mit komplexeren Beziehungen lässt sich in asiatischen Ländern feststellen, welche mehr zur Ganzheitlichkeit neigen. Im ähnlichen Maße, wie bei uns das Gefühl für die allgemeine Vernetzung zunimmt, welche nicht nur Vorteilnahme, sondern auch Verantwortlichkeit bedeutet, lassen sich auch bei uns häufiger sogenannte poliamore Beziehungen beobachten, zu denen sich der Autor dieser Zeilen zunehmend bekennt.
Da aber politische Verhältnisse und private Strukturen sich gewiss einander widerspiegeln, sind solche Veränderungen sicher auch in der Politik vermehrt zu erwarten, was auf eine Zunahme der Bedeutung von diffuser definierten politischen Bewegungen gegenüber klarer definierten politischen Parteien hindeuten dürfte.
Dies alles mag zunächst verunsichern. Erfreulicher ist sicher, wenn das Gefühl dafür wächst, dass scheinbar klarer Fundamentalismus einer vernetzten Meinungsbildung nicht ausweichen kann. In der Kunst kann die Einsicht in die erstaunliche Tatsache zunehmen, dass Kunst an den Grenzen zwischen niedrigerer und höherer Komplexität besonders gut gedeiht. Geisteswisenschaften werden bei Anerkennung eines diffusen Charakters höhere Wertschätzung erfahren. Die Naturwissenschaften werden ebenfalls davon profitieren, dass Unschärfebeziehungen eine deutlich weitere Gültigkeit als bisher angenommen haben.
Nicht nur einfache und komplexe Sachverhalte, sondern generell Logik und Ganzheitlichkeit können als duale Paare verstanden werden. Doch auch in der aktuellen Diskussion um menschliche Geschlechter-Beziehungen ist ein Trend von #MeToo zu #ConsentMatters festzustellen, welcher zunehmendes Verständnis für allgemeine Vernetzung unter Einbeziehung wechselseitiger Dualität reflektiert.

Gut und Böse
Ein chinesisches Sprichwort sagt in fragwürdiger Übersetzung: Der gute Mensch baut Brücken, der schlechte Mensch baut Mauern. Den Brücken und Mauern und ebenso Tunnel und Gräben werden sowohl für gut gehaltene Vorteile wie auch für schlecht oder gar böse gehaltene Nachteile zugeordnet. Ist die Definition dessen, was gut oder böse genannt wird, ausschließlich von der betreffenden Gesellschaft bestimmt? Vorsicht vor den Fallen der jeweiligen Sprache! Gut und böse, nützlich oder schädlich, richtig und falsch, positiv oder negativ,- diese paarweisen Zustandsbeschreibungen haben früher vorgeherrscht. Doch die Sprachen entwickeln sich mit ihren Gesellschaften weiter. Mit Hilfe der Spiegelneuronen lernen wir insbesondere in unserer Jugend, vertrauten Worten immer wieder kleine neue Wendungen zu geben, sie veränderten Bedingungen anzupassen. Mehr und mehr lernen wir, nicht nur statische Zustände zu spüren, sondern auch dynamische Prozesse. Das wird zunehmend als modern verstanden, nicht etwa einfach nur kürzliche Ereignisse.
Die Chinesen reden von Ying und Yang als von  dualen Zuständen, welche keine Wertung enthalten.  Doch Zustände und Prozesse sind nicht einfach Ying und Yang. Statik und Dynamik sind nicht gleichwertig. Körper und Materie werden statisch verstanden und mathematisch mit Skalaren beschrieben, die nicht gerichtet sind. Ideen und Energie werden dagegen dynamisch verstanden und mathematisch mit gerichteten Vektoren beschrieben.
Hat der Brücken bauende Obama recht oder der Mauern bauende Trump? Hat die Fluchttunnel liebende Merkel recht oder der Grenzgräben vertiefende Seehofer? Baut der gute Mensch Brücken oder Fluchttunnel und der böse Mensch Mauern oder Grenzgräben?
Sowohl böse als auch schädlich als auch falsch beinhalten dabei vor allem den schwarzen Teil einer Schwarz-Weiß-Malerei mit Beschränkung auf nur zwei statische Zustände und somit das Negieren der Zwischenbereiche, welche Ausloten, Abwägen, Messen, Werten, Wählen und Kompromisse heißen. Die Biologie macht es uns vor. Positiv und negativ sind gleichwertig, die negativen Elektronen liefern uns guten elektrischen Strom. Es gibt keine höhere Entwicklung ohne Zellverbände, welche sich durch die Bildung von flexiblen Membranen und kontrolliert durchlässigen Poren auszeichnen. Die Membranen sind durchaus auch schichtenweise angeordnete “Gräben und Mauern”, wenn wir etwa an unsere gar nicht einfach aufgebaute Haut oder eine Zwiebel denken. Die Poren stellen dagegen selektiv durchlässige “Brücken oder Tunnel” dar. Die Natur hat dies durch wertende Evolution gelernt. Eine Haut soll unserem Empfinden nach gesund und schön sein. Gilt das für Grenzen nicht? Also sind im menschlichen Bereich wohl ähnliche Verhältnisse zu vermuten bzw. angebracht, wiederum sowohl im persönlichen wie im öffentlichen bzw. politischen Bereich.
Ebenfalls gibt es weder im Mikrokosmos der Atome und Elementarteilchen noch im Makrokosmos der Sterne und Galaxien unüberwindbare Mauern oder Gräben und auch nicht beliebig große Brücken oder Tunnel. Statt fester Mauern gibt es selbst in Extrembereichen der Natur nur teilweise durchlässige Barrieren und Phänomene wie den sogenannten Tunneleffekt, womit eine teilweise Durchlässigkeit von porenartigen Strukturen gemeint ist.
Das sind nicht nur naturwissenschaftliche Überlegungen, die im menschlichen Bereich keine Bedeutung haben. Beschreibungen müssen fachübergreifend konsistent sein. Falls in einem von zwei untereinander in Beziehung stehenden Gebieten etwas unzutreffend ist, stimmt insgesamt etwas nicht. Insbesondere die Geistes- und die Naturwissenschaften werden von rationalen Geistern in zahlreiche Unterbereiche aufgeteilt, hier Religion, Kunst und Teile der Anthropologie etc. und dort Physik, Chemie und Biologie etc. Wir können aber nicht erwarten, dass in einem dieser Gebiete plötzlich zum Beispiel eine Ausnahme von einem offensichtlich allgemeinen Naturgesetz auftritt.
Gut und böse bezeichnen fast nie völlig verwirklichte gesellschaftliche Extremalzustände, zwischen welchen keine messende oder wertende Orientierung erfolgen könnte oder sollte. Eine Folgerung ist also, dass es außer in seltenen Extremfällen weder völlig gute noch völlig böse Menschen gibt, also weder engelhafte Mutter Theresas noch nur teuflische Hitlers. Doch Entwicklung verläuft nicht immer glatt und kontinuierlich wie langsames Gesunden oder Erkranken, sondern bisweilen sprunghaft, was in der Natur mit Quanten und Singularitäten beschrieben wird und im Leben Geburt und Tod, Entstehen und Vergehen, oder Emergenz und Katastrophe genannt wird.
Zustände entstehen, entwickeln sich also. Entwicklung hat sich aber nicht entwickelt, sondern ist ein Zustand. Zwischen Zuständen und Entwicklungen muss etwas wirken, was heute schlicht und einfach Wirkung genannt wird.
Wenn wir Philosophie wie ein Gebäude, wie eine Konstruktion verstehen, dann genügen für einen festen Stand drei reale Beine (etwa Dimensionen, Kategorien, Komponenten oder Koordinaten, ohne den Unterschieden zwischen diesen oft fragwürdig definierten Bezeichnungen noch große Bedeutung zu geben), nämlich eben Zustände, Entwicklungen und Wirkungen, entsprechend den bei Raumbeschreibungen üblichen Koordinaten Länge, Breite und Höhe. In der Naturbeschreibung kommt als vierte imaginäre Größe die Zeit dazu. In besagter Philosophie können wir die vierte imaginäre Dimension der Wirklichkeit zuschreiben, durchaus ähnlich zu Platons Vorstellung von einer Schattenwelt.
Wir könnten auch als Ausgangspunkt axiomatisch eine imaginäre Wirklichkeit postulieren und dann Zustände, Entwicklungen und Wirkungen als reale Dimensionen hinzufügen. Wie herum wir die Welt aufzäumen, also axiomatisch begründen, das scheint quasi eine religiöse und somit nicht entscheidbare Frage zu sein. Aus Gründen der Konsistenz sollten aber wie bei jeder Naturbeschreibung drei reale und eine imaginäre Komponente vorliegen.
Real beinhaltet in Naturbeschreibung gerichtet und umkehrbar, was hier nicht näher ausgeführt und begründet werden soll. In philosophischer Darstellung muss das gleichermaßen allgemein für Zustände und speziell etwa für Körper, auch den menschlichen, gelten. Materielle Katastrophen und der körperliche Tod bedeuten zwar Auflösung in beliebig kleine Teile, welche jedoch die Materie bilden, aus welcher etwas Neues entsteht.
Genau dasselbe lässt sich auch vergleichbar über dissipierende Energie und sich verbreitende Ideen sagen, welche entstehen und wieder  verschwinden. Entwicklungen bzw. Prozesse sind ebenfalls gerichtet, jedoch auch umkehrbar.
Für Wirkungen lässt sich schlussendlich auch dasselbe konstatieren, ohne auf diesen eher abstrakt erscheinenden, aber auch durchaus realen Teil hier näher eingehen zu wollen. Doch der imaginäre Teil lässt sich nicht umkehren. Die Zeit und die Wirklichkeit verlaufen immer in einer Richtung, sind eben nichts Reales, sondern etwa nur Zähl- oder Erzählmethoden wie Stunden, Generationen oder Abschnitte in einem Blog oder Vlog. Der gleiche Stamm der Worte Zählen und Erzählen gibt dabei zu denken.
Materie und Energie, Natur und Leben, Welt und Gott,- “nur” Paarbildungen? Sind das gute oder böse Gedanken? Alles fließt, alles dreht sich im Kreise, alles ergibt sich durch Rekursion? Also diesen Text von vorne lesen? Oder sind sowieso alle Aussagen falsch, welche das Wort “alles” enthalten?
Oh Santa Philosophia, erlöse uns von dem Übel! Aber auch Philosophie kommt und vergeht. So what?
Nein, weder Latein noch Englisch, sondern die stärker ganzheitliche Thai-Sprache soll dies illustrieren: 

mai (hoch gesprochen) bedeutet fragen.
mai (mittlere Stimmlage) bedeutet Sinn.
mai (tief gesprochen) bedeutet nein

Versuchen wir, auf Thai den einfachen Satz zu sagen:
Hat fragen nicht Sinn?

Das gibt ein Gefühl für sich rekursiv entwickelnde Sprache, sowohl Umgangs- wie auch Fachsprachen einschließlich Philosophie. Wie wir heute wissen, wird deren Entwicklung durch Spiegelneuronen gewaltig beschleunigt. So entsteht bzw. entwickelt sich in jeder Sprache relativ schnell aus einem Wortlaut ein anderer ähnlicher mit einer veränderten, aber verwandten Beschreibung von jeweiligen Zuständen und Prozessen. Die Sprache und der soziale Charakter der Gesellschaft stehen dabei in engem Zusammenhang. Von besonderem Interesse sind jedoch Sprungstellen, an denen etwas grundlegend Neues dazu kommt, was insbesondere beim Übergang von zwei auf dreidimensionale Darstellungen der Fall war, also etwa Galileis Entdeckungen. Heute bahnt sich wieder ein solcher Übergang an von drei- zu vierdimensionalen Vorstellungen, welcher vergleichbare Schwierigkeiten insbesondere im allgemeinen gesellschaftlichen Verständnis mit sich bringen kann.

Statuten  
Basisverträge verschiedener Art sollen Zustände festlegen wie zum Beispiel durch Satzungen, Bekenntnisse, Grundsatzprogramme, Abmachungen, Verfassungen und Konstitutionen. Die übergreifende Bezeichnung Statuten drückt deren statischen Charakter deutlich aus. Sie dienen vor allem der Stärkung einer Gemeinschaft oder Gesellschaft durch Identitätsbildung. Sowohl im privaten wie im politischen Bereich festigen sie hierarchische Strukturen durch diesen früher meist dominierenden statischen Anteil. Sie stellen vorwiegend umfangreiche in juristischer Manier klausulierte Ausarbeitungen von eher konservativ gesonnenen Vertretern der betreffenden Zusammenschlüsse dar. Diesen räumen sie nicht selten stillschweigend Vorteile ein, die dem eher progressiven Teil derselben oft zunächst gar nicht bewusst sind. Sie wurden und werden häufig von der Mehrzahl der zur Verabschiedung darin für berechtigt erklärten Personen, sei es in Versammlungen irgendwelcher Art oder in allgemeineren zumindest nach außen hin demokratisch organisierten Wahlen, formal “ratifiziert”. Selbst die volle Bedeutung dieser Bezeichnung ist der Mehrzahl der Betroffenen meist gar nicht klar, nämlich m Allgemeinen eine Verabschiedung en bloc, also ohne eine Möglichkeit zu detaillierter Stellungnahme bei einzelnen Teilen. Dadurch werden derartige Konstitutionen fast in der Regel vor allem ein Machtinstrument, welches anschließend mehr oder weniger für Tabu erklärt wird und höchstens unter erschwerten Umständen geändert werden kann auf kompliziert kontrollierte prozessuale Art. Oft stellt diese Tatsache dann einen mehr oder weniger offenliegenden Anlass für tendenziell stärker gewalttätigen Umschwung dar.
Erst in neueren Zeiten gewinnt langsam stellenweise ein als progressiv empfundener dynamischer Anteil an Bedeutung, in welchem sich zunehmende Flexibilität und Fähigkeit zu Anpassung widerspiegelt. Eine in diesem Sinn als modern verstandene Entwicklung zeichnet sich quasi per definitionem aus durch einen steigenden Anteil von flexiblen, d.h. nicht von oben fixierten individuellen Entscheidungsmöglichkeiten. Der Prototyp solcher Formen ist wohl eine Meditation, welche darum auch von konservativen Kreisen im Allgemeinen höchstens in möglichst kalkuliertem Maße oder überhaupt gar nicht akzeptiert wird.
Konservative verschanzen sich gern hinter der zunächst den einfachen Geistern einleuchtenden Erklärung, dass “alles möglichst gut” geregelt sein muss, was eine klare Verachtung der Bedeutung von spontanen und oft der aktuellen Lage besser angepassten Entscheidungen einschließt.
Dass die etablierte Vorgehensweise mehr oder weniger insbesondere den eigenen Vorteil und Machterhalt der bestehenden und als traditionell erprobt gelobten Verhältnisse einschließt, wird gleichermaßen verdrängt und sogar negiert. Da ein Übergang von statischen zu dynamischen Grundlagen generell einen mit erheblichen kritischen Umbrüchen begleiteten Vorgang darstellt, ist dieser nicht immer einfach vermittelbar, insbesondere den einfacher strukturierten Bevölkerungsteilen, also etwa dem Landvolk und sozial schwachen Kreisen. Diese werden dadurch bedenklich leicht und oft gewiss ihrem eigenen eigentlichen Interesse zuwiderlaufend zu Partnern der konservativen Seite, indem sie statische und angeblich immer als positiv zu sehende Traditionen fördern. De facto kann das diesen sogar stärkere Nachteile bringen. In erster Linie dient dies tendenziell der sich hinter abstrakten Formulierungen verbergenden Spitze der Hierarchie, ganz egal, ob diese nun nach eigenem Bekunden vorwiegend den Linken oder den Rechten zuzuordnen ist.
Instinktiv, aber ohne dies in ihrer eigentlichen Begründung deutlich erkennen zu können, favorisieren erfahrungsgemäß jene für Populismus anfällige Kreise Entscheidungsmethoden, welche als Basisdemokratie deklariert unter Umgehung einer zu starken Fixierung an für sie als nachteilig empfundene Konstitutionen ein spontanes und als modern angesehenes Verfahren zu sein scheinen. Letzteres wird aber mit der lateinischen Bezeichnung Status Quo in ihnen unverständlicher Art diskreditiert, während das Festhalten an bestehenden und oft gar nicht mehr aktuellen Verhältnissen angepassten Zuständen als gute Tradition hochgelobt wird.
Daher erscheint es im Sinne einer offeneren und gleichzeitig auch stetiger ablaufenden Entwicklung dringend notwendig, sowohl ein Wissen wie auch ein gefühlsmäßiges Verständnis für den Unterschied von statisch fixierten Zuständen und dynamisch flexiblen Prozessen herzustellen. Als wesentlich wird dabei das in den Naturwissenschaften gewonnene Verständnis für die Wichtigkeit einer klaren Unterscheidung zwischen Nah- und Fernbereich angesehen. Im Nahbereich, gesellschaftlich dem privaten Bereich entsprechend, sind materielle Verhältnisse und vor allem abstoßende Kräfte wirksam. Im Fernbereich dagegen, gesellschaftlich dem öffentlichen bzw. politischen Bereich zugeordnet, stehen ideelle und kommunikative Einflüsse im Vordergrund, welche sich in einem mit Naturvorgängen vergleichbaren Sinn durch Schwingungen und Ausstrahlung übertragen. Basisdemokratie ist dem Nahbereich zuzuordnen, die Medien gehören zum Fernbereich.
Da Menschen aber vor allem in ihrer Kindheit, also eher im privaten Bereich geformt werden, spielt dies eine erhebliche Rolle. Das betrifft sowohl Familien wie auch Kindergärten und Schulen. Die selbständige Fähigkeit von Kindern zu eigener Anpassung an Zustände und auch zur Veränderung derselben für sich selbst oder vielleicht auch die eigene Gruppe sollte also sehr gefördert werden, insbesondere ein Verständnis für die jeweilige Bedeutung von Versammlungen und Medien.
Immer wieder wurde im Rahmen der von ARS-UNA vertretenen alternativ genannten Philosophie hingewiesen auf die Stellung aller Lebewesen auf dieser Erde und speziell des Homo sapiens, des angeblich ach so weisen Menschen in der Natur, irgendwo zwischen dem in den Größenverhältnissen völlig verschiedenen Mikro- und dem Makrokosmos. In beiden so weit auseinander liegend erscheinenden Bereichen hat die Natur überall einen gleichen statischen Anteil in Form von grundlegenden Naturgesetzen, welche sich etwa in meist gar nicht in ihrer Bedeutung bewussten Naturkonstanten ausdrücken wie zum Beispiel der Lichtgeschwindigkeit oder Größe und Gewicht von Atomen. Dem überlagert sind dynamische Vorgänge, welche im Wesentlichen als Folgen  verschiedener Kräfte verstanden werden können. Dieses Nebeneinander drückt sich praktisch bemerkbar und von Einstein groß herausgestellt in der Koexistenz von Materie und Energie aus, aber im Grunde genauso im durchaus vergleichbarem Nebeneinander von Körper und Geist in den mehr oder weniger wohlbekannten Geisteswissenschaften. Die Kräfte berücksichtigen generell die Naturkonstanten, leben also quasi in Frieden mit diesen. Ebenso können wir dasselbe für das Verhältnis eines jeden menschlichen Geistes zu seinem Körper sagen und auch für Tiere je nach deren evolutionärem Entwicklungsstand und sogar wohl für Pflanzen, wo wir noch längst nicht alles verstehen.  

Gesellschaftliche Bewegungen  
In diesem Sinn soll durch die Suchadresse ARS-UNA.net die starke Vernetzung aller Bereiche ausgedrückt werden, vor allem auch des jeweiligen Nah- und Fernbereichs. So wird jetzt hier vor allem für stärkeres Hervortreten von flexiblen Bewegungen instelle von fixierten Organisationen geworben. Das entspricht dem Verhalten, das in der Natur beobachtet werden kann und u.a. zu Zell- und Organbildungen von unter vielen Umständen vergleichbarer Größe führt und gewiss kein Vorbild zur Bildung sehr großer Staaten ist, aber verständlich macht, warum diese meinen, großer Mauern zu bedürfen, materieller im Nahbereich wie Orban und Trump oder auch informativer im Fernbereich wie im chinesischen Internet.
Die stärker flexiblen Tiere haben dadurch offensichtlich im Vergleich zu den eher statischen Pflanzen die Nase vorn, obwohl letztere nach neuen Erkenntnissen ebenfalls gute Geruchsorgane und effektive Ausbreitungs- und sogar Informationsmöglichkeiten haben. Eine Leitlinie mag sein, mit ALLEN und ALLEM nicht lebensbedrohlich Gefährlichen aus Nah und Fern gut umzugehen, mit Menschen, Tieren und Pflanzen.
Lockere Gemeinschaften sollten dadurch eine steigende Bedeutung gegenüber stärker fixierten Gesellschaftsformen bekommen. Wesentlich ist wie meist in der Natur eine besser unter laufendem Ausgleich sich anpassende Entwicklung von jeweils favorisierten Eigenschaften oder Absichten. Nicht aber sollen bestehende Zustände unter Verdammung flexibler Prozesse peinlich genau erhalten bleiben, wofür Statuten aller Art oft missbraucht werden. Flexibilität dient eher der Verhinderung von Gefahr. Wenn sie laufend ermöglicht wird, macht es das Ausmaß von im Prinzip eher gefährlichen, aber bisweilen eben doch naturgewollten Singularitäten besser beherrschbar, wozu alles natürliche, somit Transformation einschließende Entstehen und Vergehen, also auch Geburt und Tod gehören.
Festhalten an statischen Zuständen bedeutet Hemmung von  Flexibilität. Die damit unweigerlich verbundene Stagnation fördert das Ausmaß von als Katastrophen wahrgenommenen großen Singularitäten, seien es scheinbar natürlich entstehende wie Dürre, Überschwemmung, Erdbeben und Meteoreinschläge, oder seien es entweder aus dem Streit um materielle Ressourcen herrührende oder mit mangelhafter Kommunikation verbundene ideologisch ausgelöste Kriege.
Besseres Verständnis dieser Zusammenhänge, sowohl rational als auch gefühlsmäßig und im täglichen Leben, kann durchaus segensreiche Auswirkungen für alle wohlwollende Beteiligte haben.
Momentan kann in geistigen Entwicklungen weltweit ein Übergang von statischer zu dynamischer Sicht beobachtet werden. Nicht nur Philosophie, sondern quasi alle Natur-, Kultur- und Lebensbereiche dürften davon betroffen sein.
Diese wohl grundlegende Veränderung, welche durchaus den Charakter eines neuen Paradigma-Wechsels haben könnte, scheint bislang kaum Eingang ins öffentliche Bewusstsein gefunden zu haben. Auf der Webseite ARS-UNA.net wurde dabei wiederholt betont, dass ein enger Zusammenhang von privatem und öffentlichen Leben bestehe, welcher diese beiden wesentlichen Teile des Lebens de facto zu Spiegelbildern voneinander mache.
Im öffentlichen Raum, welcher an erster Stelle von Politik eingenommen wird, ist dabei die Tatsache bislang kaum deutlich gemacht worden, dass die Idee von Parteien generell in erster Linie ein statisches Weltbild beinhaltet,. Weithin beobachtet man „Parteienmüdigkeit“, insbesondere unter der im höheren Maß dynamischen Jugend. Jedoch sind die Zusammenhänge bislang praktisch völlig im Dunkeln geblieben.
In einem dynamisch verstandenen öffentlichem Raum, d.h. wenn dieser soweit wie möglich von fundamentalistischen Vorstellungen frei gehalten wird, und in der dazu gehörigen Politik ist das dynamische Gegenstück zu einer Partei ganz klar eine Bewegung. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass sie nicht statisch festgelegt ist durch Statuten, grundsätzliche Erklärungen und Satzungen, sondern sich Spielraum für unerwartete Vorgänge und Entscheidungen bewahren kann und muss. Derart verstandenen Bewegungen gehört sicher die Zukunft anstelle der bisherigen Parteien. Das klassische Parteienbild bzw. die Parteienlandschaft, von welcher vielfach gesprochen wird, verlieren also mit gutem Grund an Bedeutung und müssen durch etwas Neues ersetzt werden, welches eben nach aller Wahrscheinlichkeit Bewegungen sein werden. Mit auffälliger Häufigkeit tritt dabei in verschiedenen Ländern bei bereits sich zeigenden Neugründungen dieser Art das Wort Zukunft auf.
Als genereller Leitsatz lässt sich sagen, dass aus der Vergangenheit in der Gegenwart für die Zukunft gelernt und daraus praktisch umsetzbare Schlüsse gezogen werden sollen. Das bedeutet Dynamik und kann durch keine vorherigen Festlegungen irgendwelcher Art gelöst werden, was die Angelegenheit zunächst gefährlich vage aussehen lässt. Doch dürfte schnell klar sein, dass durch die dazu gewonnene Beweglichkeit dieser scheinbare anfängliche Nachteil mehr als ausgeglichen wird. Außerdem bedeutet Dynamik nicht, dass es deswegen keine statischen Anteile mehr gibt. Aber diese werden gleichsam auf den zweiten Platz verdrängt.
Derartige Überlegungen entsprechen im Prinzip den bereits im Rahmen dieser alternativen Philosophie gemachten Bemerkungen zur Rolle des Anteils der Rationalität in dieser. Letztere wird absolut nicht eingeschränkt, jedoch kommen wichtige weitere Bereiche dazu, welche bislang zu wenig berücksichtigt oder sogar mehr oder weniger tabuisiert waren. Vor allem auf drei Felder erstrecken diese sich, nämlich erstens auf Gefühle und Fitness, zweitens Sex und Macht, und drittens Mobilität und Aktivitäten. Diese jeweils zwei Anteile spannen jeweils dimensionsartige Zwischenbereiche auf, in welchen dynamische Orientierung erfolgen und erwünscht sein könnte.
Ein wesentlicher Vorteil von Bewegungen gegenüber Parteien dürfte darin liegen, dass Nachteile der bisherigen Wahlsysteme leichter verbessert werden können. Ein Großteil der Wählerschaft ist offensichtlich nur wenig informiert über viele anstehende Detailfragen und tendiert infolgedessen dazu, konservativ zu entscheiden. Mögliche neue Entwicklungen progressiver Art kennen viele entweder überhaupt nicht oder verstehen sie nicht genügend, so dass eine rationale Entscheidung überhaupt nicht zu erwarten ist, sondern eher eine diffuse Angst vor unbekannten Einflüssen. Dies stellt gewiss einen wichtigen Grund dar für die gewaltige Zunahme des Populismus, aus welchem zur Zeit versucht wird massiv Vorteil zu schlagen, insbesondere in abgelegenen Gebieten, also z.B. mehr bei der Landbevölkerung als in den Städten, oder aber auch in Abhängigkeit vom Bildungsgefälle.
Ein weiterer wesentlicher Punkt beim Übergang von statischer zu dynamischer Sichtweise kann das Verhältnis zu etablierten Religionen aller Art sein. Diese sind ihrem Wesen nach überwiegend und nur mit geringen Ausnahmen statisch fixiert, also etwa an grundlegende Schriften und Bekenntnisse gebunden, und dienen wahrscheinlich oft mehr der Schaffung von gemeinsamer Identität als dem angeblich zentral wichtigen Glauben. Praktisch zwangsläufig ergibt sich als Folge, dass der Übergang von statischen zu dynamischen Verhältnissen auch eine neue Säkularisierung favorisiert, was gewiss wie schon früher auf erbitterten Widerstand der Machtzentren aller etablierten Religionen stoßen wird. Hier müsste viel behutsame Aufklärungsarbeit geleistet werden, damit dieser Übergang zu neuen Lebensformen nicht erneut in grimmige Religionskriege ausartet. Dies betrifft ausdrücklich alle etablierten Religionen nahezu gleichermaßen.
Besagte Zukunft, welche möglicherweise von jenen neuen Zukunfts-Bewegungen vertreten wird, mag sich also besser auf philosophische als auf religiöse Basis beziehen und gestalten lassen. Philosophie bedarf keiner Bekenntnisse und sollte jederzeit und an jeder Stelle zu dynamischen Anpassungen an die jeweiligen Gegebenheiten fähig sein.
Tendenziell könnte zunächst im privaten Raum eine zu Gebeten neigende statische Haltung zu dynamisch verstandenen Meditationen übergehen, welche als Basis angesehen werden können für die Auslotung von Kompromissen, oder falls die Bezeichnung nicht auf Widerspruch stößt, eines modernen Mittleren Wegs. Im öffentlichen Raum, sprich vor allem in der Politik, wäre ein entsprechender Übergang von statischen Deklamationen zu einer durchaus von der Basis kommenden dynamischen Meinungsfindung zu begrüßen. In letzterer kann also ein direktes Gegenstück zu persönlicher Meditation gesehen werden.  
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Formen der Auseinandersetzung  
Die in Deutschland vorherrschende Debattenkultur (2018) scheint sich erheblich verändert zu haben. Als Schuldiger wird die Mediendemokratie genannt. Emotionen  und Empörung bestimmen mehr den Stil als Sachfragen und Kompromisse. Ist wichtiger, wie wir diskutieren oder was wir diskutieren?
Es dürfte überzeugen, dass beides wichtig ist und dass die vergleichsweise Bestimmung der Bedeutung sich schwer abwägen lässt. Es sind zusammenhängende Fragen und so müssen sie gewiss in ihrer gegenseitigen Abhängigkeit angegangen werden. Von vornherein kann nicht einmal gesagt werden, welche der beiden der Ausgangspunkt sein soll.
Das Zusammenwirken und die Wechselwirkung von Statik und Dynamik scheint dabei eine große Rolle zu spielen. Sind Zustände das wichtigste Thema oder Entwicklung? Jegliche Zustände lassen sich nur von definierten Voraussetzungen ausgehend untersuchen und bestimmen. Entwicklungen können dagegen uns selbst infrage stellen und fordern uns heraus.
Lassen wir Entwicklung außer Acht, so sind Zustände als vorgegeben anzusehen und fixiert. Religiöser Glauben basiert weitgehend darauf, hat fundamentalen Charakter und wird häufig durch Gebete bestärkt. In der Philosophie werden umgekehrt vorgegebene feste Zustände nicht unbedingt respektiert. Es kommt stärker an auf neue Entwicklung, die eher durch Meditation befördert werden könnte. Veränderungen und ihre Auswirkungen spielen eine größere Rolle und vielleicht sogar Tendenzen zu Anarchie und Chaos. Eine einseitige Sicht, entweder rein statisch oder rein dynamisch, lässt sich kaum verwirklichen. Wesentlich sind die Wirkungen zwischen beiden Sichtweisen. Der Begriff der Wirkung bekommt damit eine zentrale Bedeutung, was sich gleichermaßen in allen Gebieten konstatieren lassen dürfte, insbesondere sowohl in den Geistes- wie auch in den Naturwissenschaften. Die Natur und unser zu dieser gehörendes Leben verwirklichen sich durch diese Wirkungen.
Wirkung wird in klassischer philosophischer Sprache vor allem durch den Zusammenhang von Ursache und Wirkung verstanden. Das physikalische Verständnis dieses offensichtlichen Kernbegriffs hat durch Max Plancks Formulierung des Wirkungsquantums eine konkretere und zunächst schwerer verständliche und akzeptierbare Wendung genommen. Wirkung hat demnach nicht prinzipiell einen kontinuierlichen Charakter, sondern zeigt stoßweise Effekte.
Inzwischen ist unser Bewusstsein für nicht kontinuierliche Prozesse gewachsen. Langsam setzt sich auch der abstrakte, in der Mathematik dafür gebrauchte Begriff Singularität für infinitesimal kurze Ereignisse durch. Jede Lichtemission durch ein winziges Atom hat singulären Charakter und genauso der Einschlag eines riesigen Meteors auf die Erde.
Singularitätten mögen als sehr unangenehm empfunden werden, gleichermaßen als Katastrophen wie auch als der Tod. Doch sie sind für neue Entwicklungen entscheidend wichtig, die sowohl durch Katastrophen als auch durch eine neue  Generation ingang gesetzt werden können.  
Angemerkt sei, dass das sprachliche Wort als wichtigstes Element der Geisteswissenschaften in gewisser Weise den Erkenntnissen der modernen Naturwissenschaften entspricht, was die Bedeutung von Konsistenz zwischen beiden Kulturbereichen unterstreicht mag. 

Synthetische Philosophie  
Der auf der Webseite von ARS-UNA vertretene als modern und damit als dynamisch angesehene mittlere Weg strebt möglichst gleichgewichtiges Abwägen zwischen Theorie und Praxis an.
Theorie beinhaltet zumindest weitgehend analytisches Vorgehen, welches insbesondere in der Hochschul-Philosophie historisch und bis heute meist Vorrang gehabt und zur oft fast ausschließlichen Lehre von analytischer Philosophie geführt hat. Erst in jüngerer Zeit regt sich dagegen Widerstand mit dem Wunsch, einer nicht unbedingt klar umrissenen, aber an Praxis orientierten synthetischen Philosophie gleichrangige Bedeutung zu geben. Dies könnte dazu beitragen, statische Dogmatik weiter zurückzudrängen und dabei über rein rationale Erkenntnistheorie hinauszugehen, ohne in Esoterik, Populismus oder unzulässige Vereinfachung abzugleiten. Einfachere Darstellung von Methoden, Kenntnissen und auch Anwendungen sind dabei wichtige Ziele.
Im Folgenden seien einige dabei wesentlich erscheinende Punkte genannt:
1. Betrachtete Kategorien lassen sich häufig einerseits auf den menschlichen Körper und andererseits interdisziplinär auf verschiedene Lebens-, Kultur- und Wissenschaftsbereiche beziehen. Das kann als deutlicher Hinweis genommen werden, dass die in den Naturwissenschaften weitgehend übliche vierdimensionale Beschreibung sich auch in humanistischen Bereichen durchaus anwenden lässt.
2. Wie im Ansatz der vorgeschlagenen alternativen Philosophie anfänglich bereits erwähnt wurde insbesondere vorgeschlagen, deren Axiomatik dadurch zu vereinfachen, dass von der Einstein-Formel ausgegangen wird statt diese als Resultat zu erhalten.
3. In den jeweils den Kategorien zugeordneten Dimensionen ergeben sich zwischen als Schwarz-Weiß-Malerei anzusehenden dualen Extrempositionen zusätzlich fein abgestufte Übergänge, wie etwa in fuzzy Logik zwischen richtig und falsch.
4. Ein synthetisch orientierter Ansatz als duale Gegenposition zur analytischen Philosophie scheint sinnvoll und sogar erforderlich. Sowohl oft sehr unterschiedliche Erfahrungen im persönlichen Leben in verschiedenen Kontinenten geben heuristische Hinweise als auch aktuelle politische Entwicklungen im eigenen Land.
5. Die stark angestiegene Migration, welche ganz wesentlich Fragen der zunehmend weniger eindeutigen Identitätsbildung und deren möglichst konfliktfreie Vertretung betrifft, gibt dem synthetisch  verstandenen Problem der Durchlässigkeit von Grenzen große Bedeutung. Es sei an die Entwicklung der komplizierten vieelschichtigen menschlichen Haut im Laufe der Evolution erinnert.  

Bedeutung von Experimenten  
Das Zusammenwirken von Analyse und Synthese kann ganz wesentliche Fortschritte bringen, wie beispielsweise entsprechende Entwicklungen in den Naturwissenschaften gezeigt haben. Die moderne Technik ist in erster Linie durch die Verbindung von mathematischer Theorie und experimenteller Praxis zustande gekommen, was de facto eine abwägende Verbindung von Analyse und Synthese bedeutet hat. Durch den Einsatz von speziellen, aber meist nur analytischen Philosophien sollte dies zunächst  nur für jeweils einzelne Disziplinen untermauert werden. Auch der experimentelle Bereich bedarf jedoch einer vielleicht gar nicht nur rationalen und dadurch zwangsläufig auch synthetischen philosophischen .Untermauerung, welche wie einst Kants praktische Vernunft ganz neue Möglichkeiten eröffnen kann.
Viele Trennungen der historisch entstandenen philosophischen Bereiche können ein durchaus einseitiges und somit tendenziell extremes Vorgehen motivierenen, welches Zustände und statisches Verständnis in den Vordergrund stellt. Die dabei erfolgte Zuordnung von mehr oder weniger ausschließlich rational verstandenen einzelnen Fachgebieten hat zu fragwürdigen Aufsplitterungen geführt. Ganz offensichtlich bereiten nicht-rationale Einflüsse zunehmend erhebliche Probleme, wobei unklare Vorstellungen von Bewusstsein eine wesentliche Rolle spielen mögen. Das kann sich zum Beispiel in einer fehlenden genügend scharfen Trennung zwischen den Begriffen ”irrational” und “nicht-rational” äußern. 

Bewusstsein 
Historisch wurde Bewusstsein vorwiegend als mentale Qualität  verstanden. Als Folge unseres in verschiedenste Richtungen sich erweiternden Weltbildes ergibt sich wohl aber ein viel umfassenderer und zentraler Begriff. Bewusstsein kann sich in einem erweiterten Sinn laufend neu entwickeln durch abbildendes Erfassen von jeglichen und nicht nur mentalen oder technischen Vorgängen mithilfe von rekursiv entstehender Rückkopplung.
Primitives Bewusstsein geht dabei von geschlossenen Systemen aus. In diesen können nur Zustände entstehen, welche irgendwann an Grenzen desselben stoßen. Sich innerhalb derselben verändernde Zustände sind somit notwendigerweise begrenzt. Es erscheint empfehlenswert, diese deswegen in klarer Unterscheidung als Wachstum zu bezeichnen, während dem allgemeineren Begriff Entwicklung im Gegensatz dazu völlige Freiheit zugeschrieben wird, wie sie aber nur in völlig offenen Systemen vorkommen kann.
In der Natur kennen wir im strengen Sinn weder völlig geschlossene noch völlig offene Systeme. Unabhängig von einer eingeschlagenen Richtung stoßen wir auf nicht zu vernachlässigende durchdringende Einflüsse wie zum Beispiel Strahlung oder im übertragenen Sinn Kommunikation, auch wenn diese zuerst als vernachlässigbar erscheinen mag. Wir können also sagen, dass durchlässige oder teilweise offene Grenzen de facto ubiquitär sind und somit als Normalfall bezeichnet können.
Bewusstsein im allgemeinen Sinn entwickelt sich umso stärker, je weniger es eingeengt wird. Es wird besser als Eigenschaft jeder Existenz (durchaus im ontologischen Sinn) und nicht restriktiv nur mental verstanden, und muss infolgedessen auch generell möglich sein und sich in jeglicher Hinsicht anwenden lassen. Bewusstsein wird so noch mehr als zuvor zu einem zentralen Begriff sowohl des Lebens als auch der Natur und zu einer generellen Grundannahme. Damit kann es im Prinzip bei jeglicher Naturbeschreibung und ebenso der geistigen Verarbeitung von Verhältnissen im menschlichen Leben und auch von dieses widerspiegelnder Kultur dienen.
Als ursprünglichste Form von Bewusstsein von lebendigen Organismen kann dasjenige für Selbsterhalt oder Durchsetzung angenommen werden, welche zum Beispiel bereits bei Einzellern vorausgesetzt werden darf. Damit wird verdeutlicht, dass Bewusstsein sinnvollerweise besser als eine Eigenschaft konzipiert wird, die weitaus allgemeiner als Denken und nicht an das Vorhandensein von Nerven gebunden ist.
Wir können auf sich in der Folge als zunehmend sinnvoll erweisende Art sagen, dass ein solches Urbewusstsein imaginären Charakter hat, wenn eine imaginäre Eigenschaft zunächst tentativ als eine Vorstufe von realen Eigenschaften verstanden wird. Ein derartiges primitives Bewusstsein kann dann als Vorstufe für höheres und als real zu bezeichnendes Bewusstsein angenommen werden. Bei Einzellern würde man zunächst vielleicht keinerlei Wahrnehmung der Natur und entsprechendes Handeln vermuten. Diese Annahme ist jedoch falsch. Derartige primitive Lebewesen weisen durchaus bereits Formen von Wahrnehmung und entsprechendem Handeln auf, zum Beispiel Rezeptoren für Nahrung oder Licht und die Fähigkeiten sich zu teilen oder mit Geißeln fortzubewegen.
Die genetisch fixierte Entwicklung von Lebewesen aus einfacheren Vorstufen wird Evolution genannt und sollte begrifflich klar von dem allgemeineren Begriff der freien Entwicklung getrennt werden. Evolution wird für jede Generation schrittweise neu fixiert, wodurch sich Genetik als wissenschaftliches Fach für derartige Abfolgen von statischen Zuständen ergibt. Entwicklungsphysiologie betrifft dagegen dynamische Veränderungen, die jedoch im Wesentlichen auf eine einzige Generation beschränkt sind.
Nach der Evolution der Einzeller war der folgende entscheidende Entwicklungsschritt die Konzentration der Wahrnehmungs- und Handlungsfähigkeiten in einem sich herausbildenden Kopf. Extrem wichtig für das Überleben in der Natur sind schnelle Reaktionen, also kurze Verbindungswege zwischen der Wahrnehmung und Handlungsentscheidungen. Für letztere haben sich heute in Fachsprachen die aus dem Englischen kommenden Begriffe Kognition und Prozessing durchgesetzt. Es besteht kaum Zweifel, dass der Kopf sich durch Selektion auf bestmögliche und zwar vor allem schnelle Reaktionsfähigkeit beim Überlebenskampf im Sinn von Darwin herausgebildet hat.
Der nächste wichtige Schritte in der Evolution, welcher dazu beitrug, das Bewusstsein zu erweitern, war die Bildung von Extremitäten mit erweiterten Möglichkeiten zur Fortbewegung und zur Erledigung von Aufgaben. Hier ergibt die Trennung in Abhängigkeit vom Medium drei verschiedene Formen mit entweder Flossen oder Armen oder Flügeln, was gewiss Einfluss auf das jeweilige Bewusstsein hat, jedoch nicht unbedingt sehr grundlegende Unterschiede im Zustandekommen desselben beinhalten muss. Dasselbe gilt für die eventuelle Ausbildung eines getrennten Oberkörpers mit Sitz von im Wesentlichen Herz und Lunge, also maßgeblichen Organen für allgemeine und gewiss nicht nur rationale Gefühle, und für den im heutigen Verständnis immer noch etwas vagen Bereich von Fitness. Das gilt besonders, wenn auch dieser nicht zu eng gefasst und also nicht nur auf von Kopf gesteuerte Fähigkeiten bezogen wird. Diese betreffen möglicherweise zusätzlich, aber nicht deswegen nur ausschließlich den Fortbewegungsapparat.
Bewusstsein entwickelt sich also aus Teilbereichen, welche nun aber zunehmend gemeinsam erfasst werden, jedoch gewiss unterschiedlich für verschiedene Individuen oder Gemeinschaften je nach den dort bestehenden Bedingungen. Ein so entstehendes und durchaus veränderliches kollektives Bewusstsein verstehen wir als Identität.  

Identitätsbildung
Im traditionsgebundenen Zusammenleben, sowohl im privaten Bereich wie auch in der Politik, spielen fixierte Identitätsbildungen noch eine vorherrschende Rolle und spiegeln sich in speziellen häufig noch einseitig statischen Philosophien. Solange durch einengende Fixierungen aber Veränderungen verhindert oder zumindest sehr erschwert werden, ist das Entstehen von Dynamik und damit von über Wachstum hinausgehender Entwicklung zumindest ebenfalls beeinträchtigt, was insbesondere Konfliktlösungen auf friedliche Art schwieriger oder vielleicht sogar fast  unmöglich machen kann. Mit letzteren sind vor allem kontinuierliche, möglichst beidseitige Reformen zur Anpassung an veränderte Bedingungen gemeint.  Anderenfalls können sich leicht Instabilitäten und Spannungen bis zu einem solchen Grad aufbauen, dass dieses plötzliche Entladung mit sich bringt. In für mathematische Vorstellungen offener Theorie wird das eine Singularität, in der Praxis aber Revolution oder Krieg genannt, obwohl diese Begriffe nicht völlig deckungsgleich sein mögen.
Als mögliche Konsequenz erscheint infolgedessen sinnvoll, sich verstärkt um synthetische Philosophie zu kümmern, welche durch dynamisches und auf Praxis orientiertes Vorgehen charakterisiert wird. Der wesentliche Punkt scheint dabei aus heute zunehmend naturwissenschaftlich geprägter Sicht ein Gegenentwurf zu den Experimenten der Physik und allgemeiner eben der Naturwissenschaften und der Technik zu sein. Jene haben aber nicht nur zu weitgehend anerkannten nützlichen Ergebnissen geführt, sondern auch zu zunehmender Destruktion, in erster Linie durch Waffenentwicklung. Technische Produktion schließt sich allgemein mehr oder weniger nahtlos an. 
Eine entsprechende Philosophie könnte im Prinzip Bewusstsein und Identität messen und erzeugen, zunächst zum Beispiel durch soziologische Umfragen oder Auswertung von Wahlergebnissen.  Flexible Identitätsbildung und moderne auf das Suchen mittlerer Positionen zielende Konfliktlösung kann im Gegensatz zu statischer Blockbildung synthetisch und damit konstruktiv wirken, was eben einfach das Gegenteil von Destruktion ist.
Insbesondere die üblen Erfahrungen mit immer schlimmeren Kriegen und dem Holocaust haben überdeutlich gezeigt, welche Gefahren in nur analysierender Philosophie liegen können, welche zunächst durchaus ihre nützliche Berechtigung hat. Unter dem Begriff “irrational” wird dabei der Ausschluss von Rationalität verstanden. Eine nicht-rationale Philosophie soll dagegen in klarer Trennung als erweiternde nutzbringende Form der bisherigen analytischen Philosophie verstanden werden. Philosophische Synthesen könnten das wohl zunehmend durch Messen, Schaffen und Verändern von Bewusstsein und Identität in voller Analogie zu Labor-Experimenten und der daraus folgenden Technik untermauern. Deren vergleichsweiser Nutzen für Individuen, Gemeinschaften und Gesellschaften lässt sich damit gewiss transparenter und gefahrloser beurteilen und steuern, ohne dabei blindlings in ungewollte Abhängigkeiten zu geraten. Die analytische Philosophie soll dabei nicht willkürlich einschränkt werden, sondern es geht zum Beispiel vor allem um die deutliche Reduktion von  Schattenseiten jeglicher Waffentechnik und Destruktion.
Die dynamischen Begriffe konstruktiv und destruktiv ersetzen oder ergänzen zumindest tendenziell die früheren statischen Vorstellungen von gut und böse. In diesem Sinn müsste wohl die gesamte klassische und weitgehend als logisch rational verstandene Philosophie quasi durchforstet werden, in welcher sich dynamische Elemente nur langsam durchsetzen konnten gegen statische Fixierungen insbesondere durch allgemein gebrauchte derartige Wortbildungen moralischer Art wie eben etwa gut und böse. Das betrifft genauso einen verabsolutierten Wahrheitsbegriff wie auch Logik ohne fuzzy Streubreite, und ebenso Kunst, die sich nur in starren Museen abspielt. 

Komplexität  
Ganz deutlich wird diese Problematik in der aktuellen Diskussion sowohl um mehrfache Identitäten von Migranten und modernen Nomaden als auch um Waffenbesitz, letzterer wiederum sowohl im privaten Bereich wie vor allem in den USA als auch im politischen Sektor, insbesondere hinsichtlich der Verbreitung von Atomwaffen. 
All dieses steht unter dem Einfluss von zunehmender Komplexität. Unser Zeitbegriff, die Vorstellung vom Imaginären und das Verhältnis von Technik und Natur und damit von Ökonomie und Ökologie sind unter anderem davon betroffen. Es bleibt zu prüfen, was ein stärkeres Hervorheben von synthetischer Philosophie hier ausrichten kann.
Das bedrohlichste Thema hinsichtlich steigender Komplexität dürfte die ungebremste und von vielen Regierungen sogar noch geförderte Zuname der Bevölkerungszahlen sein, welche die hemmungslose Ausbeutung von Ressourcen und zunehmende Auseinandersetzungen um diese verstärkt. Analytisch ist diese Frage durchaus zu einem gewissen Grad verstanden, doch um die nicht-rationalen Einflüsse praktisch anpacken zu können, dürften synthetische Ansätze weitaus erfolgversprechender und vor allem freier von extremen Positionen sein, was für die Vermittelbarkeit die entscheidende Rolle spielen mag.  
Von statische Religionen, welche zwar oft behaupten, sie seien nicht statisch, jedoch nicht die im vorhergehenden Text aufgezeigten Kriterien für Dsynamik erfüllen, kommt demnach zu erwartender starker Widerstand gegen jegliche dabei notwendige Geburtenregelung, welcher in einem mechanistischen Verständnis der biologisch notwendigen Selektion seine wahrscheinlichste Ursache haben kann. Synthetische Philosophie kann die notwendige Entwicklung auch hier in vielerlei Hinsicht und mit vielerlei Einsicht durch die von ihr vertretbare dynamische Wechselwirkung befördern. Insgesamt läuft die Entwicklung aber wohl darauf hinaus, Philosophie in Zukunft überhaupt eine größere Bedeutung im Vergleich mit Religion zu geben, was deren Vertretern sicher nicht gefallen wird.  

Design Thinking und Hybrid Thinking  
Als ein wichtiges Kreativität förderndes Element zum Finden von neuen Konzepten konkurrieren Design Thinking und Hybrid Thinking zur Zeit um die Gunst von Entwicklern in einer Vielzahl von Branchen, wobei es zunächst um die effektive Verbesserung der Kreativität, des kompetitiven Tempo und der Umweltverträglichkeit mit unkonventionellen Vorgehensweisen geht.
Damit sind vor allem empirische, über reine Rationalität hinausgehende Methoden gemeint, die sich in der Praxis offensichtlich bereits bewährt haben, ohne dass bislang ein theoretisches Fundament in überzeugender Form gezeigt werden konnte. Dies scheint aber mithilfe der alternativen Philosophie möglich zu sein.
Design Thinking basiert in einer zumindest erhebliche Anerkennung findenden Version programmatisch auf drei wichtigen Grundbegriffen, nämlich Teamarbeit, Raum und Prozess. Es springt in die Augen, dass diese drei axiomatischen Ausgangspunkte einer möglichen angeführten Basis der Philosophie von ARS-UNA.net sehr nahe kommen, nämlich Entwicklung, Sein und Wirkung (geisteswissenschaftlich formuliert) bzw. Energie, Materie und Wechselwirkung (naturwissenschaftlich). Sie lassen sich deutlich erkennbar mit genügender Konsistenz ineinander überführen, ohne dass im Moment ein genauer Beweis geliefert werden kann.
Hybrid Thinking legt dagegen den Ton auf interdisziplinäre Zusammenarbeit, welche quasi eine andere mögliche Basis derselben als alternativ hingestellten Philosophie sein kann, nämlich Bereiche zwischen Religion, Kunst, Geistes- und Naturwissenschaften einzubeziehen. Ohne an dieser Stelle Einzelheiten ausarbeiten zu wollen und das überhaupt eigenständig zu vermögen, zeigt die Parallelität der Argumente für Design Thinking und Hybrid Thinking recht überzeugend die Möglichkeit, für beide auf erstaunliche Art Kreativität fördernde Versionen eine theoretische Basis in der in ARS-UNA.net aufgezeigten und zunehmend als synthetisch interpretierten Philosophie zu finden.
Gleichzeitig betont diese Philosophie den nahtlosen Übergang zwischen rationaler Logik und ganzheitlichem „Denken“, welches der mit Design Thinking und Hybrisd Thinking gemeinten Art von „Thinking“ gewiss sehr nahe kommt. Auch dort wird der gleitende Zusammenhang von Theorie und Praxis und zwischen logischer Analyse und komplexer Synthese betont. Verzicht auf Punktschärfe bringt große Vorteile bei zunächst hoch-kompliziert erscheinenden Aufgaben, welche kompetitive Kreativität erfordern.
Sowohl im Design Thinking als auch im Hybrid Thinking werden iterative Methoden ohne zuvorige Kenntnis des Zieles benutzt. Dieser Punkt findet sich ebenfalls in den rekursiven Approximationen, von welchen im Rahmen der synthetischen Philosophie die Rede ist. Eine mögliche neue theoretische Basis für beide Kreativität fördernde Verfahren und deren Gleichwertigkeit wird von dieser weitgehend neuen Form von Philosophie sehr nahe gelegt.
Entsprechende Bestrebungen sind auch an zwei anderen Stellen unter der mit”synthetisch” konkurrierenden Bezeichnung “experimentelle” Philosophie bekannt geworden. Eine deutsche Gruppe um Pascale Willemsen, Kevin Reuter und Albert Newen an der Ruhr-Universität Bochum benutzt experimentelle Beobachtungen aus anderen Disziplinen, um diese rational aufzuarbeiten. Zwei amerikanische Gruppen vor allem mit Joshua Knobe an der Yale University und Shaun Nichols an der Arizona University verwenden scheinbar erfolgreicher eigene empirische Untersuchungn, insbesondere durch Umfragen. Welche Aufgaben von diesem neuen Arbeitsfeld angegriffen werden können, ist noch umstritten. Doch hat der sog. “Knobe-Effekt” inzwischen einiges Aufsehen hervorgerufen.
Die deutlichen Unterschiede im Vorgehen der deutschen und der amerikanischen Gruppen lassen sich an den beiden Wikipedia-Artikeln “Experimentelle Philosophie” und “Experimental philosophy” recht klar sehen. Auch Kritik an der aktuellen Hochschul-Philosophie wird dabei geäußert. 

Philosophie als Gebäude 
Philosophie mit Haus- und Städtebau zu vergleichen scheint auf den ersten Blick fragwürdig, aber dann doch möglich und sinnvoll zu sein, da verblüffende Entsprechungen bestehen. Beide unterscheiden sich vielleicht weniger, obwohl das einem zunächst sehr vage vorkommen mag, mit zu großem Risiko behaftet oder nicht lohnend zu sein, und somit einfacher, das ganze Thema für uninteressant zu erklären und weiterzumachen wie bisher. Denn damit kann man gut bezahlte Stellen in zentral gelegenen repräsentativen Gebäuden von unentwirrbar erscheinenden Städten  erobern und hartnäckig besetzen.
Doch es gibt auf den ersten Blick scheinbar nicht genügend ernsthafte Außenseiter wie zum Beispiel einen wenig menschlich erscheinenden Raben, der herumfliegt und im Boden herumpickt und dabei festzustellen meint, dass das auch ganz anders gesehen werden könnte.
Den Städtebau versuchen manche mit einer disparaten Theorie nach sogenannten historischen Prinzipien von Generation zu Generation zu erfassen, ohne willig zu sein, sich für die Theorie der Fraktale zu interessieren, mit welcher sich die immer weiter verzweigenden Stadtentwicklungen offensichtlich recht gut beschreiben lassen. So pickt eben ein Rabe, übrigens scheinbar ein ziemliches, aber laut Gezwitscher (englisch als tweeting bezeichnet) doch nicht völlig chaotisches Unikum, weiterhin an den Fundamenten herum und nützt den Glanz jener bereits 1975 von Benoît Mandelbrot beschriebenen Fraktale, welche oft aber scheinbar immer noch abfällig betrachtet werden.
Der Vogel mit seinem kleinen Hirn, das aber nach neuen Forschungen im Bereich der Gehirne diejenigen der Menschen an Kompaktheit deutlich übertrifft, meint, es wäre eventuell gut, etwas mehr von Stahlbeton zu verstehen. Im Wesentlichen besteht dieser viel gebrauchte Baustoff eben aus Beton und Stahl. Ein paar Einzelheiten sind jedoch vielleicht wichtig, was die Zusammensetzung dieser beiden oft vernachlässigten Wunderstoffe betrifft.
Beton wird aus Zement und Kies gemacht, welche beide wiederum bestimmte spezielle genau einzuhaltende Eigenschaften haben müssen, damit das später auf betonierten Fundamenten zu errichtende Gebäude nicht einstürzt. Einzelheiten sollen hier nicht diskutiert werden. Doch hervorzuheben ist genau jene hier nicht näher zu erörternde Zusammensetzung dieser geheimen Ingredenzien, welche nur dann, wenn zum Beispiel in Genua eine Brücke auf ziemlich grimmige Art zusammenbricht, genauer unter die Lupe genommen werden.
Stahl, die andere Hauptkomponente, besteht genauso im Prinzip zwar aus Eisen, welches das in der Erdkugel auf Grund seiner Herkunft aus einem Schwarzen Loch am meisten vorhandene Element ist. Da solch ein Loch heutzutage die Genesis 1 ersetzt, wird es auch mit Großbuchstaben geschrieben, bleibt aber dem Populismus genauso unzugänglich wie einst die Auslegung der Bibel. Wie im Fall des Betons kommt es beim Stahl jedoch ebenfalls sehr wesentlich auf einzelne beigemischte kleine Anteile an, welche aber vielfach als Geheimwissenschaft betrachtet und vom Populismus nicht diskutiert werden.
Historisch wurden solche Fundamente vor allem entwickelt beim Bau von größeren Sakralbauten. Baustoffe lassen sich entweder durch die Zutaten und deren Einfluss oder aber mit ihrer Historie über viele Generationen beschreiben. Je mehr es um die Basis-Baustoffe geht, desto stärker neigen die Menschen zu funktioneller und weitgehend logischer Beschreibung, ohne dabei die Zusammensetzung der Baustoffe zu betonen. Wenn aber der Städtebau im Vordergrund steht, wird Logik eher zurück gestellt und historisiert, ohne jedoch dabei Fraktale einzubeziehen.  

Animalische Philosophie  
Durch Herumfliegen und dabei gemachte Lebenserfahrungen ist besagter Rabe dabei mit seinem menschlich-tierischen Mischwesen von der Bautechnik zur Philosophie gekommen. Muss er sich deswegen ernsthaft wie machtbestrebte Menschen zeigen? Durch Vergleich von Lebensverhältnissen und Erfahrungen in verschiedenen Teilen der Welt gelangte er zu ganz anderen und den vorherrschenden Meinungen durchaus widersprechenden philosophischen Vorstellungen als nur in jeweils einem Teilbereich besagter Welt lebende Menschen. Ist also nicht nur das gepriesene und etablierte Menschliche maßgeblich, sondern kommt es auch durchaus wesentlich auf weniger konventionelle und vielleicht sogar animalische Beiträge an?
Beim Sinnieren über die körperlichen Unterschiede eines Menschen und eines Raben wurde deutlicher, dass es gar nicht nur auf besagtes meist rational verstandene Sinnieren (enlisch mind und lateinisch ratio genannt) ankommt. Selbstbewusst empfunden nach Art eines Vogels, der ja viel schneller und beweglicher als ein Mensch ist und sich nicht so sehr um deren Tabus kümmert, scheint zum Beispiel, wenn nun auch nicht etwa gleich ausschließlich, das für einen solchen lockeren Vogel typische Vögeln (englisch sex, lateinisch voluptas genannt) heuristisch unerwartet effektiv sein.
Diesem Raben fiel natürlich auf, dass ein Mensch mit einem getrennten Oberkörpewr tatsächlich einen Kürperteil mehr als er selbst zu haben scheint, was zwar kräftiger, aber absolut flugunfähig macht. Ein Blick zu bisweiligem Gebrumme am Himmel interpretierte er natürlich als Erwerb der Flugfähigkeit auch der Menschen. Doch ähnlich schnell realisierte er, dass besagte Brummer zwar dicker sind, aber bei weitem nicht über seine eigenen damit verbundenen kogniiven Fähigkeiten verfügen. Das wurde ihm besonders deutlich durch das hirnlose Verhalten eines großen Teil der in besagten Flugkörpern transportierten sogenannten Touristen, welche systematisch die Nester von fernen Menschen unter Hinterlassung von scheinbar wertlosen Papierscheinen plünderten und aber nicht nur kaum kognitive Fähigkeiten besaßen, sondern auch recht dürftige zugeordnete prozessuale Kapazitäten. Nein, es ging nicht einmal um die Kapazitäten, sondern „nur“ um jenes imaginäre magische Phänomen, welches Motivation genannt wird.
Diese hoffentlich nicht für albern gehaltenen Abschweifungen beruhen möglicherweise auf menschlichen Memen im Rabenhirn und könnten ähnlich wie bakterielle F-Teilchen (siehe irgendeine zwanzigbändige Enzyklopädie über Genetik) dorthin übergegangen sein. Daraus hat sich wohl Rekombination zwischen Geistes- und Naturwissenschaften ergeben, welche sehr fördenrde Auswirkungen für das Herumfliegen des Raben in beiden Bereichen hatte.
Die Philosophie besteht ebenfalls aus klotzigen Gebäuden, welche auf wenig bekannten Fundamenten errichtet wurden. Die Basis-Materialien sind hier Verständnis und Sprache. Beide sind ebenfalls stark abhängig von Räumlichkeiten und temporärem Verlauf (englisch spacetime). Verständnis hat mit der im Enlischen als mind bezeichneten komplizierten Struktur zu tun, für welche es mehr als ein halbes Dutzend deutsche Übersetzungen gibt, was die Verwendung als Basisausdruck bislang wenig einzuschränken scheint, aber dennoch große diesbezügliche Zweifel auslösen kann.
Die genaue Zusammensetzung von Verständnis ist ähnlich wie in der Bautechnik eine Mischung aus Geheimnis und Uninteressiertheit, wird aber erfolgreich zum Erlangen von gesellschaftlichen häufig klar ausbeuterischen Positionen benutzt. Die Sprache entspricht dagegen den Profileisen im Stahlbeton. Sie soll hochgradig belastbar sein, ist aber in ihrer Zusammensezung jeweils weitgehend ein Betriebsgeheimnis, das von örtlichen und temporären Bedingungen abhängt. Das wird durch Schaffung vermeintlich geschlossener Systeme mit sog. harten Grenzen noch gravierender.
Ein wichtiges gemeinsames Detail von Stahlbeton und Philosophie muss jetzt noch erwähnt werden, nämlich die Haltbarkeit. Beide vertragen keine Säure. Im Bauwesen wird auf basische pH-Werte >12 (siehe Enzyklopädien der Chemie) geachtet. In der Philosophie fürchten viele Leute dagegen auf ähnliche Weise sauren Kot von schrägen Vögeln.
Wenn ein solcher Vogel zudem asiatische und europäische Sprachen miteinander verrühren will, wenden sich die meisten voller Widerwillen ab, da diese Mixtur meist im Kehlkopf stecken bleibt. Doch dabei mag ihnen guter Genuss entgehen, wie jeder Besucher eines asiatischen Restaurants auch in Europa oder entsprechend Gäste eines bayerischen Restaurants in Tokyo oder Shanghai feststellen können.
Wesentlich ist also die fragwürdige Zusammensetzung von Baustoffen und Fundamenten der Philosophie. Das änderte sich vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auffällig gleichzeitig bei der damaligen Entwicklung von Stahlbeton und Philosophie.  

Die Zukunft leicht nehmen?  
Die Haltbarkeit solcher Philosophie, zum Beispiel bezüglich Populismus und mind-Salat, hängt wie beim Stahlbeton davon ab, wie sauer das Ambiente ist. Zur Zeit ist ein deutliches und möglicherweise gefährliches Absinken der pH- (parteilichen Hierarchie) Werte etwa im Fernsehen festzustellen. Nicht nur wegen knapper Nahrung pickt jetzt auch der Rabe an Fundamenten und hat wenig Respekt für die Haltbarkeit solcher Gebäude. Dass etwa das Wort mind nicht den Vorschriften des Verbraucherschutzes entspricht, ist nicht nur ihm wohl wohlbekannt. Die einseitige Verwendung von theoretischen Fachausdrücken ermahnt zu mehr Vorsicht. Zum Beispiel scheint die unter dem Label „Kritische Theorie“ verkaufte Substanz ganz besonders unter solcher Übersäuerung und undefinierbarer fast populistisch anmutender Zusammensetzung der Fundamente zu leiden. Der Rabe macht auf jeden Fall einen großen Bogen um dieses Futter, auch wenn es fette Nahrung verheißt.
Was tun, hat er schon 1976 mit den Spontis gerufen, als er von den ihm wie Naturschönheiten vorkommenden Fraktalen erfuhr.
Das eigentliche Problem, ob nämlich die fragwürdige Zusammensetzung der Fundamente noch verbessert werden kann, ohne dass diese vielleicht schon morschen Tempel einstürzen, kam erst später. Die Wahrscheinlichkeit von dies befördernden Erdbeben hängt natürlich von der betreffenden Gegend ab. Dank seiner Liebe zu für Populisten meist unverdaulichen Singularitäten und dank übler meist verdrängter Kriegserfahrungen hat der Rabe eine ziemlich klare Vorstellung von dem grausigen Bukett weiterer möglicher solcher Ereignisse.
Was tun,- diese Frage klingt wie eine Mantra in seinem stoßgeprüften Kopf. Aus diesem kam dann die Vorstellung von einem an Kategorien des Körpers ausgerichteten mittleren Wegs. Doch die überwiegend männlichen Tempelherrscher interessierten sich nicht das geringste Etwas für solche von der peer review ausgegrenzte Posaunentöne aus dem Internet. Sie konnten ja behaupten, das habe mangelhafte Qualität, und ignorierten offensichtlich alle Bits und Bytes, die damit zu tun hatten. Nicht was zu tun sein könnte, war also wohl für sie die Frage, sondern was nicht getan werden sollte.
Die Menschen durch Züchten kleiner leichter Exemplare mit Flügeln zu verbessern, wurde durch Erlasse aus jenen Tempeln verboten. Darwinsche Selektion geht zugegebenermaßen nicht immer sehr appetitlich und schonend vor sich, so dass diese von manchen verdammt und exkommuniziert wird. Aber Putin und Xi Jinpeng haben in ihren Unterredundugen vielleicht schon längst einen geheimen Plan, wie sie jene Gegenden gründlich mit einem Erstschlag ausräuchern können.
Was tun? Sind wir, die Menschen und ein solcher Rabe, gemeinsam dazu verdammt, bis zur nächsten Apokalypse in Gestalt eines Super-Meteors von möglicherweise noch größerem Kaliber als vor 65 Millionen Jahren oder eines “handfesten” Atomkrieges uns auf Beten oder Rationalismus beschränken zu müssen?
Raben fliegen bei Gefahren möglichst weit weg und suchen sich eine Höhle. Damit hatten sie auch damals Erfolg. Doch was geschieht mit all den schönen Tempeln in unseren immer sorgfältiger hoch gepäppelten Mega-Metropolen? Armageddon or worse? Und über die Reduktion der heutigen immer noch znehmenden sieben Milliarden Hominiden will erst recht kein Papst etwas sagen. Sollen die doch ohne Euthanasie langsam und qualvoll zugrunde gehen!
Neue Rassen (oh dieses Wort bitte geheim halten!) gehen meist aus nur ganz wenigen “Exemplaren” oder gar nur einem einzigen hervor. Hoch lebe Dschingis Khan, der 1600 Kinder gezeugt haben soll. Außer ihm haben sich dort aber auch noch andere Mongolen fortgepflanzt. Soll doch keiner von Selektion reden! 

Bewusstsein für dynamische Wechselwirkung  
Je weiter wir in der Welt schauen, sowohl jenseits aller bisherigen Astronomie in die Makrowelt als auch in die subatomare Mikrowelt, in ferne Vergangenheit oder extrapolierend in die Zukunft, umso erstaunlichere Formen von Leben scheinen möglich zu sein. Sterne entstehen und vergehen oder bilden Populationen, die wir Galaxien nennen. Elementarteilchen kommen und vergehen oder bilden Populationen, die zum Beispiel Gegenstand der Chemie sind. Das menschliche Leben liegt irgendwo zwischen diesen Extremen. Im Prinzip sollten dafür auch dieselben Gesetze wie im Großen oder Kleinen und wie früher auch in Zukunft gelten. Dennoch überkommt uns vielleicht nicht ohne Grund immer wieder das Gefühl, das es dabei doch zumindest um eine sehr spezielle Variante handelt.
Klare Vorstellungen dazu scheiterten lange Zeit jedoch auf zunächst unverständliche Art, so dass derartige Suche in rein rationale oder fundamentalistische Bereiche abwanderte oder gar verbannt wurde. Fast durchgängig lässt sich bei diesen Bemühungen beobachten, dass Vergleiche zwischen Mensch und Tier eine wichtige Rolle spielten. Erst in jüngster Zeit wird zunehmend deutlich, dass der Unterschied zwischen diesen viel kleiner ist, als wir angenommen hatten.
Die Ursache dafür scheint wenigstens zu einem erheblichen Teil psychologischer Art zu sein. Psychische Probleme wiederum haben ihre Ursache meist in lax als unverdaut bezeichneten Konzepten. Das erste große und gewiss in diesem Sinn “unverdaute” Problem der Menschheit aber war, sich selbst herauszubilden, was praktisch das Distanzieren von den Ahnen bedeutet, welche nach heute klar eingestandener Erkenntnis Affen oder etwas genauer gesagt Schimpansen waren. Das Distanzieren konnte aber nur daduch geschehen, dass Verbindungen zu diesen abgebrochen wurden. Von den Schimpansen ist inzwischen heute bekannt, dass sie die einzige Tierart sind, welche bereits Kriege führt und Werkzeuge als Waffen einsetzt. So sollte die Annahme eigentlich selbstverständlich sein, dass zwischen denjenigen Proto-Menschen, welche sich von den Affen distanzieren wollten, Kriege mit diesen ausgebrochen sind, welche mit Sicherheit äußerst grausam geführt wurden und tendenziell auf die Ausrottung der gegnerischen Schimpansen abzielten.
Entgegen verbrämenden Vorstellungen vom Sündenfall in einem Paradies, mit welchen vorzeitliche priesterartige Menschen diese grimmige Tatsache vermutlich vertuschen wollten, können wir heute mit gutem Recht annehmen, dass dieses Bild vom ersten Sündenfall jener Proto-Menschen aller Wahrscheinlichkeit nach eben die systematische Ausrottung der eigenen Vorläufer betraf, von welchen wir wohl auch deswegen nur wenige archäologische Spuren zu finden erwarten können.
Wissenschaftlich rational und ohne ein sich heute inzwischen abzeichnendes allgemeineres Bewusstsein für diese Situation wurde im 19. Jhdt. von Charles Darwin Selektion als treibende Kraft der Entwicklung von allem irdischen Leben erkannt. In seiner Zeit mussten noch Überlegungen, die als Kritik an der vorherrschenden religiösen Lehre verstanden werden konnten, vermieden werden. Gregor Mendel komplementierte Darwins Feststellung mit der Vorstellung  von teilweiser Vererbung, welche sich zunächst auf verschiedene Allele und im 20. Jhdt. besser auf die Doppelhelixstruktur der DNA zurückführen ließ. Der wesentliche Punkt scheint dabei nunmehr die Einführung von Dualität zu sein. Nicht eine einfache Molekülkette ermöglicht komplexe Vererbung, sondern eine von eventuell nur kleinen Umweltschwankungen ausgelöste Auswahl zwischen der Information auf dem einen und dem anderen Strang der DNA. Auswahl oder Ausschluss ganzer Bereiche auf diesen Strängen kann dabei die Entwicklung beschleunigen bzw. sprunghafte Anpassung ermöglichen. Da es aber auf diesen eine wenn auch nicht völlig, so doch praktisch unendlich große Zahl von Eigenschaften bestimmenden Nukleotid-Basenpaaren gibt, die durch vielfältige Möglichkeiten von Rekombination noch weiter potenziert wird, ist prinzipiell keine völlige Gleichheit zwischen auch nur zwei Lebewesen möglich. Selbst eineiige Zwillinge sind also nicht ganz identisch.  

Neue Deutung der französichen Revolution  
Doch Entwicklung geschieht nicht nur auf individueller Basis, sondern geht auch in Gesellschaften vor sich. Einer der entscheidensten Schritte in der Bewusstwerdung dieser Art von Entwicklung war vielleich die französische Revolution, die als Leitprinzipien Freiheit, Brüderlichkeit und Gleichheit verkündete. Diese drei Begriffe können wir jedoch in modernes Bewusstsein quasi übersetzen, was zunächst gewagt klingen mag, aber doch durch Konsistenz überzeugen dürfte. Wenn wir nämlich Brüderlichkeit genauso abstrakt wie Gleichheit und Freiheit ausdrücken wollen, ist dies durch den modernen Ausdruck der Wechselwirkung möglich.
Gleichheit und Freiheit sind jedoch prinzipiell nicht gleichzeitig möglich. Völlige Gleichheit würde das völlige Fehlen von Freiheit bedeuten und umgekehrt. Zwischen
Gleichheit und Freiheit muss also ein Gleichgewicht bestehen, welches wir als dynamisch bezeichnen können.
Zusammengefasst führt das in moderner Ausdrucksweise zu der abstrakteren, aber zeitgemäßeren Vorstellung von dynamischer Wechselwirkung, die demnach eine zentrale und mit guter Wahrscheinlichkeit bislang unterschätzte Bedeutung haben muss und auch widerspruchfreier ist. 

Überlagerung von Basisphänomenen  
Mathematische Naturbeschreibung und daraus zu ziehende Konsequenzen haben zu Beginn der Neuzeit den Nutzen von Potenzreihen gezeigt, welche eine klare Trennung von einem konstanten Anteil, einem linearen, einem quadratischen und eventuell weiteren Anteilen höherer Potenzen und auch von den diesen zugeordneten Effekten ermöglichen. Den konstanten Anteil bilden die unveränderlichen heute genau bekannten Naturkonstanten wie etwa die Lichtgeschwindigkeit. Der lineare Anteil besteht vor allem aus den durch Impulse und mechanische Kräfte beschreibbaren Erscheinungen. Quadratische Formeln bestimmen dagegen energetische Zusammenhänge.
Doch diese Sichtweise gibt nur einen Teil des gesamten Bildes wieder, nämlich Zustände, womit in Erweiterung früherer Konzepte auch kontinuierliche Veränderungen gemeint sind. Entwicklungen zeigen im Allgemeinen jedoch Sprungstellen, welche wir bei regelmäßigem Auftreten als Übergänge zwischen Generationen bezeichnen und Geburt und Tod nennen. Das bedeutet, dass im Prinzip nur jede einzelne Generation als zumindest genügend abgeschlossenes System betrachtet werden kann, was die Anwendbarkeit von logischen Gesetzen und rein rationales Vorgehen ermöglicht. Über mehrere Generationen hinweg können jedoch Aussagen über eine bestimmte Generation nur ausgehend von  denjenigen in einer früheren gemacht werden, was wegen der Diskontinuitäten zwischen diesen nur mit einer gewissen Unschärfe geschehen kann, da die Informationsübergabe zum Beispiel mit einer so großen und immer einer gewissen Variation unterworfenen Zahl von Nukleotid-Basenpaaren erfolgt. Doch dieses Verfahren beschränkt sich, wie jetzt immer deutlicher wird, nicht nur auf unsere Biologie. Der mögliche Vergleich mit der Unschärfebeziehung von Heisenberg ist also mit zunehmender Wahrscheinlichkeit tiefer begründet und kann wenigstens in beschränkter Form auch etwa für den Umgang und die Interpretation bei sehr alten Dokumenten und Fundstücken gelten.
Wenn wir im Sinne eines rekursiven Vorgehens diese Vorstellung weiter verfolgen, können wir schließen, dass in einer Mathematik, welche freie Entwicklungen über mehrere Generationen hinweg beschreiben soll, überhaupt kein Gleichheitszeichen vorkommen kann. Eine bildliche Annäherung an derartige Vorstellungen ermöglichen die von Mandelbrot 1975 beschriebenen Fraktale, bei denen ebenfalls nie zwei völlig identische, sondern nur sogenannte selbstähnliche Zustände vorkommen und welche in ihrer am besten bekannten Form auch auf einer quadratischen Formel beruhen. Ähnliches gilt für die bekanntlich unmögliche Quadratur eines Kreises.
Jedoch sind nicht alle Entwicklungen vüllig frei. Das nicht zu leugnende Vorhandensein von allgemeingültigen Naturkonstanten schränkt diese Vorstellung bereits ein. Es gibt weiterhin diejenige Form von Entwicklung, welche in zumindest teilweise abgeschlossenen Grenzen stattfindet und wie erwähnt wohl besser als Wachstum bezeichnet wird. Die zuvor besprochene erweitert konzipierte freiere Entwicklung überlagert sich den anderen beiden Typen. Außerdem erscheint es nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich sogar notwendig, noch eine vierte Form hinzunehmen zu müssen. Diese mösste in einer Beschreibung als Potenzreihe ein kubisches Glied enthalten und Rotationen erfassen, welche für die Genese von Systemen wichtig sein könnten. 

Synthese als Zielsetzung  
In fragliche Spekulation verfallen zu wollen wäre nicht gut. Im Moment sei die Überlagerung verschiedener Formen von Bewusstsein erzeugenden Beschreibungen herausgestellt. Diese können sogar über die Grenzen des Beschreibbaren hinausgehen. Um nicht in völlig vage Richtungen abzugleiten, mögen immer wichtiger erscheinende und offensichtlich konsistente Ansätzen experimenteller Philosophie weiterführen. Sie haben die Tendenz, der bisherigen weitgehend vorherschenden analytischen Betrachtungsweise verstärkt eine gleichwertige synthetische entgegenzusetzen.
Fraglich bleibt dabei, ob diese für alle Fachgebiete gleichermaßen gilt, was zunächst die uralten Kontroversen zwischen Religion und Philosophie betrifft. Wegen der vorherrschenden Fixierung auf Glaubensbekenntnisse sind Religionen deutlich als zumindest weitgehend statisch einzuordnen. Neue dynamische Ansätze werden zunehmend die Themen der flexibleren und in diesem Sinn als modern verstehbaren Wissenschaften. An verschiedenen Stellen zeigt sich bereits ein deutliches Interesse an derartiger synthetischer Philosophie, die gewiss noch viele Erweiterungen zu den bisherigen Formen von praxisorientierter Philosophie hinzufügen wird. Dies geht von der eigenen Erhebung von Daten seitens der Philosophen über Methoden der Konfliktlösung bis zu systematischer Steigerung von Kreativität oder von intensiven Formen des Erlebens wie etwa durch Ekstase und Orgasmus. Ohne unmittelbaren Rückgriff auf Rationalität wird damit die Bedeutung der Fortpflanzung deutlich gemacht.
Immer wieder kann dabei die Frage der Durchlassigkeit von Grenzen eine große Rolle spielen, was auch die jetzige öffentliche Diskussion über Migration verdeutlicht. Es lassen sich in der Natur kaum bedeutsame Beispiele für völlig geschlossene oder für völlig offene Grenzen finden, und zwar in einem weiten Sinn, also zum Beispiel unter Einschluss von Membranen oder Haut. Teilweise durchlässige Grenzen sind die klare Regel. Doch die Duchlässigkeit wird generell offensichtlich sorgfältig, also selektiv, gesteuert und erfordert nicht generell Energieaufwand, sondern kann als wichtige Möglichkeit zur Energiegewinnung benutzt werden, wie zum Beispiel die immer an Membranen stattfindende lebenswichtige Photosynthese zeigt. Wohl nicht zufällig taucht das Wort Synthese hier in einem erweiterten Zusammenhang auf und beinhaltet gleichsam respektvolle, also nicht zerstörerische Koexistenz.
Eine Reihe von bereits laufenden und in diese Richtung zielenden Untersuchungen finden bereits unter der Bezeichnung „Experimentelle Philosophie“ zum Beispiel in Arizona USA und an der Universität Bochum statt. Der Übergang von Analytik zur Synthese ist dabei als weitgehend gleichbedeutend mit dem ebenso bedeutsamen von Theorie zu Praxis anzusehen.

Strukturen des Lebens

Unbehagen an zu ausschließlich logisch verstandener Welt breitet sich aus. Von den Naturwissenschaften ausgehend besteht die Neigung, Strukturen als Gegenkonzept zur Logik zu verstehen. Diese Idee ist nicht neu und wurde insbesondere von Claude Levy-Strauss in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg voran getrieben, jedoch unter einem unterschiedlichen Nenner. Jetzt wird die Einsteinsche Formel als möglicher Ausgangspunkt stärker betont, welche insbesondere die gegenseitige Umwandelbarkeit von Masse und Energie in den Vordergrund stellt. Masse als logisch erfassbar, Energie dagegen als Feld im Sinne von Struktur zu verstehen ist naheliegend. Diese Gegenüberstellung kann als axiomatische Dualität konzipiert werden, also unter ausdrücklichem Verzicht auf Beweisbarkeit.

In einer entsprechenden dualen Gegenüberstellung von materiell orientierter Herrschaft und von Verständigung als einem auf Energieausbreitung beruhenden Phänomen kann der Begriff der Struktur auch gesellschaftlich stärkere Relevanz bekommen. Wesentlich scheint dabei ein Abrücken von sehr allgemeinen rein mathematischen Konzepten von Strukturen hin zu einem nunmehr eingeschränkten mehr physikalischen Begriff, wie er in der Natur verwirklicht zu sein scheint. Dies dürfte in Übereinstimmung mit den Ideen von Levi-Strauss (Tristes tropiques, 1955) sein, welche auch stark beeinflusst von der Konfrontation europäischer und als primitiv diskreditierter indigener Kultur bestimmt waren.


Herrschaftsstrukturen

Moderne Naturwissenschaften durchleuchten gleichsam sowohl die riesigen Galaxien als auch die atomare Welt. Sie finden immer neue spannende Einzelheiten, deren Bedeutung nur langsam vom Bewusstsein der Menschen aufgenommen und verarbeitet wird. Dies erscheint auch extrem schwierig, was vielleicht aber nur an unseren bisher noch unzureichenden Darstellungsmethoden liegen mag.

Ein wesentlicher Grundzug naturwissenschaftlicher Darstellung von Naturphänomenen scheint die Tendenz zu sein, für fast alle wesentlichen anerkannten bisherigen Ansätze eine vierdimensionale Mathematik zu benutzen mit drei realen Dimensionen für den Raum und einer vierten imaginären für die Zeit. Diese mathematischen Werkzeuge lassen sich nicht gerade einfach handhaben und werden vielfach und vielleicht nicht unbegründet als extrem empfunden. Es handelt sich im Allgemeinen um einen rein rationalen logischen Ansatz.

Menschliche Phänomene sind zweifelsohne Teil der beiden genannten Welten, sind also Teil der Galaxien und bergen auch die atomare Welt in sich, und smüssten folglich ebenfalls vierdimensional erfassbar sein. Das sollte ebenso gelten für das private Leben, welches seinerseits als aus einem körperlichen und einem geistigen Anteil bestehend konzipiert wird, als auch für das öffentliche Leben, das vor allem die Politik mit einem Machtanteil und mit einem konstitutiven Anteil einschließt.

Philosophisch ist diese Trennung zunächst im privaten Bereich als Körper-Geist-Problem in die Forschung eingegangen, medizinisch aber zum Beispiel als Psychosomatik. Generell werden dabei nur zwei Dimensionen des Lebens bewusst gemacht, eben Körper und Geist oder aber Psychologie und Somatik. Soziologisch und politologisch bestehen im öffentlichen Bereich ähnliche Tendenzen.

Im Rahmen der Konzepte für eine alternative Philosophie wurde indes deutlich, dass sowohl aus der Existenz von wenigstens vier grundlegend wichtigen menschlichen Kulturbereichen (Kunst, Religion, Geistes- und Naturwissenschaften) und auch aus der evolutionär erzeugten Existenz von vier menschlichen Körperteilen sich konsistent eine Vierdimensionalität det menschlichen Lebensbereiche und zu einem gewissen Grade auch des Lebens selbst herleiten lässt. Das ist zwar nicht streng beweisbar, aber doch wegen guter Konsistenz sehr wahrscheinlich. Derartige vier Dimensionen und jeweils zwei diese als Extremwerte definierende zugehörige Kategorien wurden im Rahmen besagter alternativer Philosophie und der sich aus dieser ergebenden Metaphilosophie bereits beschrieben (siehe dort).

Das menschliche Leben besteht aber, wie gesagt, seinerseits aus zwei oft als ziemlich voneinander getrennt empfundenen Teilen, nämlich dem privaten und dem öffentlichen Leben. Das Privatleben wird als weitgehend geschützte Rückzugssphäre gesehen, dem öffentlichen Leben wird ebenfalls eine weitgehende Geheimhaltung zugebilligt.

Ein Herrschaftsverhältnis beinhaltet nun die Gegenüberstellung einer einzelnen Person, welche sich als leitend durchgesetzt hat, gegen eine praktisch unendlich große Zahl von Bewohnern eines Gebiets. Dieses wurde zwar meist nicht selbst, aber von Vorfahren mit Gewalt in Anspruch genommenen und zunächst weitgehend durch Vererbung, heute dagegen durch größere Legitimierung beanspruchende Prozesse weiter gegeben. Der Führungsperson soll im Prinzip zugestanden werden, dass über das körperliche und auch über das psychische Befinden nichts nach außen dringt, obwohl beides größte Bedeutung für das Geschick eines Staates haben könnte, wie etwa das Beispiel von Hitler zeigt, dessen Parkinson-Erkranhung nicht allgemein bekannt wurde. Bis heute wird von führenden Politikern nicht verlangt, dass sie sich bei Amtsantritt einer gleichsam amtsärztlichen Untersuchung unterziehen. Umgekehrt wehrt sich ebenso die aus den Bewohnern gebildete Gesellschaft gegen eine vollständige Durchleuchtung all ihrer körperlichen und kommunikativen Aktivitätten, was sich vor allem in immer größeren sexuellen Tabus und zunehmend höheren Firewalls insbesondere auch bei Krankenversicherungn äußert.

Nun scheint es aber zwar nicht streng belegbare, aber deutliche Anzeichen zu geben, dass die Heisenbergsche Unschärfebeziehung nicht nur in extremen physikalischen Bereichen, sondern wie eigentlich selbstverständlich zu erwarten auch in manchen Aspekten des menschlichen Lebens gilt, und zwar wieder sowohl im privaten als auch im öffentlichen Leben und ebenso sowohl für Führungspersonen wie auch für eine Gesellschaft insgesamt. Diese Hinweise können im Rahnem dieses Textes nicht näher im Einzelnen belegt werden, würden aber bedeuten, dass sich im Prinzip im Wesentlichen alle die zuvor gemachten Feststellungen über statisch verstandene Zustände in den jeweiligen verschiedenen menschlichen Bereichen auch nur cum granu salis, also höchstens mit einer gewissen Unschärfe gemacht werden können.

Einerseits entspricht dies offensichtlich allgemeiner Lebenserfahrung, welche etwa unter der Bezeichnung „gesunder Menschenverstand“ in Erscheinung tritt. Andererseits ist das auch konsistent mit der von L.A.Zadeh 1965 publizierten mathematischen Theorie der Mengenlehre, welche später viele Erweiterungen auch auf philosophischem Gebiet und insbesondere in der Logik erbrachte. Es zeigen sich häufig fließende Zusammenhänge ohne streng mögliche Abgrenzungen. Obwohl Fachsprache fragwürdig sein kann, scheint es empfehelenswert zu sein, zur Unterscheidung von eher statischem eingegrenztem Wachstum von dynamischer, also flexibler Entwicklung mit (semi-)permeablen Grenzen zu sprechen.

Akzeptieren der Kenntnis von derart unbestimmten Zusammenhängen könnte gravierende Folgen haben. Sowohl die völlige Unantastbarkeit von herrschenden Personen als auch die gänzliche Abriegelung des Privatlebens der Bewohner einer Gesellschaft scheint demnch prinzipiell höchst fragwürdig zu sein. Genau dasselbe lässt sich aber auch über Staatsgeheimnise der Herrschenden und über medizinische Versicherungsdaten der Gesellschaft sagen. Ob es gefällt oder nicht, auch bei geringer Wahrscheinlichkeit muss man wohl prinzipiell mit “Löchern“ rechnen, deren Bedeutung zur Zeit von Hackern eindringlich demonstriert wird.

Schauen wir zunächst, wie sich die naturwissenschaftliche Vorstellung von vierdimensionalem Raum und Zeit auf gesellschaftliche Probleme übertragen ließe.

Einfache„logische“ Entscheidungs-“Strukturen“, die im Grund sogar als primitiv bezeichnet werden können, basieren auf nur zwei Opponenten wie zum Beispiel zwei Parteien, zwischen denen eine k.o.-artige Entscheidung getroffen wird. Sie können deswegen auch nur eingeschränkt als Strukturen bezeichnet werden. Bei Wahlen mit nur zwei Möglichkeiten kann unter Umständen theoretisch eine einzige Stimme entscheiden, was von besagtem gesunden Menschenverstand „natürlich“ als Unding empfunden wird und Instabilität erzeugt. Selbst wenn die Marge etwas größer ist, wie zum Beispiel jetzt beim Brexit, kann die Entscheidung ins Wanken geraten,- ebenso bei zahlreichen anderen Wahlen mit knappem Ausgang zwischen zwei Parteien.

In einem moderneren System wird eine größere Zahl von Parteien zugelassen. Doch zeigt sich, dass eine zu große Anzahl auch im Chaos enden kann, weshalb erfahrungsgemäß, aber ohne logische Begründung, etwa eine Fünf-Prozent-Klausel eingeführt wird. De facto schälen sich zunächst häufig zwei weitere als wichtig angesehene Parteien heraus, in Deutschland zur Zeit zum Beispiel die Grünen und die Liberalen bzw. die AfD. Zwischen den beiden großen Parteien wird also keine völlige Niederlage mehr angestrebt, sondern es geht „nur noch“ um Nachrückplätze und dafür um flexible Machtverhältnisse. In dieselbe Richtung spielen Mehrkammersysteme wie etwa Parlament und ein Bundesrat bzw. Senat mit dazu tretenden Ministerien und Ausshüssen. Ohne ins allgemeine Bewusstsein als solches meist bereits einzudringen, vollzieht sich damit ein Übergang von einem rein logischen statischen System mit klar definierten Zuständen und ausschließlicher Möglichkeit von Ja-Nein-Entscheidungen, populär als Schwarz.Weiß-Malerei attackiert, zu einem flexiblen unscharfen System mit dynamisch sich entwickelnden Prozessen. Diese Veränderung als entscheidenden Paradigmawechsel zu bezeichnen dürfte nicht übertrieben sein.

Als beste Lösung, wiederum nicht streng beweisbar, aber sehr wahrscheinlich, scheint sich nicht ganz zufällig oft ein Vierparteiensystem herauszustellen, so dass zu überlegen wäre, sinnvollerweise die Fünf-Prozent-Hürde durch eine Beschränkung auf die vier stärksten Parteien zu ersetzen. Dieses würde zwar wiederum reduzierte Elemente eines k.o.-Systems hineinbringen und wäre somit nur in beschränktem Maße besser. Wesentlicher scheint die generelle Feststellung zu sein, dass auch ein Parteiensystem im Prinzip die in Naturbeschreibung weitgehend anerkannte Vierdimensionalität widerspiegeln kann, welche zu einem gewissen Grade also auch für menschliche Verhältnisse zu gelten scheint, auch wenn dies nicht streng beweisbar sein dürfte.

Entsprechend ließe sich die naturwissenschaftliche Vorstellung von vierdimensionalem Raum und Zeit auch auf private Probleme übertragen. Das könnte noch heikler sein, da dort wie bei einem Atomkern nicht nur Anziehungskräfte, sondern auch sogar noch stärkere Abstoßungskräfte zum Zuge kommen. Ein bekanntes psychologisches Problem in diesem Zusammenhang mag zum Beispiel sein, dass sich zwei Lebewesen „nicht riechen können“. Die Umstände im Privaten sind ansonsten wohl recht vergleichbar mit dem öffentlichen Bereich und sollen hier nicht näher ausgeführt werden. Wichtiger erscheint die Frage des Übergangs vom privaten in den öffentlichen Bereich, also des Zwischenbereichs zu sein. Zwischen beiden gibt es keine scharfe, also offensichtlich auch nur eine fuzzy Grenze, was die Ursache so mancher als solche nicht wahrgenommener Lebensprobleme sein mag, die viel Stoff für Theater und moderne Medien hergeben.


Strukturen der Verständigung

Kommunikation kann wie alle Phänomene der Natur und des Lebens ebenfalls logisch oder ganzheitlich angegangen werden,- analytisch oder synthetisch. Analyse dient vor allem dem Verständnis des Wesens von Kommunikation, aber nicht unbedingt dem angewandten Verstehen selbst. Diese Situation führte zu Erfindungen der Menschen, auf welche sie sehr stolz sind und aber zunächst ziemlich einseitig vor allem ökonomisch nutzen, was jedoch wie die meisten Einseitigkeiten wachsende Probleme verursacht. Zunehmend werden nun ökologische Positionen vertreten. Auch Tiere berücksichtigen diese als Vorteil im Überlebenskampf recht erfolgreich, haben jedoch nicht die unter Hominiden genutzten höheren Sprachformen entwickelt, die offensichtlich nicht unerheb,ich einer Analytik etwa in Form von Grammatik oder Semantik unterliegen.

Sprachen scheinen heute wichtigstes Element aller Kommunikation zu sein, sind jedoch zunächst auf die jeweils von Individuen verwendeten Bereiche abgestimmt, während es mit der gesellschaftlichen Kommunikation trotz des zusätzlichen Einsatzes von Bildern und heute auch bewegten Medien an allen Ecken und Kanten hapert. Sprachen lassen sich zwar ebenso wie letztere analytisch in Bits und Bytes zerlegen und als solche auf verschiedene Arten gut von Individuuum zu Individuum übertragen. Bilder erfordern jedoch bereits sehr viel höheren Aufwand. Je stärker die Menschen sich vermehren, was momentan wegen des Papstes und all der Abtreibungsgegner recht ungezügelt geschieht, stößt diese Übertragungsart immer deutlicher an ihre Grenzen.

Manch einer liebäugelt damit, wie schön sich doch eine Tierherde mit scheinbar einfachen Mitteln steuern lässt. Diese oft nur als Schlachtvieh betrachteten Lebewesen haben allem Anschein nach Fähigkeiten, welche den Menschen verloren gegangen sind und doch sehr nützlich sein können auch dann, wenn keiner als Herdenvieh angesehen werden möchte. Tiere verwenden meist nicht Bits und Bytes, obwohl es bei als intelligent betrachteten höheren Tieren durchaus Ausnahmen mit logischer Verständigung gibt, sondern sie nutzen vorwiegend als ganzheitlich anzusehende kommunikative Strukturen, welche zunehmend aufgedeckt werden. Dass aber auch jenen Strukturen eine eigene Form von Intelligenz zugeordnet werden könnte, scheint nur sehr zögerlich erwägt zu werden.

Das Wort Struktur wird zugegebenermaßen in verschiedenen Zusammenhängen sehr unterschiedlich konzipiert, wurde aber bisher insbesondere von analytisch vorgehenden Mathematikern und deren Ansprüchen dominiert. Strukturen sind demnach zunächst einmal zu verstehen als große Mengen von Elementen, de facto also von Bits und Bytes. Doch die Fische im Wasser und die Menschen in der Luft und nach neuesten Vorstellungen möglicherweise in einem Neutrino-Meer haben davon keine Ahnung, da deren Welt damit völiig vollgepackt ist. Sie können nur macnchmal Abweichungen von dieser vollen Packung feststellen oder erzeuugen, also ein Loch beobachten oder erzeugen oder noch einige Bits aus dieser angeblich vollen Packung heraus saugen oder in sie hinein quetschen. Das erzeugt in der gesamten Struktur kleine Schwingungen wie bei einem Mini-Erdbeben, welche sich vortrefflich für Kommunikation nützen lassen.

Moderne Kommunikation in der Gesellschaft müsste also wohl auf der Erzeugung und dem Empfang von solchen kleinen Schwingungen beruhen, was im Grunde bei drahtoser Übertragung etwa mit Antennen bereits geschieht.

Die Methoden dazu, bei welchen Logik erwartungsgemäß nur bei der Modulation bzw. Kodierung eine vergleichssweise geringe Rolle spielt, werden aber häufig wie große Geheimnisse behandelt, welche Politikern und ähnlch gesonnenen Menschen vorbehalten sind und dem gemeinen Volk nur noch als Black Box präsentiert werden. Jeder möge selber schauen, welches denn nun die als am wichtigsten angesehenen Ereignisse waren, welche verkündet wurden. Während in Logik Genauigkeit entscheidend ist, kommt hier Wertung ins Spiel, welche jedoch im Wesentlichen nur durch Konsistenzprüfung erfolgen kann. Doch genauso wie insbesondere höhere Tiere auch fähig sind Sprachen zu verwenden, lernen menschliche Individuen auch mit der Zeit die Geheimnisse dieser animalischen Art von Kommunikation, welche sich stärker bemerkbar im Nahbereich abspielt.

Gesten und Gebärden sind in dieser Hinsicht wohlbekannt. Eine Spielwiese derartiger moderner Kommunikation scheint jetzt Twitter zu sein, wo auch deutlich zwischen einem Nah- und einem Fernbereich unterschieden werden kann. Die größeren dort erzeugten Schwingungen verlassen den kontinuierlichen Bereich. Singulär, d.h. nicht kontinuierlich, werden sie materiell als Hit und kommunikativ als viral bezeichnet. Es dürfte sich lohnen, dem Phänomen des Erfolgs generell hier genauer auf die Spur zu gehen. Weiter-verteilen ist entscheidend, scheinbar also weniger der Inhalt des Mitteilung.

Derartige oft vielleicht auch nur kleine Erdbeben lassen sich vor allem im Nahbereich gewiss nur schwerlich mit Bits und Bytes beschreiben, sondern sie bestehen selber aus Strukturen, auch dann, wenn sie durch sekundäre Bits und Bytes etwa als Modulation nachgewieden werden. Im menschlichen Bereich gehören dazu zunächst psychische Äußerungen und Reaktionen, aber dann ebenso in allem körperlichen Ausdruck steckende Kommunikation. Als Kürpersprache steckt diese in Fitness, Sexualität, Tanz und vielen anderen Aktivitäten, All dieses lässt sich nur wenig durch theoretische Analyse erfassen, sondern deren Synthese in der Praxis ist hauptsächlich wichtig, also zunächst wenigstens nicht untersuchende Forschung, sondern nutzsuchende Anwendungen.

In der Festkörperphysik entwickelte Vorstellungen geben uns die Idee von Löchern oder zusätzlich in eine physikalische Struktur quasi eingepressten Energieträgern. Hinzugefügte Energie wird dabei als positiv bezeichnet, Energieentzug dagegen als negativ. Es kommt auf die einseitige Erzeugung nur einer Art an, was wie eine Energiepumpe verstanden werden kann. Zusätzliche Energie lässt sich verwenden, vor dem Verlust von Energie schirmt man sich ab. Praxis wird als materieller Vorteil, also als zusätzliche Errungenschaft empfunden, und damit gleichsam als Energiespeicher.

Energie wird mathematisch - ja, analytisch – in Formeln mit quadratichen Termen beschrieben und kann deshalb logisch gesehen nur als positiv verstanden werden, was sich aber nun bei struktureller Erfassung nicht an irgendeinem Punkt plötzlich ändern kann. Der Inhalt der Kommunikation wirkt auf den ganzen Menschen oder andere Lebewesen und zwar auf alle Körperteile. Letztere zeigen eine strukturelle Aufteilung, zum Beispiel in Kopf, Oberkörper, Unterleib und Extremitäten. So kann man hier etwa zur folgenden Einteilung der Effekte kommen je nach deren Stetigkeit und Lokalisierung:


kontinuierlich singulär

Neugier Fähigkeit Überraschung Erfolg (Kopf)

Angst Freude Depression Rausch (Oberkörper)

Furcht Lust Trauma Ekstase (Unterleib)

Gefühle Fitness Emotion Fortschritt (Extremitäten)


Entsprechendes würde auch für die Belegung von verschieenen Kulturbereichen mit Vorstellungen von Dimensionen gelten. Es wir deutlich, dass man das volle Bild der meisten Formen von Kommunikation nur nur durch Zusammenfassen von Analytik und Synthese bzw. von Theorie und Praxis bekommt. Einseitigkeiten können als extrem oder fundamentalistisch qualifiziert bzw. disqualifiziert werden.

Theoretisch und kognitiv wichtig sind vor allem die kontinuierlichen Formen, praktisch und kreativ wichtig dagegen eher die unstetigen, sprunghaften Singularitätten, welche in der Natur verbunden sein können einerseits mit Generationsübergängen und Leben und Tod und andererseits mit katastrophen-artigen Ereignissen wie etwa in Extremfällen Krieg, Meteor-Einschlägen und anderen Katastrophen, welche sehr starke Auswirkungen haben. Generell haben Ereignisse eine umso stärkere kommunikative Wirkung, je mehr sie von der Kontinuität abweichen.


Interaktion zwischen Herschafts und Kommunikationsstrukturen

Kommunikation hängt ncht nur von der Übertragung ab, sondern auch von der durch sie erzeugten Prägung, also den von ihr hervorgerufenen Effekten, was im Prinzip zu Rückkopplung führen kann. Die Überschneidung oder Überlagerung der jeweiligen Strukturen ergibt im Wesentlichen deren kombinierte Intensität, macht das Wesen von Modulation aus und wird heute vor allem von den Medien erfasst und genutzt.

Die Wirkung von Medien lässt sich auch wieder einerseits analytisch art-spezifisch untersuchen, was gewiss theoretisch interessant und zum Verständnis wichtig sein mag. Doch die Auswirkungen von Medien, welche die Wirklichkeit prägen, also Wirkung auf gesellschaftliche Phänome wie Freiheit und Macht, Durchsetzung und Unterwerfung, lässt sich wohl besser durch Strukturen als durch logische Analyse beschreiben. Die Überlagerung von Herrschafts- und Kommunikations-Strukturen in Medien-Strukturen hat heutzutage privat und gesellschaftlich eine enorme Bedeutung. Ohne nun wiederum analysieren zu wollen, wie diese Überlagerung theotretisch zu verstehen und beurteilen sein kann, ist gewiss vor allem die praktische Nutzung und aber auch der stärker Aufmerksamkeit gewinnende Zwischenbereich wichtig. Das bedeutet heute nicht mehr so sehr Fixierung von Macht nur durch Bauten und Zur-Schau-Stellung, sondern vor allem auch Zugriff zu den Medien.

Die gleichsam ewige Konfrontation zwischen Individuum und Gesellschaft zeigt sich deutlich darin, dass auch Individuen zusätzliche Informatiion in die Gesamtstruktur eingeben oder diese vernichten können. Die bekanntesten und momentan wohl wirksamsten Methoden zur Erzeugung von Informations-Beben sind zur Zeit von privater Seite einerseits Webseiten und andererseits als sozial bezeichnete Medien wie Twitter und Facebook. Entsprechend können private Hacker und genauso als gesellschaftlich verstandene Geheimdienste vor allem Löcher im Informationsfluss erzeugen.

Analytik zeigt die Bausteine und ihre Kopplungen, Synthese dagegen Strömungen und deren Ausgewogenheit. Beides zusammen vermittelt ein duales Bild, zu welchem wie eh und je Theorie und Praxis mit ebenso dualem Wesen gehören. Wegen des fuzzy Charakters ist weder eine einheitliche Medientheorie noch eine klare Bestimmbarkeit der möglichen Anwendungen zu erwarten. Philosophen gehen traditionsgemäß vor allem logisch vor, Soziologen dagegen strukturell. Das Vernachlässige der Zwischenbereiche hat oft zu vielleicht unnötigen Streitigkeiten und übertriebener Systematisierung geführt.

Die strukturelle Dualität von Herrschafts- und Kommunikatios-Kategorien kann dabei als durchgängiges Phänomen gesehen werden und scheint die Rolle einer archaischen imaginären Dimension zu spielen, da die Zeitkomponente und auch quasi als thermogynamisch betrachtbare Fragen des Kommens und Gehens im Vordergrund stehen. Dem sollten drei als real anzusehende Felder der Kultur zugeordnet werden. Das könnten zum Beispiel, ohne dass Eindeutigkeit verlangt werden kann, künstlerisch-psychologisches Empfinden und Handeln, geisteswissenschaftliches Werten und Entscheiden, und schließlich naturwissenschaftliches Messen und Schaffen sein. Die Gefahr bisheriger Klärungsversuche mag hauptsächlich in der Schaffung eines überflüssigen großen und schwer entwirrbaren und übersetzbaren Vokabulars gelegen haben, welches vielleicht versteckt der eigenen Überhöhung dienen sollte.  


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May. 01, 2019